Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 10/00

abstand.gif (36 Byte)

Alarm: Antibiotika in der Nahrungskette

Mist und Gülle schädigen das Bodenleben

Gülle von Schweinen, Puten und Rindern, die in Massenställen gehalten werden, enthält meist erhebliche Rückstände aus Arzneimitteln, die das Bodenleben schädigen und auch Menschen gefährlich werden können. Das ergab eine Untersuchung des Umweltbundesamtes.

Die Tiere erhalten vielfach Antibiotika oder andere medizinische Wirkstoffe - nicht, weil sie krank wären, sondern weil man so ihr Wachstum beschleunigen will. Bisher, so Die Zeit (Nr. 18/2000) ging man davon aus, dass diese Wirkstoffe biologisch abgebaut werden könnten. Diese Vermutung habe sich nun als falsch herausgestellt. Die Arzneirückstände gelangen über die als Dünger ausgebrachte Gülle auf die Äcker. Die Mikrobiologie im Boden werde massiv gestört, was zur Folge habe, dass die Stoffe fast unverändert ins Grundwasser oder in Oberflächengewässer gelangen. Sie können auf diese Weise auch dem Menschen gefährlich werden. Zahlreiche Antibiotika haben bereits ihre Wirksamkeit beim Menschen verloren, weil sich durch ihre "Allgegenwart" immer neue gegen Antibiotika resistente Erreger herausbilden.

Schweden, die Schweiz und Dänemark haben bereits den Einsatz von Antibiotika als "Wachstumsförderer" in der Landwirtschaft verboten. Die Tiere wachsen zwar etwas langsamer, sind aber keineswegs häufiger krank.

Inhalt Ausgabe 10/00
Hauptseite
Archiv - alle früheren Ausgaben
Suchen
Abo-Service
Impressum
Post an uns

Die industrialisierte Landwirtschaft gefährdet die Gesundheit des Menschen noch auf andere Art. Nach einer Untersuchung des Landesumweltamtes Nordrhein-Westfalen sind in fast allen Bächen, Seen und Flüssen des Bundeslandes Agrochemikalien nachzuweisen. Unkrautvernichtungsmittel - übrigens im ersten Weltkrieg als Nebenprodukt der Giftgasherstellung entstanden - werden von den Feldern in die Flüsse geschwemmt und stellen hier für die Trinkwassergewinnung ein fast unüberwindbares Problem dar. Aber auch aus Hausgärten und aus den Produktionsanlagen der chemischen Industrie gelangt Gift in die Gewässer. Wer seinen Garagenvorplatz oder seinen Gartenweg unbedingt mit chemischen Mitteln rein halten will, ahnt meist nicht, was er damit anrichtet und wie schnell die giftigen Stoffe im nächsten Bach landen.


 



Copyright © Verlag DAS WEISSE PFERD GmbH, Marktheidenfeld, Germany

http://www.das-weisse-pferd.com
- E-Mail: info@das-weisse-pferd.com

Verlag »Das Weisse Pferd«, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld-Altfeld,
Fax: 09391 / 504 - 210
 

Hit Counter