Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

 Ausgabe 11/00

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Frankreich

Stierkampfliebhaber
 wird Bischof

Der von Papst Johannes Paul II. neu ernannte Bischof von Angers, Jean Louis Bruges (56), liebt den Stierkampf. 1996 schrieb er in der Zeitung Midi Libre: "Ich glaube an die reinigende Kraft der Corrida, diesem tragischen Tanz mit dem Schicksal, mit dem Licht und dem Tod, der uns von den Schwingungen der inneren Gewalttätigkeit wäscht ... Wenn sie von einer guten Corrida oder einer herrlichen Feria herauskommen, fühlen Sie sich gereinigt, leichter, besser. Das ist ein Schauspiel, das Sie innerlich erleichtert und besser macht, dank dem, was Sie gesehen haben."

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Besser hätte der Bischof kaum zum Ausdruck bringen können, wie sehr die katholische Kirche geistig in der Tradition der uralten blutigen Tieropfer steht, durch die das Heidentum die angeblich rachsüchtigen Götter besänftigen wollte (vgl. dazu: Tiere klagen - der Prophet klagt an, kostenlos zu bestellen bei Verlag DAS WORT, Tel. 09391/504135; mehr dazu siehe
http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html)
. Statt die in sich selbst erkannte Aggressivität zu erkennen und zu bereinigen, projiziert sie der Heide lieber auf das Tier, auf den Sündenbock, und bringt dieses dann in ritueller Weise um. Die Kirche hat diese Projektionen dann vielfach auf Menschen ausgeweitet, z. B. auf Juden und "Ketzer", die man z. B. in feierlichen Veranstaltungen köpfen oder verbrennen ließ.

PS: Auch Martin Luther hat nach eigenen Worten sein Gewissen dadurch "gereinigt", dass er zur Judenverfolgung aufrief (siehe  www.theologe.de/martin_luther_juden.htm#Gewissen).


 



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