| Das Licht im Dunkel der Jahrtausendwende

In London und Hamburg erleben
Millionen von Menschen Feuerwerke, die man noch im Weltraum sehen könnte. Von der Südsee
über Hongkong, China, Bangkok und Berlin rollt eine riesige Feuerwalze rund um den
Globus. Die Irrlichter der Silvesternacht beleuchten eine gespenstische Szene: Während
sich ein Teil der Menschheit einen ekstatischen Millenniumsrausch leistet, vegetiert der
andere Teil in Hunger und Flüchtlingselend. Brauchen wir den Feuerzauber, damit uns in
der Nacht der Jahrtausendwende nicht bewusst wird, in welcher Umnachtung wir leben?
Ein
Jahrtausendprogramm
Das zu Ende gehende
Jahrhundert bildete den bisherigen Höhepunkt der mehrtausendjährigen Krankengeschichte
der Menschheit. Alle
alten Leiden brachen in potenzierter Form erneut aus: die kriegerische Gewalttätigkeit,
der ideologische Fanatismus und der Größenwahn, der am Beginn der Trennung des Menschen
von Gott stand.
Was sich in den beiden Weltkriegen mit
fortgeschrittener Tötungstechnik austobte, war in der Geschichte der
Menschheit vorprogrammiert: In den Eroberungskriegen antiker Herrscher,
in den Kreuzzügen römischer Päpste, in den Kolonialkriegen gegen die "Eingeborenen" in Amerika und Afrika. Wenn man bedenkt, dass wir nicht nur
einmal leben, sondern - von unseren früheren Taten angezogen - in wiederholten
Einverleibungen auf Erden sind, ist es kein Wunder, dass alte Verhaltensmuster bei
Herrschern und Beherrschten wiederkehren - solange wir uns nicht davon reinigen.
Das gilt auch für den Wahn, die Menschheit mit Zwangsideen zu beglücken.
Was der Kirche Jahrhunderte lang recht war, musste den Marxisten, Kommunisten und
Nationalsozialisten billig sein. Die Moskauer Schauprozesse und die Folterkeller der
Lubljanka waren getreue Nachbildungen der kirchlichen Inquisition. Und der Holocaust
Hitlers war nichts anderes als der Höhepunkt einer Jahrhunderte langen Judenhetze der
Kirchen.

Bleibt noch der Größenwahn: Auch er ist eine
Altlast - das Erbe antiker und mittelalterlicher Despoten, das Erbe geistlicher
Allmachtsphantasien kirchlicher Glaubensherren, das auf die Diktatoren dieses Jahrhunderts
übersprang und neben politischer und militärischer Gewaltausübung in der modernen
Naturwissenschaft ein neues Betätigungsfeld fand. Die Hohen Priester der Gentechnologie
stehen der Priesterkaste vergangener Zeiten an Selbstherrlichkeit in nichts nach. Die
einen manipulierten die Menschen, die anderen manipulieren gegenwärtig noch Pflanzen und
Tiere, doch die Menschen haben sie schon im Visier.
Bricht das
Chaos aus?
Was
sich in diesem Jahrhundert als Spiegelung des Jahrtausends ereignete, fand auch im
vergangenen Jahr noch bösen Widerhall. Zum Beispiel die Mär vom gerechten Krieg, den die
NATO bei ihren Bombeneinsätzen über Jugoslawien als "humanitäre Aktion"
ausgab. Ihre Folgen sind jetzt zu besichtigen: Ungezählte Tote, ein zerstörtes Land,
Elend und neue Gewalttätigkeit. Früher terrorisierten die Serben die Kosovo-Albaner,
heute terrorisieren diese die Serben. Und was ist mit Jelzins Krieg in Tschetschenien?
Hier führte einer erfolgreich Wahlkampf mit Bomben und Granaten. Eigentlich müsste die
NATO längst wieder "militärisch eingreifen", um ihre "humanitären
Ideale" durchzusetzen. Sie tut es glücklicherweise nicht; doch das Gerede vom
gerechten Krieg bleibt den NATO-Christen, die Jugoslawien so mutig bombardierten und den
gewalttätig auftretenden Jelzin so freundschaftlich "ermahnen", inzwischen wohl
im Halse stecken.
Auch eine neue Ideologie macht sich rücksichtslos breit: Die
"deregulierte" Weltwirtschaft, die mit ihrem Turbo-Kapitalismus den Sieg über
den "Sozialismus" feiert und dabei Marx und Engels eine späte Rechtfertigung
liefert: Immer mehr Wirtschaftsmacht konzentriert sich in immer weniger Händen. Die
"feindliche Übernahme" fremder Firmen durch Aktienaufkäufe wurde zum Unwort
des Jahres. Ein globales Fusionsfieber schafft immer neue Industriegiganten, die
Aktienkurse und Vorstandsgehälter in schwindelnde Höhen und die Arbeiter scharenweise
auf die Straße treiben. Der internationale Geld- und Aktienhandel wurde zu einem Roulette
mit einem Einsatz von 1,5 Billionen Mark pro Tag, dem keine wirtschaftliche Gegenleistung
mehr zugrunde liegt. Geld ist längst kein bloßes Zahlungsmittel mehr, sondern wurde
selbst zur Handelsware. Niemand weiß, wann einer der potenten Spieler die Bank sprengt.
Im Vergleich zu dem Crash, der einer globalisierten Wirtschafts- und Finanzpolitik dann
vermutlich bevorsteht, war der Schwarze Freitag des Jahres 1929 ein regionaler
Betriebsunfall. Dann zählen die Arbeitslosen weltweit nicht mehr nach Millionen, sondern
nach Milliarden. Nicht auszudenken, welche gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen
sich daraus ergeben würden.
Die Verselbständigung des Geldflusses, dem kein Güter- und Warenverkehr
entspricht, führte nicht nur die Wirtschaft aufs Glatteis, sondern verdirbt auch die
politischen Sitten. Korruption gab es schon immer und in allen Ländern dieser Erde, doch
im Zentrum Europas galt sie bislang als die unanständige Ausnahme. Inzwischen wird
Bargeld kofferweise bei Politikern oder in Parteizentralen angeliefert - als
"Spende", versteht sich, die freilich kaum mehr von Schmiergeld zu unterscheiden
ist. Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl entwickelte aus diesem Geldfluss ein ganzes
System aus schwarzen Konten und Kassen, über die er nach Belieben verfügte. Als er ins
Amt kam, sprach er von einer "geistig-moralischen Wende". Unter dem Vorzeichen
"christlich-demokratisch" wurden Gesetze verletzt und das Gemeinwohl zugunsten
persönlicher Machterhaltung betrogen. Wer will es da dem Normalbürger verdenken, wenn er
Steuern hinterzieht oder Versicherungen betrügt - nach all dem, was sich der
Ehrenvorsitzende einer "christlichen" Partei jahrzehntelang erlaubte. Er hat die
öffentliche Moral auf ihren bisherigen Tiefpunkt gebracht.
Es ist, als ob das Chaos allerorten ausbräche - durch Naturkatastrophen,
die zur Verelendung ganzer Regionen führen, durch Kriege, die zum Weltbrand werden
können, durch Zusammenbrüche globaler Wirtschaftsimperien, die Heerscharen von
Arbeitslosen freisetzen, durch den rapiden Verfall der Reste politischer Moral, durch die
Gewalttätigkeit Amok laufender Kinder, durch Seuchen, Verschmutzung der Meere und
Zerstörung des Ozongürtels der Erde. Die apokalyptischen Züge der Jahrtausendwende sind
unverkennbar.
Der Beginn
eines neuen Zeitalters
Die
naturwissenschaftlich-technische Zivilisation zeigt deutliche Zeichen des Untergangs. Wie
und wann er sich abspielt, kann niemand sagen; dass er stattfindet, prophezeite bereits
Jesus von Nazareth. Er sprach von Kriegen, Erdbeben und von "Sternen, die vom Himmel
fallen" (Mt. 24, 3 ff.).
"Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht
tragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit
führen" (Joh. 16, 12 f.). Wann soll das geschehen, wenn nicht jetzt? Viele Menschen
erkennen die Verhängnisse des materialistischen Weltbildes und spüren durch alle
Irrungen und Wirrungen hindurch eine neue Sehnsucht nach dem Göttlichen, wie es der Wende
vom Fische- zum Wassermannzeitalter auch astrologisch entspricht. Und mitten hinein in
diese weltgeschichtliche Konstellation trifft nach Überzeugung vieler Menschen das
Ereignis, das Jesus von Nazareth vor 2000 Jahren prophezeite: Der Gottesgeist spricht
durch Prophetenmund erneut zur Menschheit, weltweit und so umfassend, dass sich das
Jesuswort vom "Geist der Wahrheit, der in die ganze Wahrheit führt", erfüllt.
Dieser Prophet ist eine Frau, von der es in einer Offenbarung des Christus-Gottes-Geistes
des Jahres 1990 unter Bezugnahme auf die Endzeitoffenbarung des Johannes heißt: "Die
Frau, von der in der Endzeitoffenbarung steht, die seit nahezu 2000 Jahren in der
Christenheit bekannt ist, wirkt in der Jetztzeit als Mensch unter den Menschen." 1) In der
Christusoffenbarung Das ist Mein Wort, heißt es weiter: "Die göttliche
Weisheit hat die große Aufgabe übernommen, Mein Licht des Friedens und der Einheit
voraus zu tragen und es allen Völkern dieser Erde zu bringen und somit allen Menschen, die
guten Willens sind. Durch sie strahlt Mein Licht in unzähligen Facetten des Lebens
hinaus. Es ist Mein Wort, das offenbar ist und wird durch den Mund Meiner Prophetin, die
zugleich Botschafterin Gottes ist, und durch viele gerechte Männer und Frauen. Mein Licht
bringt auch den Menschen den Inneren Weg hin zum Herzen Gottes." 2)
Die Zeitenwende, von der auch die Johannesoffenbarung kündet und die sich
in unseren Tagen abzeichnet, ist nach den Berichten des Sehers von Patmos mit großen
Umwälzungen und Katastrophen verbunden. Die Christusoffenbarung von heute zeichnet das
gleiche Bild. Erneut ist von mächtigen Erschütterungen des gesamten Sonnensystems die
Rede und von einer Umwandlung der Erde, wie sie bereits Jesus von Nazareth prophezeite.
Wer all dies als apokalyptische "Panikmache" in Verruf zu bringen sucht, wie es
von kirchlicher Seite immer wieder geschieht, muss sich bewusst sein, wem er hier
widerspricht. Jesus von Nazareth sagte dasselbe, was der Christus-Gottes-Geist heute durch
Prophetenmund offenbart. "Die Propheten Gottes im Alten Bund und alle Propheten
Gottes und erleuchtete Männer und Frauen in den zurückliegenden zweitausend Jahren
warnten immer wieder die Menschheit vor ihrer eigenen Saat und riefen zur Umkehr auf. Der
Menschheit wurde aus vielen Facetten der ewigen Wahrheit ihre satanische Saat offenbart
und ihre entsprechende Zukunft, falls sie nicht umkehrt und die Gesetze Gottes erfüllt.
In immer geringeren Abständen wurde und wird von der bevorstehenden Endzeit gesprochen.
Die Masse der Menschen jedoch lebte und lebt weiter in der Sünde und tanzte und tanzt
weiter um ihr Goldenes Kalb: um ihr Ich, das nach Mein, Mir und Wohlleben trachtet. Die
Mahnungen erfüllen sich. Die Menschheit steht in der so genannten Endzeit. Erkennet: Das
Wort Endzeit meint nicht das Ende der Materie, das Ende des Erdplaneten,
sondern das Ende all dessen, was wider Gott ist: Der Materialismus geht zu Ende." 3)
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