Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 2/00

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Katholischer Antisemitismus in der Schweiz

"Wir sollten aus kulturellen Gründen Antisemiten sein, aber in der Verneinung des Judentums die richtigen Wege gehen", schreibt 1920 der spätere katholische Luzerner Nationalrat Karl Wick.

Auch die bekannten Theologie-Professoren Mario von Galli und Hans Urs von Balthasar publizierten "antisemitische Pamphlete", wie der Historiker Urs Andermatt von der Universität Freiburg/CH in seinem Buch Katholizismus und Antisemitismus nachweist. Die Basler Zeitung schreibt: "Für Andermatt machten sich Kirche und Katholizismus mitschuldig an einer Stimmungslage und an einem Meinungsklima, welche die schweizerische Bevölkerungskreise verleiteten, die Judenverfolgung und den Judenmord in Europa stillschweigend zu übergehen und in der Schweiz die gegen Juden wenig freundliche Flüchtlingspolitik der Behörden zu dulden."

Die Zeitung nimmt Bezug auf die Tatsache, dass nachgewiesenermaßen über  24 000 Juden die Einwanderung von Deutschland in die Schweiz versagt wurde und sie damit in den sicheren Tod zurückgeschickt wurden - eine sehr hohe Dunkelziffer nicht mitgerechnet. Mehr Glück hatten die Eltern eines Lesers, die aufgenommen wurden, weil sie sich als Juden verpflichteten, willkürliche überhöhte Beträge an katholischer Kirchensteuer zu zahlen (siehe Leserbeitrag).

Wäre es nicht an der Zeit, diese erpressten "Einnahmen" an die Nachkommen der Opfer zurückzuzahlen?

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