Die Begründung: Zum einen sei die Kirche selbst Opfer
gewesen - rund 700 Ordensmitglieder wurden ermordet. Zum anderen sei es
"vom christlichen Standpunkt" aus üblich, Gott - und nicht die
Mitmenschen - um Vergebung für Verfehlungen zu bitten. Der Papst habe in
seinem "Mea Culpa" auch Gott um Vergebung gebeten.
"Ziehe zuerst den Balken aus deinem eigenen Auge",
sagte Jesus. Schuld gegen Schuld aufzurechnen, ist nicht in Seinem
Sinne. Und in der Bergpredigt sagte Er: "Versöhne dich mit deinem
Nächsten, solange du mit ihm auf dem Weg bist". Im Vaterunser heißt es:
"Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben
unseren Schuldigern." Gott kann dem Menschen nur vergeben, wenn ihm
sein Nächster vergibt. Die Kirche hat diesen Sachverhalt verdunkelt, um
den Priester zwischen Gott und die Menschen schalten zu können.