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Die
Praktiken der Kirche (6):
Kirchliches
Beerdigungsritual - unterschwellige Ängste
Von der Wiege bis zur
Bahre, so das Motto unserer Serie*, ist der
Kirchenangehörige eingebunden in Praktiken, die ihn an die Institution
Kirche binden - bis über den Tod hinaus. Denn gerade der Schlusspunkt,
die Beerdigung, spielt hier eine Schlüsselrolle.
Im Katholischen Katechismus kommt deutlich der
Besitzanspruch der Institution an den ihr zugehörigen Menschen zum
Ausdruck: "Die Kirche, die den Christen während seiner Pilgerschaft
auf Erden als Mutter sakramental in ihrem Schoss getragen hat, begleitet
ihn am Ende seines Weges, um ihn ‘den Händen des Vaters zu übergeben’"
(Nr. 1683).
Nun könnte man sagen: Der Verstorbene bekommt es eh
nicht mehr mit, was mit ihm geschieht. Doch das ist ein Irrtum. Wer an
die Existenz einer unsterblichen Seele glaubt, muss davon ausgehen, dass
die Seele des Verstorbenen die Beerdigungszeremonie sehr wohl verfolgt.
Und als Mensch hat sie bereits viele Beerdigungen erlebt: schwarze
Kleidung, weinende Angehörige, Erde, die auf den Sarg poltert ... und
den feierlich gewandeten Pfarrer, der tröstende Worte spricht.
Doch trösten die Worte wirklich? Zu häufig ist vom
"Geheimnis Gottes" die Rede, von "unerforschlichen Ratschlüssen", wo es
doch in Wirklichkeit menschliche Wege und Entscheidungen sind, die über
Inkarnationen hinweg bestimmte Schicksale hervorrufen. Wo die
unsterbliche Seele herkommt, wo sie hingeht; dass sie nach dem Tod in
dem Bewusstsein weiterlebt, in dem der Mensch gelebt hat - all dies
bleibt bei einer Beerdigung unerwähnt. Stattdessen wird die Vorstellung
genährt, die Seelen würden gleichsam auf ihren Gräbern sitzen bleiben,
bis das "Jüngste Gericht" anbreche. Wie
viele Seelen werden wohl tatsächlich solches tun und im Diesseits
warten, statt ihren Weg in die jenseitige Welt anzutreten, dorthin, wo
sie entsprechend ihrem Bewusstseinsstand hingehören? Von der Seele, die
den Körper gerade verlassen hat und möglicherweise nach Orientierung
sucht, ist ohnehin kaum die Rede. Stattdessen werden Blumen auf den Sarg
geworfen, in dem nur noch die äußere Hülle dieser Seele liegt. Ist
die Materie wichtiger als der Geist?
Die eigentliche psychologische "Meisterleistung"
der Kirche liegt jedoch in dem, was bei einer Beerdigung nicht
ausgesprochen wird. Wenn die Seele durch den Priester "in Gottes Hände"
gegeben wird, so liegt darin ganz subtil auch die Unsicherheit, die
Angst, was mit ihr geschieht: Der "Gott" der Kirche kann diese
Seele schließlich auch in die ewige Verdammnis, in die Hölle schicken.
Vor allem dann, wenn der Mensch aus der Kirche ausgetreten ist. Man
weiß ja nie ... Diese kaum erwähnte, aber im Unterbewusstsein
gegenwärtige Drohung führt dazu, dass viele Menschen trotz ihrer
erheblichen Zweifel am Gebaren der Kirche und ihren Dogmen nicht aus ihr
austreten - und dass so mancher kurz vor dem Tod sogar wieder eintritt.
Über Jahrhunderte galt es als das größte Unglück, das einem Menschen
und seiner Familie geschehen konnte, dass er ohne Pfarrer außerhalb des
Friedhofs verscharrt wurde wie gemeine Verbrecher oder Ketzer.
Was lehrte Jesus
von Nazareth?
Der Nazarener gründete keine Kirche und lehrte kein
Beerdigungsritual. "Lass die Toten ihre Toten begraben, Du aber komm
und folge Mir nach!" - in diesem Wort wird deutlich, dass Er den
Menschen zeigte, wie sie richtig leben können, so dass sie nicht zu
geistig Toten werden und der irdische Tod seinen Schrecken allmählich
verliert. Jesus sprach auch vom Gott der Liebe - eine ewige Verdammnis
lehrte Er nicht.
Die ersten Christen veranstalteten keine traurigen Beerdigungen. Sie
wussten, dass übertriebene Trauerbekundungen die Seele möglicherweise
von ihrem Weg abhalten können. Sie trugen helle Gewänder und freuten
sich, dass die Seele eines geliebten Menschen ihren Weg zu Gott in einer
anderen Sphäre fortsetzen konnte.
Wer weiß, dass die Bindung an eine Institution Kirche
auch über den Tod hinaus besteht und in den jenseitigen Sphären
eingefordert werden kann, der befolgt den Rat der Bibel: "Tretet aus
von ihr, mein Volk." Und seine Angehörigen werden vielfältige
Möglichkeiten finden, eine Bestattung in einem würdigen Rahmen selbst
zu gestalten.
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Was ist der "Jüngste Tag"?
Der "Jüngste Tag" der Seele ist nicht
die Todesstunde des Menschen, auch nicht eine vorbestimmte Zeit,
sondern er ist das Erwachen der Seele zum Göttlichen und das
Eingehen in höhere, lichtere Lebensbereiche, bis hin zum
Vater-Mutter-Gott, der das absolute Leben ist.
Alle Menschen, Seelen und Wesen, auch Ich, Christus, der Erlöser,
sind Kinder des ewigen Lebens. Als Gottes Sohn und als der
Erlöser Bin Ich das allgegenwärtige Leben in Gott, Meinem Vater.
Durch Seine Kraft führe Ich jede Seele in das Einheitsbewusstsein
mit und in Gott, in das ewige Leben.
Aus: "Das ist Mein Wort", Kap. 30, 7;
13,00 €, zu bestellen beim Verlag DAS WORT, Max-Braun-Straße 4,
97828 Altfeld, Tel. 09391/504-135, Fax -133,
http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s007de&type=desc&rtopic=botschaftausdemall |
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"Tut nicht wie jene, die ihre Kleider zerreißen ..."
Die Bibel gibt nur zum Teil das wieder, was
Jesus von Nazareth wirklich gelehrt hat. Vieles wurde
hinzugefügt, falsch übersetzt - oder einfach weggelassen. Wie
die folgende Stelle aus der Bergpredigt im Evangelium Jesu, die
in der Botschaft aus dem All mit dem Titel Das ist Mein Wort abgedruckt ist und
die dort anschließend von Christus durch das Prophetische Wort
vertieft wird:
"Ebenso solltet ihr tun, wenn ihr klagt um
die Toten und trauert, denn euer Verlust ist ihr Gewinn. Tut nicht
wie jene, die vor den Leuten trauern und laut klagen und ihre
Kleider zerreißen, auf dass die anderen ihre Trauer sähen. Denn
alle Seelen stehen in der Hand Gottes, und alle jene, welche Gutes
getan haben, werden ruhen mit ihren Vorfahren im Schoße des
Ewigen.
Betet lieber für ihre Ruhe und ihren Aufstieg und bedenket, dass
sie in dem Lande der Ruhe sind, das der Ewige für sie bereitet
hat, und gerechten Lohn für ihre Taten empfangen werden, und
murret nicht wie die Hoffnungslosen."
Christus erklärt,
berichtigt und vertieft das Wort des "Evangeliums
Jesu":
"Wer die Toten beklagt, ist noch fern vom
ewigen Leben, weil er den Tod als Ende des Lebens sieht. Er hat
die Auferstehung in Mir, dem Christus, noch nicht erlangt. Er
zählt zu den geistig Toten. Klagt nicht über eure Toten! Denn
wer den Verlust eines Menschen beklagt, der denkt nicht an den
Gewinn der Seele, die - sofern sie in Mir, dem Christus, gelebt
hat - in höhere Bewusstseinsbereiche des Lebens eingeht. Denn
wenn ihr Leben im Erdendasein in Gott war, so wird es auch in
einer anderen Daseinsform in Gott sein.
Erkennet: Das Zeitliche, das Leben im Körper, ist nicht das Leben
der Seele. Die Seele hat nur für einen kurzen Lebensabschnitt
Fleisch angenommen, um im Zeitlichen das zu bereinigen und zu
tilgen, was sie sich in verschiedenen Erdenkleidern auferlegt hat.
Die Erde ist nur als Durchgangsstation zu sehen, auf der die
Seelen im Erdenkleid in Kürze das bereinigen, was sie jenseits
der Bewusstseinsschleier - auch Nebelwände genannt - nicht so
rasch bewältigen können.
Wenn eine Seele ihr irdisches Kleid verlässt, so beweint der
Mensch nur das Kleid der Seele und denkt dabei nicht an die Seele,
die dem Kleide entschlüpft ist.
Eine lichte Seele wird nach Ablegen ihres irdischen Körpers von
lichten, für den Menschen unsichtbaren Wesen in jene
Bewusstseinsebene geleitet, die dem Denken und Leben des Menschen
entspricht, in dem diese Seele einverleibt war.
Erkennet: Jede Seele, die den Körper verlassen
hat, zieht es noch einige Zeit hin zu den Menschen, mit denen sie
als Mensch zusammengelebt hat. Muss sie erfahren, dass ihre
ehemaligen irdischen Anverwandten ihre Hülle betrauern, so ist
das für die Seele sehr schmerzlich. Die noch erdnahe Seele
erkennt sehr wohl, weshalb ihre Anverwandten nur ihre menschliche
Hülle beklagen und warum sie als Seele von den Trauernden nicht
beachtet wird. Eine Seele, die das erkennen muss, empfindet dabei
den ersten tiefen Seelenschmerz nach dem Ablegen des physischen
Leibes; denn sie erfährt, weshalb der Mensch trauert und nicht
ihrer in Liebe und Verbundenheit gedenkt. Sie schaut dabei so
manchen eigennützigen Gedanken ihrer ehemaligen irdischen
Anverwandten. ... Ich rege euch zum Nachdenken an: Klagt ihr, wenn
sich die Schlange häutet, wenn sie ihre Haut zurücklässt und
weiter kriecht?"
Dies sind Auszüge. Der ausführliche Text steht
in der Botschaft aus dem All
Das ist Mein Wort auf den
Seiten
333 ff., 13,00 €,
Verlag DAS WORT, Altfeld,
www.das-wort.com/deutsch/ |
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