Der Pfarrer gibt
seinen Segen dazuKatholischer Totenkult
auf Madagaskar
Einmal
im Jahr werden die Toten der Familie aus dem Familiengrab geholt, in
Matten gewickelt und in "freudiger" Prozession zum Wohnhaus der Familie
getragen. Dann wird drei Tage lang Musik gemacht, getanzt und
gegessen, was Küche und Keller zu bieten haben. Die Leichen der
Verstorbenen, immer schön eingewickelt, erhalten im Wohnzimmer einen
Ehrenplatz und dürfen "zusehen". Zwischendurch kommt der katholische
Priester vorbei und segnet feierlich das Grab. Das Familienoberhaupt
sagt: "Wir sind gute Katholiken. Wir stehen in gutem Einvernehmen mit
der Kirche." So gesehen in der Fernsehreportage Wo der Pfeffer wächst, 3Sat, 19.3.1999. |
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