Der Leser schreibt: "Nicht alles, was aus anderen
Kulturen kommt, muss schädlich für uns sein. Jesus Christus und seine
Lehre wird zwar immer als typisch abendländisch beschworen, kommt aber
ursprünglich aus dem Mittleren Osten, einer Kultur, die völlig anders
ist als unsere. Zu Recht würde man sagen, dass seine Botschaft nicht
kulturell begrenzt, sondern universell ist.
Das Anliegen von Maharishi Mahesh Yogi ist es, den universellen Aspekt
des Ayurveda und der damit verbundenen Bewusstseinstechnologien, wie z.
B. Transzendentale Meditation - TM - zur Anwendung zu bringen ...
Was die TM betrifft, so sollte berücksichtigt werden, dass nicht alle
Mantra-Meditations-Formen dasselbe sind. In der TM wird das Mantra nicht
dazu benutzt, um andere Bewusstseinsinhalte zu ‘überkleistern’. Man
wehrt sich z. B. nicht gegen Gefühle oder Gedanken und nicht dagegen,
dass das Mantra während der Meditation verschwindet. Im Gegenteil - es
soll verschwinden, d. h. transzendiert werden und der lebendigen
Erfahrung des inneren Wesenskerns des Meditierenden Platz machen. TM
auszuüben bedeutet, die Aktivität des Mantradenkens immer mehr zu
reduzieren, bis das Mantra als Objekt der Wahrnehmung überschritten, d.
h. transzendiert wird und nur noch das reine, universelle Bewusstsein,
der Denker an sich, das Ich übrig bleibt und sich seiner selbst bewusst
wird.
[Dadurch erhalten] Körper und Geist die Gelegenheit, sich spontan von
traumatischem Material zu befreien und zu heilen. Das hat nichts mit
‘Überkleistern’ der Seele durch das Mantra zu tun. Ganz im Gegenteil,
man wird sich seiner Seele bewusst und daraus resultieren die oft
dramatischen Heilwirkungen. (Der Körper kann nur heilen, wenn der Geist
geläutert wird)."
N. W. aus A.
Wir glauben: Eine
Ganzheitsheilung ist nur durch aktive Arbeit an uns selbst möglich.
Belastet haben wir unsere Seele durch Verstöße gegen das Gesetz der
selbstlosen Liebe, indem wir z. B. unserem Nächsten oder der Natur durch
unser Fehlverhalten Leid zugefügt haben. Von diesen Belastungen können
wir nur frei werden, indem wir unsere Lieblosigkeit erkennen, bereuen,
den Nächsten um Vergebung bitten, selber vergeben, wieder gutmachen,
soweit dies noch möglich ist, und sodann das Fehlverhalten nicht mehr
tun. Das bedeutet zugleich, sich ein neues, positives Programm
vorzugeben, eine Gesetzmäßigkeit aus den Geboten Gottes. Dann kann
Christus unsere Negativenergie umwandeln in positive innere Kraft.
Wir glauben nicht, dass ein wie auch immer gearteter innerer
"Ruhezustand" die Seele "spontan von traumatischem Material befreien und
heilen" kann. Wir glauben auch nicht, dass das "Transzendieren" eines
Mantras der "lebendigen Erfahrung des inneren Wesenskerns" Platz macht.
Der Meditierende taucht womöglich in eine Schicht ein, wo er vom
Energiefeld des "Meisters" beeinflusst wird.
Wir glauben, dass, wer aktiv gesündigt hat, auch aktiv daran arbeiten
muss, die Sünde zu beheben.
Dabei hilft uns der Geist des Christus in uns. Christus hat jeder Seele
und jedem Menschen einen Teil Seines göttlichen Erbes übertragen, den
Erlöserfunken, als stützende und helfende Kraft in uns. Dadurch ist eine
Rückentwicklung bzw. eine Auflösung der Schöpfung nicht mehr möglich.
Wir glauben, dass das Wort Jesu, des Christus: "Ich Bin der Weg, die
Wahrheit und das Leben" Wahrheit ist. Das bedeutet: Man kann auf manchen
Wegen unterschiedlich weit kommen. Doch irgendwann wird jede Seele
Christus als Erlöser und Mitregenten der Schöpfung anerkennen und so den
Erlöserfunken in die große All-Einheit zurückbringen. Deshalb sprach
Jesus, der Christus: "Keiner kommt zum Vater denn durch Mich."