Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 9/00

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Kirchensteuer und Steuerreform

Kirche will am Tropf des Staates bleiben

... so ist es gut ... und noch eine Milliarde ... schön brav die Subventionen einnehmen ...Unglaublich, aber wahr: Deutsche Politiker (fast) aller Parteien fallen einmal mehr auf das "Sozialmärchen" der Kirchen herein. Vertreter von SPD, CDU, FDP und Grünen forderten, den Kirchen müsse im Rahmen der Steuerreform ein Ausgleich für zu erwartende Einnahmeausfälle geboten werden. Begründung: Die Kirche könne sonst ihre sozialen Aufgaben nicht mehr erfüllen. "Der Staat wäre gar nicht in der Lage, diese Aufgaben zu den selben niedrigen Kosten zu erfüllen" - so Klaus Lennartz (SPD).

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Wissen diese Politiker nicht, dass die Sozialleistungen der Kirchen zu 90 bis 100 Prozent vom Staat und von den jeweiligen Nutzern bezahlt werden? Ist es ihnen wirklich entgangen, dass aus den Kirchensteuern nur etwa 8 Prozent in solche sozialen Leistungen fließen? Haben sie keine Ahnung davon, dass der Staat mit ihrem parlamentarischen Einverständnis seit Jahrzehnten jährlich Subventionen in Milliardenhöhe an die Kirchen bezahlt - für theologische Hochschulen, Religionsunterricht an staatlichen Schulen, Bischofsgehälter, Militärseelsorge und, und und? Der Staat müsste nur diese Subventionen einstellen - und er hätte ein Vielfaches dessen zur Verfügung, was die Kirchen für den sozialen Bereich ausgeben. Es würde dafür schon genügen, nur noch die Hälfte der Kirchensteuer steuerlich absetzbar zu machen. Ausgerechnet die Finanzexperten der einzelnen Parteien scheinen das Rechnen plötzlich verlernt zu haben, wenn es um Belange der Kirche geht. Erliegen sie erneut der emotionalen Erpressung einer "schwindsüchtigen" Kirche?

Mehr zum Thema: www.stop-kirchensubventionen.de


 



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