Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 16/00

abstand.gif (36 Byte)

Der Hammer des Monats zum Thema "Kirche und Geld"

Wollen Sie uns für dumm verkaufen, Herr Deimer?

Eine neue Einnahmequelle will er den Not leidenden Städten erschließen, der Vizepräsident des Deutschen Städtetages und Landshuter Oberbürgermeister Josef Deimer. Dagegen wäre an sich noch nichts zu sagen. Doch welche?

"Ich plädiere dafür, dass Bürger, die aus der Kirche austreten und keine Kirchensteuer mehr zahlen, eine gesetzlich vorgeschriebene Kultur- und Sozialsteuer in gleicher Höhe leisten müssen", so Josef Deimer gegenüber Focus. "Es kann nicht sein, dass sich einige aus den kirchlichen Gemeinschaften davonstehlen, gleichzeitig aber deren Kliniken oder Kindergärten wie selbstverständlich in Anspruch nehmen."
Weiß Herr Deimer nicht, dass von den Kirchensteuern nicht einmal acht Prozent in öffentlich-soziale Einrichtungen fließen? Und dass die viel gerühmten kirchlichen Sozialeinrichtungen zu über 90 Prozent vom Staat und den jeweiligen Nutzern bezahlt werden? Dass überdies der Staat den Großkirchen zusätzlich Subventionen in Höhe von etwa 17 Milliarden Mark jährlich zahlt? Weiß er es nicht? Oder will er die Bürger bewusst für dumm verkaufen?

Eine neue Einnahmequelle? Wie wäre es damit, dass der Staat sämtliche Subventionen an die Kirchen einstellt? Wenn die Kirchen dann ihren geringen Eigenanteil an der Finanzierung ihrer eigenen Kindergärten einstellt, könnte der Staat diese Sozialeinrichtung dank der eingesparten Subventionen leicht selbst übernehmen. Er hat sie ja sowieso schon weitgehend finanziert. Und er könnte zudem weitere Kindergärten eröffnen.

Inhalt Ausgabe 16/00Hauptseite
Archiv - alle früheren AusgabenSuchen
Abo-ServiceImpressum
Post an uns



Copyright © Verlag DAS WEISSE PFERD GmbH, Marktheidenfeld, Germany

http://www.das-weisse-pferd.com
- E-Mail: info@das-weisse-pferd.com

Verlag »Das Weisse Pferd«, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld-Altfeld,
Tel. 09391 / 504 - 207, Fax - 210
 

Hit Counter