Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 9/00

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Frust im Zoo

Die Affen haben die Nase voll

Die Orang-Utans und Gorillas des Nürnberger Zoos wollen am liebsten keine Menschen mehr sehen. Während sich am Wochenende die Besuchermassen auf der anderen Seite der Glasscheibe drängeln, ziehen sie sich Kartoffelsäcke über den Kopf - oder sie drehen den neugierigen Zweibeinern demonstrativ den Rücken zu und schauen die Wand an. Nur hin und wieder drehen sie sich um und werfen den Zoobesuchern grimmige Blicke zu. Manchmal schlägt der Silberrücken-Gorilla Schorsch auch mit voller Wucht gegen die Panzerglasscheibe, so dass die Menschen erschreckt zur Seite springen.

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Menschenaffen sind scheue Wesen, die es normalerweise vermeiden, den Menschen direkt anzusehen. Einen Blick ins Gesicht fassen sie leicht als Aggression auf. Deshalb stehen sie bei einem Massenansturm von Besuchern regelrecht unter Stress und würden am liebsten flüchten. Doch ihre Schlafkammern sind tagsüber verriegelt. "Die Besucher haben dafür bezahlt, dass sie die Affen sehen können", sagt ein Zoovertreter. Inzwischen, so die Zeitschrift Schutz für Mensch, Tier und Umwelt, haben sich Zoobesucher bereits darüber beschwert, dass sie immer nur Affenrücken zu sehen bekommen.


 



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