Ganzheitsheilung - seelische Krankheitsursachen finden; z. B.: Wenn die Laus über die Leber läuft ...

 

Ganzheitsheilung

Wenn die Laus über die Leber läuft

Mürrisch? Ärger gehabt? Einfach übellaunig? Ist gar die berühmte Laus über die Leber gelaufen? Dann Vorsicht: Läuse spazieren nicht einfach über die Leber hinweg - sie können Fußspuren hinterlassen. Und die sind der Gesundheit wenig zuträglich.
In der Medizin wird der Zusammenhang von seelischer und körperlicher Verfassung nur zögerlich erkannt. Der Volksmund weiß davon seit Jahrhunderten: Etwas »schlägt auf den Magen«, geht einem »an die Nieren« oder es ist eben jene Laus, die »über die Leber läuft«.
Tatsache ist, dass Denken und Fühlen, Schreck, Ärger und Freude sich in den Hormonen, den Botenstoffen unseres Körpers, widerspiegeln. Im Falle von Frust oder Ärger sind beispielsweise die Hormone ACTH und Cortison im Spiel. Ist der Spiegel dieser Hormone über längere Zeit erhöht, kommt es im Körper zu einem verstärkten Eiweißabbau. Die Leber hat dann als ein wichtiges Stoffwechselorgan alle Hände voll zu tun, diesen Abbau auszugleichen. Auch weiß man, dass ein erhöhter Cortisonspiegel das Immunsystem lähmen kann. Die Abwehrkräfte können so weit geschwächt werden, dass schädlichen Viren, wie z. B. auch Hepatitis-Viren Tür und Tor geöffnet sind - die Leber kann erkranken.
Wer ist nun schuld? Derjenige, der uns mal wieder »gekränkt« hat, so dass wir schließlich »krank« wurden?

Krank durch lausige Gedanken?

Die Gedanken und Gefühle des Ärgers, des Neides, der Habgier, des Hasses usw. werden von uns selbst gedacht. So nehmen wir auch selbst Einfluss auf unsere Hormone, unsere Körperfunktionen und langfristig gesehen auf unsere Gesundheit. Nach dem Prinzip »Was du säst, wirst du ernten«, das nicht nur aus der Landwirtschaft, sondern im übertragenen Sinne auch aus den Lehren des Jesus von Nazareth bekannt ist, sind wir somit für unser Unwohlsein oder unsere Krankheit selbst verantwortlich - ebenso natürlich wie für unsere Gesundheit. 
Denn: »Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott« sagt der Volksmund. Wer also seine Leber vor schädlichen Hormoneinflüssen oder vor »lausigen Viren« schützen möchte, könnte sich selbst hinterfragen: Woraus bestehen meine ärgerlichen, unzufriedenen, grantigen Gedanken? Gegen wen habe ich etwas und warum? Welches Verhalten, von dem ich weiß, dass es dem Nächsten weh tut oder schadet, kann ich in Ordnung bringen? 
Gesund werden heißt: umdenken und mein Verhalten ändern. Aus dem, was ich bisher falsch gemacht habe, kann ich mir neue, positive Lebensziele setzen, die im Sinne des Allgeistes, Gott, sind, der die Gesundheit ist. Positive Lebensziele sind etwa die Lebensregeln der 10 Gebote oder die Bergpredigt des Jesus von Nazareth. Ändere ich mein Verhalten entsprechend zum Guten, können auch die Heilkräfte, die in jedem Menschen liegen, wirksam werden und zur Gesundheit beitragen. Eine Laus, die uns dann eventuell einmal über unsere Leber läuft, wird sich dann nicht als Dauergast einnisten und hat keine Chance, unsere Organe zu schwächen. (sd)


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Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 12/00

 


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