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Genetische Doubles Klone unter uns - »näher als du denkst« Stirbt ein Mensch, wird sein Körper identisch nachgezüchtet. Erkrankt ein Organ, bestellt man es sich neu. Was noch vor kurzem wie Science-fiction klang, kann schon sehr bald Realität sein. Näher als wir denken soll uns die Zukunft sein, in welcher der Hollywood-Film
The 6th Day (= Der 6. Tag) spielt. »Näher als du denkst«, diese Worte sind zu Beginn des Films eingeblendet, dessen Titel auf die Schöpfungsgeschichte der Bibel zurückgeht: »Gott schuf also den Menschen als sein Ebenbild und Er schuf sie als Mann und Frau. Und Gott sah alles an, was Er gemacht hatte: Es war sehr gut. Es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag«
(Genesis 1, 27.31). Wenn das »Ebenbild« Gottes nun anfängt, sich selbst zu klonen, würde es dann nicht selbst zu seinem Schöpfer? Was kommt hier auf uns zu? Im Film appelliert der Geschäftsmann Michael Drucker an das Mitgefühl seiner Zuhörer: »Jetzt nehmen wir einmal an«, so
Drucker, »ein 10jähriger Junge liegt im Krankenhaus und hat Leberkrebs«. Dank der Leistung der Ärzte »können wir diesen Jungen retten, durch das Klonen der Leber. Und gleich daneben liegt noch ein 10jähriger Junge, dessen Eltern ihn genau so sehr lieben. Doch leidet er an einem irreparablen Gehirntumor. Doch Fakt ist: Ein Gehirn kann man nicht klonen. Er wäre nur zu retten, wenn man ihn komplett klonen würde. Und jetzt machen Sie seinen Eltern mal klar, dass der erste Junge weiterleben wird, aber bei ihrem Jungen dürfen wir die Forschung nicht anwenden, wegen eines Gesetzes, das vor zehn Jahren von ängstlichen Politikern in Kraft gesetzt wurde.« Mit Dolly fing es an
Der Wunsch, den Tod zu besiegen Die Befürworter des vollständigen Klonens von Menschen gehen in ihrer Argumentation deshalb über das scheinbare Heilen von Krankheiten hinaus. Sie wollen den Tod besiegen. Manche Klon-Wissenschaftler wie der »gläubige Christ« Dr. Richard Seed aus den USA beziehen auch die Bibel mit ein, wo es z. B. in der Offenbarung des Sehers Johannes heißt: »Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde ... Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal«
(Bibel, Offenbarung 21,1-4). Dr. Seed rechtfertigt das Klonen mit den Worten: »Gott wollte, dass der Mensch mit Ihm eins wird.« Doch bedeutet dies, dass der Mensch wie Gott zum Schöpfer werden soll? Und selbst, wenn er diesem Ziel ein Stück weit näher kommen könnte - die Fähigkeiten des Menschen sind auf die materielle Welt und die materiellen Körper begrenzt. Alles Leben jedoch ist beseelt und an den Seelen von Menschen und Tieren, die in den Körpern inkarniert sind, kann kein Wissenschaftler herumoperieren. Fleißig klonen trotz Verbot? Nach verschiedenen Presseberichten stoppte die US-Regierung bereits 1993 einen Versuch, einen Menschen zu klonen. Im Jahr 1999 soll dies in Korea gelungen sein, doch die Forscher haben den Vorgang angeblich abgebrochen. Und im Oktober verkündete eine französische Ärztin in Kanada, ein durch einen Arztfehler verstorbenes zehn Monate altes Mädchen werde in den nächsten Monaten ins Leben zurückgeklont. »Stellen Sie sich die Augen der glücklichen Eltern vor, die ihr Kind zurückbekommen!«, hieß es in der Ankündigung des Klon-Vorgangs. Die teilweise ungläubig kommentierte Aktion sei kein Bluff, wie der Klon-Pionier Prof. Dr. Lee Silver (Das geklonte Paradies) andeutete. Den Leuten werde es gelingen, sich »das Know-how zu beschaffen«. Demnach ist das »Know how« also vorhanden und die Ärztin kündigt auf ihrer »Clonaid«-Internetseite (= Klonhilfe) bereits als nächsten Schritt das Klonen von erwachsenen Menschen an, ohne dass der lange Weg über Embryo, Kindheit und Jugend durchlaufen werden muss. Im Film The 6th Day ist dies schon Realität und ein Mann wird dort plötzlich mit seinem heimlich geklonten Doppelgänger konfrontiert. Der Film - Vorbereitung fürs Volk? In Filmen wird oftmals vorweggenommen, was hinter den Kulissen bereits herangereift ist. Auf diese Weise soll die Öffentlichkeit auch auf die neue Realität eingestimmt werden. Zwar gewinnt im Film am Ende der »Held«, der die Menschen-Kloner bekämpft, doch bei der Premiere von
The 6th Day in Los Angeles im Jahr 2000 gab es eine Überraschung: Der Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger befürwortete auf der Pressekonferenz - anders als der Held in der Filmrolle - das Klonen von Menschen. Was Schwarzenegger ausspricht, gehört auch zu den unterschwelligen Botschaften des Films: Eine weitere Frage ergibt sich aus den »fremden« Gefühlen der sterbenden Frau: Welche Seele wäre in einem Klon
inkarniert? Ist das »Original« bereits verstorben, könnte es dieselbe Seele sein, die sich im Klon erneut einverleiben würde. Es könnte allerdings auch eine andere Seele sein. Existieren nun Original und Klon nebeneinander, kann es sicher nicht dieselbe Seele sein. Doch wer wäre es dann? Eine andere Seele? Ein steuerbares Wesen? Vielleicht ist der Klon gar kein 100%iger Klon. Die Wissenschaftler könnten ihm »Verbesserungen« oder - im Gegenteil - genetische Defekte eingebaut haben, die das Original nicht hat. Seelen kann man nicht klonen Aus all dem ergibt sich: Menschen können zwar Körper von Tieren und Menschen klonen, doch niemals Seelen - und diese sind maßgeblich. Kann die inkarnierte Seele eines Menschen nicht mehr mit ihren gespeicherten Gedanken und Empfindungen ihren Körper formen, weil Genetiker und Klontechniker die Herrschaft über den Körper an sich gerissen haben, wird diese Seele um die Chance ihres Erdenlebens gebracht - nämlich sich in Freude und Leid selbst zu erkennen und das Negative, das sich auch am Körper bemerkbar macht, zu bereinigen und nicht mehr zu tun. Doch wer dieses positive Ziel anstrebt, der darf auch der Hilfe Gottes vertrauen. In dem Buch
Sein Auge erklärt dazu eine Frau namens Gabriele, die in der
Glaubensgemeinschaft Universelles Leben als Prophetin und Botschafterin Gottes
gilt: »Gott, der Ewige, sprach sinngemäß: ´Ich mache alles neu, einen neuen Himmel und eine neue Erde.` Das heißt, Gott stellt wieder Seine ewige Ordnung her, Seine ewige Seins-Schöpfung. Da die wenigsten Menschen die Gesetze Gottes erfüllen, ist ihr Blick für die Wahrheit getrübt. Sie glauben, die Wissenschaftler könnten die Retter der Erde sein; denn diese machen der Menschheit weis, die Krankheiten durch z. B. Gentherapie beheben zu können und eine neue Atmosphäre, neue Tiere und eine neue Natur zu schaffen - nicht zuletzt auch einen neuen Menschen«
(S. 183). Literatur zum Weiterlesen:
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