Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 15/00

abstand.gif (36 Byte)
Praktiken der Kirche (3): Die "Heilige Messe" - Die Messfeier bzw. das Abendmahl

Statt innerer Wandlung ein magisches Ritual

Von der Wiege bis zur Bahre begleiten den Kirchenchristen Gebräuche, die mit der Lehre des Jesus von Nazareth nichts zu tun haben. Der junge Kirchenchrist ist getauft, er hat gebeichtet - nun wird er mit dem Ritual der Messfeier vertraut gemacht, an der er nach der feierlichen Zeremonie der Erstkommunion bzw. Konfirmation "Ein Stück Brot wird verehrt. In Wirklichkeit ist der Geist Gottes schon vor der „Wandlung“ im Brot - weil Er allgegenwärtig istvollwertig" teilnehmen darf.

Das Kind oder der Jugendliche erfährt natürlich nicht, dass er an einer durch und durch heidnisch geprägten Veranstaltung teilnimmt. Besonders augenfällig ist dies in der katholischen Kirche: Das Weihwasser, mit dem man sich beim Betreten der Kirche bekreuzigt, das "Ewige Licht", das ständige Niederknien und Händefalten, die Ministranten mit ihren auswendig gelernten Gebeten, die Kerzen und der Weihrauch - all dies sind Elemente vorchristlicher, heidnischer Mysterienreligionen. Etliche davon hat auch die protestantische Kirche trotz aller "Kürzungen" von der katholischen übernommen: Der Pfarrer mit seinen besonderen Gewändern, der Altar, die Kanzel - alles ist heidnischen Ursprungs.

Verwandelt oder verwirrt?

Und vor allem: Die rituelle Messfeier selbst, die angebliche Verwandlung von Brot und Wein in das Fleisch und Blut Christi. Nach katholischem Dogma, bei automatischer Exkommunikation zu glauben befohlen, hält der Priester nach dem Sprechen der Wandlungsworte leibhaftig Fleisch und Blut in den Händen!
Ähnlich ist es bei Martin Luther, für den der Pfarrer nach den Einsetzungsworten aber beides in Händen hält: sowohl Oblate und Wein als auch "unter" "Brot und Wein" den "wahren" Leib und das "wahre" Blut von Christus. Und wer am Abendmahl teilnimmt, obwohl er dies nicht glaube, esse und trinke sich auch bei Luther "zum Gericht" (also zur ewigen Verdammnis). Nur einige andere "Reformatoren" wie der Schweizer Huldreich Zwingli verstanden den Akt symbolisch, doch auch sie übernahmen die Zeremonie und damit den skurrilen weltanschaulichen Hintergrund.

Ein Götzenopfer

Denn die Feier wird als rituelles "Sühneopfer" aufgefasst. Schlachtete man im früheren Heidentum (und auch im teilweise heidnisch beeinflussten Judentum) Tiere, um sie als Opfer darzubringen und Gott "gnädig" zu stimmen, so wird hier der Sohn Gottes "geopfert", um die Menschen vor dem "Zorn Gottes" zu "retten". Nach katholischer Auffassung geht dabei, wie in den heidnischen Kulten des Dionysos, Attis, Mithras oder der Isis, die Kraft Gottes durch ein rituelles Mahl auf die Gläubigen über - indem man Gott sozusagen "aufisst", d. h. sich rituell einverleibt. Eine Art religiöser Kannibalismus? Auf jeden Fall ist es ein magisches Ritual, das nur durch die Vermittlung eines Priesters zustande kommt und das die Gläubigen an die magische "Heils"-Institution Kirche bindet.

Jesus lehrt kein Brimborium

Jesus von Nazareth lehrte nichts dergleichen. Als Er mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl hielt, sprach Er zu ihnen über die innere Stärkung der Seele, für die die äußere Speise nur ein Symbol ist (vgl. Zitat unten). Er sprach zu ihnen über die innere Wandlung des Menschen, der den Geist der Wahrheit - symbolisiert durch das Blut, das den ganzen Körper durchdringt - in sich aufnimmt und in seinem Leben umsetzt. Dadurch wird sein Leben vom Geist Christi durchdrungen. Die Kirche hat daraus eine äußere Wandlung gemacht, weil sie von der inneren, die Jesus lehrte, nichts weiß oder nichts wissen will.

Jesus von Nazareth setzte weder Priester ein, noch befürwortete Er äußeres Brimborium wie rituelle Geräte, zeremonielle Gewänder, Weihwasser, Weihrauch und vieles mehr. Er lehrte Seine Jünger, dass der Geist Gottes ganz ohne magische Rituale in allem wohnt, auch in der Nahrung, und dass sie die Nahrung dankbar aufnehmen sollen.

Inhalt Ausgabe 15/00
Hauptseite
Archiv - alle früheren Ausgaben
Suchen
Abo-Service
Impressum
Post an uns

 
Christus selbst erklärt in Seiner Botschaft aus dem All "Das ist Mein Wort"

Was geschah wirklich beim letzten Abendmahl?

"Als Jesus von Nazareth betete Ich viel zu Gott, Meinem Vater, und hielt mit Ihm Zwiesprache. Zu Ihm, dem Ewigen, betete Ich um den Segen für das letzte Abendmahl mit den Meinen.
Sinngemäß sprach Ich zu ihnen: Was Ich jetzt tue, das tut weiterhin zu Meinem Gedenken. Die Speise ist für den Leib. Ich reiche sie euch als Symbol für die innere Stärkung.
Erkennet: Mein Leib wird hingegeben, auf dass ihr das ewige Leben erlangt. Lasst euren Leib zu einem Tempel Gottes werden, auf dass der Geist in euch und durch euch zu wirken vermag. Durch die Auferstehung Meines geistigen Leibes werdet auch ihr auferstehen, denn der Christus Gottes, der zum Vater geht, ist der Geist der Wahrheit in Gott. Der Geist der Wahrheit wird euren geistigen Leib reinigen, und das Licht der Welt, das Ich Bin, wird in und durch euch leuchten. Denn durch Meine Auferstehung Bin Ich das Licht in euch und die Reinigung eurer Seele. Wer an Mich glaubt und die Gesetze der Himmel erfüllt, wird durch Mich, den Christus, die Wiedergeburt in den Geist Meines Vaters erlangen.
Ich nahm den Wein, gab etwas Wasser hinzu und sprach sinngemäß: Was Ich euch jetzt sage, ist ein Symbol. Erkennet die Bedeutung - und denkt an Mich, wenn ihr speist und trinkt, denn in allem ist der Geist des Lebens, der Ich Bin.
Der Wein ist das Symbol für Mein Blut, das Ich für alle Seelen und Menschen vergießen werde. Der Geist der Seele muss wieder von Seele und Mensch erweckt, das heißt in das irdische Leben gebracht werden. Wer den Geist der Wahrheit - als Symbol: Mein Blut - nicht an- und aufnimmt, dessen Seele kann nicht in die Ewigkeit zurückkehren, weil sie nicht in der absoluten Wahrheit lebt. Die Seele bleibt so lange außerhalb der Himmel, bis sie Mich, das Licht der Welt, ihren Erlöser, an- und aufgenommen hat. Wer also Mich, seinen Erlöser, den Mitregenten der Himmel, nicht an- und aufnimmt, der wird nicht die absolute Vollkommenheit erlangen.
Erkennet: Wer Mich nicht an- und aufnimmt, der nimmt auch nicht den Vater an und auf - denn der Vater und Ich sind eins.
Dieses symbolische Geschehen habe Ich als Jesus von Nazareth unter den Meinen vollzogen, um ihnen zu erklären, dass das Leben, der Geist Gottes, als Substanz und Kraft in allen Formen des Lebens ist, sowohl in der Nahrung als auch in dem Getränk. Denn Ich schied hin für alle Seelen und Menschen, auf dass sie die Auferstehung erlangen. Ihr sollt beim Mahl einzig Meiner gedenken und bei allem, was ihr vollbringt. Denn was ihr wahrlich in Meinem Namen tut, ist wohl getan."
Aus: Das ist Mein Wort, Alpha und Omega, das Evangelium Jesu, die Christusoffenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen, http://www.das-wort.com/deutsch/, S. 827 ff. [Zurück]

 

Wie kam es zur Verfälschung?

Die ersten Christen feierten kein rituelles Abendmahl, sondern sie brachen gemeinsam das Brot; sie hielten ein "Liebesmahl" (griech. agape), also ein feierliches gemeinsames Abendessen in Stille und Besinnung. Paulus regte später an, man solle zu Hause essen und im Versammlungsraum nur eine symbolische Feier abhalten. Um das Jahr 150 wurde diese dann auf den Vormittag verlegt. Noch einmal 100 Jahre dauerte es, bis sich die Vorstellung der Eucharistie als "Sühneopfer" herausgebildet hatte (vgl. Karlheinz Deschner, Abermals krähte der Hahn, 1972, S. 270 ff.). Und erst weitere 1.000 Jahre später, im Jahr 1215, wurde die Lehre von der angeblich realen Verwandlung von Brot und Wein (die sog. "Transsubstantiation") zum katholischen Dogma erhoben.


Seitenanfang

Dieser Artikel ist auch auf Spanisch erschienen: Lesen Sie hier


Der Inhaltsverzeichnis der Serie über die Praktiken der Kirche finden Sie hier



Copyright © Verlag DAS WEISSE PFERD GmbH, Marktheidenfeld, Germany

http://www.das-weisse-pferd.com
- E-Mail: info@das-weisse-pferd.com

Verlag »Das Weisse Pferd«, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld-Altfeld,
Tel. 09391 / 504 - 207, Fax - 210
 

Hit Counter