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Der
Verrat an den Tieren rächt sich
Der Wahnsinn
bei Rindern und Menschen
Plötzlich
war alles ganz anders: Nicht mehr Bundeskanzler und Minister bestimmten die
Richtlinien der Politik - sondern eine Kuh aus Schleswig-Holstein. Durch dieses
Tier wurde die kollektive Verdrängung durchbrochen, dass nicht nur
Großbritannien, sondern ganz Europa massiv von einer Seuche bedroht ist, die den
Namen "Rinderwahnsinn"
trägt.
Der Verzehr von Fleisch kannte keine Grenze. Die
unersättliche Gaumenlust des Menschen verlangte nach immer mehr und immer
billigerem Fleisch. Das war nur durch die so genannte Massentierhaltung möglich.
Doch diese industrielle Tierhaltung gleicht Folterkammern, in denen die Tiere
auf engstem Raum gefangen waren, z. T. ohne Tageslicht. Nur mit Antibiotika und
Psychopharmaka gab es ein Überleben, wobei 20 % bereits in den Ställen
verendeten. Die furchtbare Enge führte dazu, dass sich die Tiere blutig hackten
oder bissen: Schafmütter bissen ihren Lämmern die Schwänze ab, Schweine
bissen einander die Ohren ab und Hühner rissen einander die Federn aus. Um dies
zu unterbinden, brannte man ihnen die Schnäbel ab oder brach Schweinen die
Zähne aus.
Um die "Produktion" dieser Folteropfer des Menschen weiter zu
verbilligen, gab man den Tieren statt des teureren Getreides so genanntes
Tiermehl. Es wurde gewonnen aus dem Abfall der Schlachthöfe - aus Kadavern
kranker Tiere, Kadavern aus Tierarztpraxen, Kadavern aus Versuchslabors, denen
man z. B. Krebszellen injiziert hatte, aus eingeschläferten Hunden und Katzen
und aus unverkäuflichen Schlachtresten. Auch gestrandete Pottwale voll von PCB,
die eigentlich als Sondermüll zu entsorgen gewesen wären - alles landete in
den Futterkrippen der Tiere ... und natürlich auf den Tellern der Menschen.
Als die Rinder, die sich von Natur aus ausschließlich von Pflanzen ernähren,
gezwungen wurden, ihre kranken und toten Artgenossen zu verzehren, wurden sie
krank. Mitte der achtziger Jahre starben in Großbritannien die ersten Rinder.
In der Folgezeit stieg die Zahl der - nachgewiesenermaßen - an BSE erkrankten
Tiere auf 180.000; Fachleute schätzen, dass in ganz Europa etwa 800.000
unerkannt in den Nahrungskreislauf gelangt sind. Auch BSE-erkrankte Rinder, die
man schlachtete, wurden wiederum zu Tiermehl verarbeitet und weiterverfüttert.
Mitte der neunziger Jahre war es dann nicht mehr zu verheimlichen: Die Krankheit
gefährdet nicht nur die Tiere, sondern auch den Menschen. In Großbritannien sind
inzwischen knapp hundert Menschen an der Rinderseuche (besser "Menschenseuche")
gestorben. Experten halten es für möglich, dass es hundert- oder
zweihunderttausend werden. Denn die Inkubationszeit, d. h. der Zeitraum zwischen
Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit, kann 15, 20 oder auch 30 Jahre
betragen.
Die
Kirche als Erlaubnisgeber
Noah
hatte in seine Arche auch die Tiere aufgenommen, damit sie nach der Sintflut die
Erde wieder beleben und bewohnen könnten. Doch liest man in der Bibel weiter,
dann kann man erschrecken. Denn kaum, dass das Land wieder trocken war, wird von
Noah berichtet: Er beginnt, die Tiere hinzurichten "zum lieblichen Geruch für den Herrn". Wie ist das möglich - eben erst
gerettet und schon geschlachtet? Das ist die Handschrift der Priester, die die
Bibel so verändert haben, wie sie es wollten, so wie sie Mose unzählige Mord-
und Völkermordvorschriften unterstellt und in Mund gelegt haben. Das ist nicht
die Sprache Gottes, das ist die Sprache des Gottes der Unterwelt.
Auf einem Mosaik in der Markuskirche von Venedig ist Noah dargestellt, wie er
die Taube ins Feuer wirft. Die Priester haben später die Vorschrift erlassen,
der Taube vorher den Kopf umzudrehen. In der Sixtinischen Kapelle in Rom ziert
ein Gemälde von Michelangelo die Wand, wo Lämmer umgebracht werden. Das ist
die Tradition der Priester, die Tieropfer fordern, angeblich, um Gott zu
versöhnen. Gleichzeitig sagt die Kirche bis heute, dass die Vorschriften des
Alten Testaments das reine Wort Gottes sei. Durch die Propheten hat Gott jedoch
gesagt, dass Tieropfer Ihm ein Gräuel seien.
Die Kirchen haben sich an das Wort Gottes nicht gehalten. Sie setzten die
Tradition der heidnischen Mysterienreligionen fort, in denen Tieropfer und
Fleischverzehr zum Kult und Ritual gehörten.
Auch im Neuen Testament. Da heißt es bei Paulus: "Alles, was
auf dem Fleischmarkt angeboten wird, das esset." Und im katholischen Katechismus
von heute steht: "Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des
Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich
der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. ...
Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen
sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu retten"
(Nr. 2417, Katholischer Katechismus).
Im evangelischen Katechismus werden die Tiere als "nonpersonale
Kreaturen" bezeichnet. So spricht der Gott der Unterwelt, nicht der Gott
Abrahams, Moses und Jakobs.
Die Metzger berufen sich in ihrer Arbeit bis heute auf die Kirche. Sie führten
die Tradition des Schlachtens fort, welche die Priester im Auftrag ihres Gottes
im AT begründet haben. Und eines der Zunftsymbole der Metzger ist auch das "Osterlamm"
mit der kirchlichen Auferstehungsfahne, neben dem Rinderkopf und dem
Hackebeil.
Christus
beendet das Leid der Tiere
Doch: Christus selbst hat durch das Prophetische Wort in
unserer Zeit diese Irrlehre aufgedeckt. Er sagte:
»Seid rücksichtsvoll, gütig, mitfühlend und freundlich nicht allein mit
euresgleichen, sondern auch mit aller Kreatur, die in eurer Obhut ist. Denn ihr
seid für sie wie Götter, zu denen sie aufblicken in ihrer Not. Schlachtet nie
ein Tier für euren persönlichen Gebrauch.
Sehet, die Natur, das Leben der Schöpfung, sorgt für euch. Die Früchte des
Feldes und der Gärten sollen euch genügen.«
(Aus: Das ist Mein Wort, Verlag DAS WORT, 09391/504-135
http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s007de&type=desc&rtopic=botschaftausdemall)
Zugleich hat der Gottesgeist ein Werk der Nächstenliebe an Natur
und Tieren angeregt, in dem Menschen wieder zu Freunden der Tiere und der
Natur werden. Dieses Werk hat im Kleinen bereits begonnen.
Wir Menschen haben also die Möglichkeit zur Umkehr, entweder
durch Erkenntnis und Einsicht oder in Ansehung der herannahenden Wirkungen.
Vielleicht verhilft ja auch die Angst vor BSE dazu, umzudenken und Gier und
Gaumenlust zu überdenken. Denn der Wahnsinn, der vom menschlichen Gehirn
ausging, kehrt offensichtlich zu eben diesem Organ zurück.
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