"Wir
sollten aus kulturellen Gründen Antisemiten sein, aber in der Verneinung
des Judentums die richtigen Wege gehen", schreibt 1920
der spätere katholische Luzerner Nationalrat Karl Wick.
Auch die bekannten Theologie-Professoren Mario von Galli und Hans Urs
von Balthasar publizierten "antisemitische Pamphlete", wie der Historiker Urs Andermatt von
der Universität Freiburg/CH in seinem Buch Katholizismus und
Antisemitismus nachweist. Die Basler Zeitung schreibt:
"Für
Andermatt machten sich Kirche und Katholizismus mitschuldig an einer Stimmungslage und an
einem Meinungsklima, welche die schweizerische Bevölkerungskreise verleiteten, die
Judenverfolgung und den Judenmord in Europa stillschweigend zu übergehen und in der
Schweiz die gegen Juden wenig freundliche Flüchtlingspolitik der Behörden zu
dulden."
Die Zeitung nimmt Bezug auf die Tatsache, dass nachgewiesenermaßen über 24 000 Juden die Einwanderung von Deutschland in die Schweiz versagt wurde und sie damit
in den sicheren Tod zurückgeschickt wurden - eine sehr hohe Dunkelziffer nicht
mitgerechnet. Mehr Glück hatten die Eltern eines Lesers, die aufgenommen wurden, weil sie
sich als Juden verpflichteten, willkürliche überhöhte Beträge an katholischer
Kirchensteuer zu zahlen (siehe Leserbeitrag).
Wäre es nicht an der Zeit, diese erpressten "Einnahmen" an die
Nachkommen der Opfer zurückzuzahlen?