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Der Aufbau der Seele - östliches, westliches, universelles Wissen
Die
Lehre von den sieben Energiezentren der Seele, unseres Ätherleibes,
gilt oftmals als östliches Gedankengut. Doch auch die christliche
Mystik kennt den siebenstufigen Aufbau der Seele. So erhielt z. B. der
evangelische Mystiker Johann Georg Gichtel (1638-1710) Kenntnis von
der Struktur der Seele in der inneren Schau.
Der
Protestant Gichtel
Gichtel hatte sich lange Zeit nach ursprünglicher
Gotteserfahrung gesehnt und darum gerungen, "... bis der gnädige
Gott mir endlich innerlich von Angesicht zu Angesicht erschien und
seinen Himmel in mir eröffnet".
Er schrieb im Jahre 1696 ein Buch mit dem Titel Theosophia practica.
Auf dem Titelblatt dieses Buches steht der Satz: "Wo und wie
eigentlich ihre Centra im inneren Menschen stehen; gleich wie sie der
Autor selbst im göttlichen Schauen in sich gefunden und gegenwärtig in
sich schmecket und fühlet." In dem Buch selbst sind alte
Farbholzschnitte abgebildet, auf denen die Bewusstseinszentren
eingezeichnet sind (siehe Abbildung).
Die
Hopi
Auch indianische Weisheitslehren kennen die Chakren.
So werden nach Frank Waters Buch der Hopi (S. 26) beginnend mit
dem Scheitelchakra fünf Zentren beschrieben. "Der erste dieser
Zentren lag beim Menschen am Scheitel. Hier war bei seiner Erschaffung
die weiche Stelle, kopavi, die ‘offene Tür’, gewesen, durch die er
das Leben empfing und mit seinem Schöpfer verbunden war. Bei jedem
Atemzug hatte sich die Stelle auf und ab bewegt - in sanfter Schwingung
vereint mit dem Schöpfer. Zur Zeit des roten Lichts, Talawva, dem
letzten Abschnitt seiner Erschaffung, wurde die Stelle hart, und die
Tür schloss sich. Sie blieb geschlossen bis zum Tod, um sich dann zu
öffnen, damit das Leben gehen konnte, wie es gekommen war."
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