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Göttliche
Prinzipien
In Bethlehem nahm das Urchristentum
seinen Anfang
Seine Prinzipien lauten: Gleichheit, Freiheit, Einheit, Brüderlichkeit und aus all dem folgend: Gerechtigkeit. Diese hohen Ideale der Menschheit sind zugleich göttliche Prinzipien. Was ist aus ihnen in den letzten 2000 Jahren geworden?
Gleichheit
Die Urchristen waren und sind sich bewusst, dass wir alle einen Vater haben, Gott, unseren Vater im Himmel. Dann aber sind alle Menschen Brüder und Schwestern. Und nicht nur das: Jeder trägt in seiner Seele den göttlichen Lebensfunken, die Essenz der Unendlichkeit. Jesus von Nazareth sagte dazu: »Ich und der Vater sind Eins.« Wenn alle Menschen dieses göttliche Erbe in sich tragen, dann sind in Gott alle gleich. Diese Gleichheit hat auch Jesus von Nazareth vorgelebt und gelehrt. Er kam zu Bethlehem in ärmlichen Verhältnissen zur Welt und verdiente Seinen Lebensunterhalt als schlichter Zimmermann. Er machte keinen Unterschied zwischen Höhergestellten und Untergebenen. Von der Priesterkaste hielt Er nichts und bezüglich der staatlichen Obrigkeit sagte Er: »Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist.«
Was ist aus dieser Gleichheit des Menschheitslehrers Jesus geworden? Für die frühen Christen war sie noch Vorbild, doch als Kaiser Konstantin Anfang des 4. Jahrhunderts das Christentum zur Staatsreligion erhob, wurde aus dem Urchristentum das
Amts-Christentum, das sich selbst als Obrigkeit betrachtete, eine unsägliche Hierarchie errichtete, die eigenen Gläubigen unterjochte und Andersgläubige über Jahrhunderte hinweg ermordete.
Diese Ungleichbehandlung des Christentums machte im Abendland Schule. Es gab die Fürsten und das gemeine Volk, die Privilegierten und die Unterprivilegierten, deren Hauptfunktion darin bestand, für die Feudalherren jeglicher Couleur reichhaltige Pfründe zu erwirtschaften.
Doch trotz Unterdrückung und Ungleichbehandlung drang der göttliche Funke in der Geschichte der Menschheit immer wieder durch. Gleichbehandlung wurde zu einem Postulat der Menschenrechte – ansatzweise bereits in der englischen Magna Charta von 1215, triumphal in der Französischen Revolution von 1789 und später in den Verfassungen der europäischen Nationalstaaten bis hin zur Europäischen Menschenrechtskonvention von 1950 und dem Europäischen Grundrechtekatalog aus jüngster Zeit. Nicht selten stand die Gleichheit nur auf dem Papier: Jahrhunderte waren die Frauen Menschen zweiter Klasse; noch länger die Sklaven und die Schwarzen, von den Juden ganz zu schweigen. Die hehren Forderungen der Französischen Revolution hinderten die Europäer auch nicht daran, die Menschen in den Kolonien als Untermenschen zu behandeln, in Indien, in Afrika, in Südamerika und in China. Ende des 19. Jahrhunderts hatte das so genannte christliche Abendland de facto die Weltherrschaft erlangt, indem es die Gleichheit weltweit ignorierte.
Doch diese Idee war nicht totzukriegen. Die unterjochten Völker emanzipierten sich – meist in blutigen Aufständen – allmählich von der Vorherrschaft der abendländisch-christlichen Machthaber. Doch eine internationale Gleichheit lässt weiter auf sich warten. Im Zuge der Globalisierung erlitt sie sogar neue Rückschläge: Es entstand die »Dritte Welt« der »unterentwickelten Länder«, die jetzt nicht mehr durch Waffengewalt, sondern wirtschaftlich unterjocht wurde und wird: Die reichen Industriestaaten nutzen die Bodenschätze und die billigen Arbeitskräfte der armen Länder, schützen sich gegen Importe durch Zölle, um ihre eigenen Produkte ungeniert am Weltmarkt anzubieten.
Und wie sieht es im eigenen Land aus mit der Gleichheit? Wer viel leistet, mag besser verdienen als andere; aber müssen Vorstandsvorsitzende, wenn sie abgelöst werden, unbedingt 60 Millionen kassieren, während ihre Angestellten bei »betriebsbedingten Kündigungen« pro Arbeitsjahr mit ein paar Tausend Mark zufrieden sein müssen? Und was ist mit der Gleichheit ausländischer Mitbürger, die zum Teil seit vielen Jahren bei uns leben? Oder mit der Weltanschauung religiöser Minderheiten? Ausländer riskieren Diskriminierung, wenn sie die falsche Hautfarbe haben; und Urchristen, die sich auf den Nazarener und Lehrer der Nächstenliebe und Gleichheit berufen, werden auf Geheiß kirchlicher Institutionen wie Aussätzige behandelt.
Freiheit
Sie wird heute meist mit Beliebigkeit und Willkür verwechselt, nach dem Motto: Ich bin frei, wenn ich tun kann, was ich will. Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Macht es wirklich frei, wenn ich meinen Launen freien Lauf lasse, mit dem Nachbarn oder dem Ehepartner einen Streit vom Zaun breche, die Umwelt vergifte, oder mich selbst, indem ich meinen jeweiligen Trieben im Namen der Freiheit nachgebe?
Die Urchristen wussten und wissen, dass es um die Freiheit der Kinder Gottes geht, die um so freier werden, je mehr sie dem Christus Gottes nachfolgen, Seiner Bergpredigt und den Geboten Mose. Nur unser Ego begehrt mitunter dagegen auf; die unsterbliche Seele in uns jedoch atmet auf, wenn wir uns von egozentrischen Verstrickungen befreien – von Abhängigkeiten gegenüber unseren eigenen Leidenschaften, aber auch von Abhängigkeiten gegenüber Menschen. Gott ist ein Gott der Freiheit, der uns als freie Wesen geschaffen hat und nicht als Spielball von Ehrgeiz, Neid und Aggressionen.
Deshalb bricht auch die göttliche Idee der Freiheit, ähnlich wie die der Gleichheit, in der Geschichte der Menschheit und in der Biografie des Einzelnen immer wieder durch. In den Völkern kommt es zu Aufständen gegen Tyrannen, in den Familien zur Rebellion gegen Bevormundungen aller Art, vermeintliche und wirkliche; und in uns selbst meldet sich die Stimme des Gewissens und mahnt uns zur Umkehr, wenn wir uns im Labyrinth irdischer Unfreiheiten verirren.
Die Freiheit gilt ebenso wie die Gleichheit als unveräußerliches Menschenrecht und wird seit Jahrhunderten in Staatsverfassungen, Parteiprogrammen und Heilslehren verkündet. Mitunter gerät sie unter die Räder von Ideologien, die im Namen von Freiheit und Gleichheit irdisches Glück zwangsweise verordnen wollen. Das schlimmste Beispiel hierfür war der Kommunismus, der im Namen der Befreiung der Arbeiterklasse Millionen eben dieser Klasse verhungern und hinrichten ließ. Freiheit setzt ein Minimum an sozialer Sicherheit voraus. 40 Millionen Menschen auf dieser Erde haben jedes Jahr nur mehr die Freiheit, vor Hunger zu sterben. Und wie sieht es in unseren Städten aus, in den U-Bahn-Schächten und unter den Brücken, wo Obdachlose und »Gestrandete« nächtigen? Sind sie alle selber schuld, oder trifft die Gesellschaft eine Mitschuld, dass die Armut mitten in der Überflussgesellschaft ständig wächst?
Die Freiheit gewährleistet Armen und Reichen in gleicher Weise an der Börse zu spekulieren und unter den Brücken zu schlafen. Die Freiheit gewährleistet jedem, seine freie Meinung zu äußern, dem Zeitungszar in Leitartikeln, dem betroffenen Bürger in Leserbriefen. Die Freiheit gewährleistet Katholiken und Muslimen in gleicher Weise, ihre Religion auszuüben. Doch alle diese Beispiele zeigen, dass manche freier sind als andere. Freiheit setzt nicht nur ein Minimum an Lebenssicherheit, sondern auch Toleranz und gegenseitiges Wohlwollen voraus. Fehlt sie, wird sie zum Krieg aller gegen alle – Mobbing im Betrieb, Korruption in Wirtschaft und Politik und einem rücksichtslosen Wettbewerb in der Wissenschaft, auf Kosten menschlicher Embryonen, auf Kosten unzähliger Versuchstiere und wiederum auf Kosten der Menschen, z. B. der Aidskranken in Afrika, denen die
Pharma-Multis unter Berufung auf ihre Urheberrechte den Erwerb preiswerter Medikamente unmöglich machten. Die Freiheit, die nicht zugleich die Freiheit des Nächsten ist, kippt ständig in die Unfreiheit des Schwächeren um. Damit kommen wir zur nächsten urchristlichen Tugend.
Einheit
Die frühen Christen hatten noch ein ursprüngliches Gefühl für diese Tugend. Sie lebten in der Gemeinschaft und teilten ihre Habe. Es war ein und derselbe Geist, der sie erfüllte, der Geist des Christus Gottes, der in Jesus von Nazareth inkarniert war und heute wieder durch Prophetenmund zu den Menschen spricht:
Das Göttliche in deinem Nächsten und jede Kraft im Mineral, im Stein, in der Pflanze, im Tier, ist ein Baustein deines inneren Tempels, in welchem der All-Heilige wohnt.
Fehlt ein Baustein deines Tempels, dann bist du entweder mit Menschen oder mit Bereichen der Natur uneins. Dann ist auch dein Tempel unvollkommen, das bedeutet, dass du nicht im Gesetz Gottes und auch nicht das Gesetz Gottes bist. Dann kannst du auch das Allerheiligste in dir nicht betreten, um dort Wohnung zu nehmen ...
Bist du jedoch bereit, deinen inneren Tempel zu errichten, zu reinigen und auszubauen durch ein Leben in Gott, dann wirst du dich auch aufrichten und klar sehen.
Die Einheit mit dem göttlichen Sein setzt zunächst voraus, dass wir selbst zur Einheit werden, zur Einheit unserer Empfindungen, Gefühle, Gedanken, Worte und Handlungen. Erst wenn wir die eigenen Dissonanzen überwinden, bekommen wir ein Gespür für die Einheit aller Dinge, für den All-Geist, der alles durchströmt.
Vergegenwärtige ich mir das, bekommt meine Beziehung zu meinen Mitmenschen neue Dimensionen: Die in ihnen wohnenden Geistwesen sind von derselben Essenz wie ich, sie sind mit mir verwandt, von ein und demselben göttlichen Odem durchströmt. Mache ich sie mir zum Feind, verletze ich nicht nur sie, sondern zugleich mich selbst. Streit wird zur Selbstzerstörung. Das gilt nicht nur für die Einheit unter den Menschen, sondern auch für die Einheit zwischen Mensch und Tier. Die Barbarei der Massentierhaltung und -schlachtung, die Grausamkeiten der Jagd und die Quälerei in den Labors der Wissenschaftler sind nicht nur ein Verbrechen an unseren Mitgeschöpfen, sondern beschädigen zugleich uns selbst. »Der Mord an den Tieren ist der Tod der Menschen.«
* (Gabriele)
Alles, was lebt, ist auf diese kosmische Einheit von Mineralien, Pflanzen, Tieren und Menschen verwiesen und geht aus ihr hervor. Sie ist der Grund, warum im Naturhaushalt der Erde alles miteinander verwoben ist, warum die Zerstörung der Tropenwälder und die Verschmutzung der Meere das gesamte Ökosystem durcheinander bringen.
Der Einheitsimpuls wirkt sich auch sozial aus – in der Bildung von Familien, Stammesgemeinschaften und ganzen Völkern. Aus kleineren Einheiten bilden sich größere. Das gilt für die biologischen Organismen ebenso wie für die gesellschaftlichen Zusammenhänge. Der Zug zur Einheit ist untrennbar mit der Evolution des Lebens verbunden, je größer die Einheit, um so komplexer die Organismen und deren Bewusstsein.
Brüderlichkeit
Ohne diese urchristliche Tugend führt kein Weg zu Gott. Erinnern wir uns, was Jesus von Nazareth dazu sagte: »Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst eingedenk, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, versöhne dich mit deinem Bruder, und alsdann komme und opfere deine Gabe.« Der Christus Gottes-Geist sagte dazu heute in Seiner
Botschaft aus dem All
Das ist Mein Wort: »Wenn du Mir, Dem Christus, dein Leben weihen und Mir deine Fehler und Sünden übergeben möchtest und du erkennst, dass du dich mit deinem Nächsten noch nicht versöhnt hast, so lasse die Sünde zunächst vor dem inneren Altar liegen. Gehe zu deinem Nächsten und versöhne dich mit ihm – und dann, wenn du Gleiches oder Ähnliches, das zur Sünde geführt hat, nicht mehr tun willst, dann lege deine Sünde auf den Altar. Der Altar befindet sich im Innersten deines Tempels aus Fleisch und Bein. Der Geist der Liebe und des Lebens wandelt sodann die Sünde in Kraft und Leben um. Denn was du frei, ohne Zwang, bereitwillig Mir übergibst und also Gleiches oder Ähnliches nicht mehr tust, von dem wirst du Befreiung erlangen. Deine Seele empfängt sodann vermehrt das Licht aus Mir.«**
Hätte die Menschheit dies ernst genommen, würde die Welt heute anders aussehen. Es gäbe längst keine Kriege mehr und es gäbe vermutlich weit weniger Krankheiten, die zu einem erheblichen Teil durch die Feindseligkeit verursacht sind, mit der wir unsere Seele und über diese unseren Körper vergiften. Arafat und Scharon, Bush und Bin Laden würden aufeinander zugehen und ihre Konflikte friedlich lösen. Vermutlich wäre es zu diesen Konflikten gar nicht gekommen, wenn die Aura der Erde von brüderlicher Gesinnung zwischen den Menschen und Völkern erfüllt wäre. Kriegerische Auseinandersetzungen entstehen aus kriegerischen Gedanken und Gefühlen, für die in einem friedfertigen Umfeld kein Raum ist.
Es hat freilich keinen Sinn, dass wir uns über die Großen dieser Welt beklagen und sie zur Friedfertigkeit aufrufen, solange wir nicht bei uns selbst anfangen. Das können wir jeden Tag bei hundert Kleinigkeiten – wenn Ärger über den anderen aufkommt, wenn gar ein Wortwechsel aufflammt und die Aggression zu eskalieren droht. Dann hilft es, sich bewusst zu werden, er ist mein Bruder, sie ist meine Schwester, Gott liebt sie/ihn genauso wie mich; und schließlich: Wo liegt mein Anteil an dem aufkommenden Streit? Zuerst will ich den Balken in meinem eigenen Auge angehen, bevor ich mich über den Splitter im Auge meines Bruders errege.
Gerechtigkeit
Mit dem Gleichnis vom Splitter und Balken kommen wir zu jener urchristlichen Tugend, die aus der Gleichheit, der Freiheit, der Einheit und der Brüderlichkeit resultiert – der Gerechtigkeit.
Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Prozesse geführt werden. Jeder will Recht haben und sich mit seinem Recht vor Gericht durchsetzen. Dabei geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern allenfalls um »Recht«, wie es sich aus der menschlichen Rechtsordnung ergibt. Doch nicht einmal das ist gewährleistet, wie sich aus dem Bonmon eines saloppen Richters ergibt: Bei uns bekommen Sie kein Recht, sondern nur ein Urteil. Die Waage der allzu menschlichen Justitia hängt von Natur aus schief. Trotz ihrer Augenbinde gelingt es ihr oft nicht, wirklich ohne Ansehen der Person zu urteilen – beispielsweise bei einem Politiker, der Parteigelder verschiebt oder Akten vernichten lässt; z. B. bei einem Steuerhinterzieher aus einer bekannten Familie. Da kommt unsere Justitia schon mal ins Blinzeln.
Doch auch hier hilft es wenig, die Institution zu schelten, anstatt im Gerichtssaal unseres Inneren mit der Gerechtigkeit zu beginnen – bei unseren rechthaberischen Gedanken und wortreichen Ausreden und manipulativen Schönreden ... »Jesus sprach nicht vom Recht und Rechthaben, sondern von der Gerechtigkeit, die Gott ist«
(Gabriele). Im Gegensatz zur Rechthaberei schließt die Gerechtigkeit Trennendes und Bindendes aus. Sie beinhaltet den Ausgleich. Durch Recht- und Unrechthaben kommt er nicht zustande, ebenso wenig wie eine Versöhnung. Urchristen streben nach dieser Versöhnung in einer lichteren und friedvolleren Welt. Nur dann wird die Vaterunser-Bitte sinnvoll: Dein Reich komme, Dein Wille geschehe. Wer dies betet, verpflichtet sich, die Gesetze des Reiches Gottes, Seine Liebe und Gerechtigkeit zuerst bei sich anzuwenden und dann durch sich wirken zu lassen. Und wenn wir weiter beten: Dein Wille geschehe, verpflichten wir uns auch, das zu tun, was Gottes Wille ist. So ist es auch im Glaubens- und Lebensbekenntnis der Urchristen im Universellen Leben festgehalten.
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http://www.das-wort.com/cgi/gen_article.cgi?article=p016de&type=desc
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** 2. Auflage, Würzburg, 1999,
S. 695,
http://www.das-wort.com/deutsch/ [Zurück]
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Das
Glaubensbekenntnis und Lebensbekenntnis
der Urchristen im Universellen Leben
Wir glauben an Gott, den Ewigen Geist, der die Unendlichkeit durchströmt und in allem und in allen unteilbares, gegenwärtiges Leben ist.

Wir glauben, dass Gott die mächtige Schöpferkraft und Schöpferquelle ist, der Strom, in dem alle Wesen des Lichtes und die Naturreiche leben.

Wir glauben, dass die mächtige Schöpferkraft, die Quelle allen Seins, in allen Bausteinen der Naturreiche, in den Mineralien, Pflanzen und Tieren ist.

Wir glauben, dass die mächtige Schöpferkraft, die Quelle allen Seins, das Licht und das Leben in allen Gestirnen des Universums ist.

Wir glauben, dass die mächtige Kraft, der herrliche Geist Gottes, die Liebe in allem, die allgegenwärtige und pulsierende Kraft ist in allen Seelen und Menschen.

Wir glauben an den Einen, Einzigen, an Gott, unseren ewigen Vater der Liebe, dessen Kinder alle Wesen, Seelen und Menschen sind.

Wir glauben, dass Gott-Vater das personifizierte Wesen der Liebe ist, das wir alle als reine Wesen wieder schauen werden von Angesicht zu Angesicht.

Wir glauben, dass Christus, der Sohn Gottes, der Mitregent der Himmel ist, der zur Rechten des Vaters sitzt.

Wir glauben, dass wir als reine und freie Wesen von Gott geschaffen wurden, von denen sich einige durch den Fallgedanken belastet haben und weitere lichte Wesen mit in die Belastung zogen, wodurch sich die lichten Geistkörper mehr und mehr mit Sündhaftem verschattet, ummantelt und verdichtet haben und schließlich ganz allmählich Menschen wurden.

Wir glauben an die Präexistenz der Seele, die über feinerstoffliche Reinigungsbereiche wieder zurückkehrt und wieder reines Wesen wird, da sie als reines Wesen von Gott geschaffen wurde und durch den Fall belastet hat.
Wir glauben an das ewige Leben und dass alle Seelen Schritt für Schritt in das Reich Gottes zurückkehren werden, durch Jesus, den Christus, unseren Erlöser.

Wir glauben, dass alle Menschen und Seelen Brüder und Schwestern sind, alle eingebettet in den großen Geist der Liebe, in Gott, unserem Vater.

Wir glauben, dass alle Menschen Tempel Gottes sind und in allen der Geist des Christus Gottes wohnt, der ein Geist der Freiheit ist.

Wir glauben an Jesus, den Christus Gottes, den Sohn des ewigen Vaters, welcher der Erlöser aller Seelen und Menschen ist.

Wir glauben an die unbefleckte natürliche Zeugung des Menschen Jesus.

Wir glauben an die Worte Jesu, des Christus, dass wir wieder zu Ebenbildern unseres Vaters werden, der uns als reine Wesen geschaut und geschaffen hat und Den wir
wieder sehen werden, wenn unser Geistleib rein und vollkommen erstrahlt als Ebenbild des ewigen Vaters, der auch das Prinzip der Mutter verkörpert, da Gott, der allgegenwärtige Strom, beide Prinzipien enthält, sowohl das Vater- als auch das Mutter-Prinzip.

Wir glauben, dass Jesus, der Christus, unser Erlöser, schon vor 2000 Jahren mit der Rückführung aller Seelen und Menschen begonnen hat und dass wir alle wieder zurückkehren werden durch Christus, unseren Erlöser.

Wir glauben, dass wir ohne den Erlöser aller Seelen und Menschen nicht zum ewigen Vater gelangen und dass die Erlöserkraft, die in allen Seelen und Menschen wirkt, jeder Seele und jedem Menschen Stütze, Halt und Führung ins ewige Vaterhaus ist. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Wir glauben an die Reinigungsebenen, wo belastete Seelen leben, um entweder allmählich einzugehen in das Reich Gottes oder wiederzukehren auf die Erde, um Mensch zu werden.

Wir glauben an die Reinkarnation, an die Einverleibung von schwer belasteten Seelen oder von Seelen, die als Menschen in der Kürze der Jahre vieles bereinigen und wiedergutmachen können, was für sie als Seelen erst in langen Zyklen möglich gewesen wäre; wir glauben an die Inkarnation lichter Seelen, die Mensch werden, um auf Erden Dem zu dienen, Dem alle Ehre, Lob und Preis gebührt.

Wir glauben an das Gesetz von Saat und Ernte: Was der Mensch sät, wird er ernten.

Wir glauben an die große Gnade und Barmherzigkeit Gottes, die uns beisteht und hilft, unsere Sünden rechtzeitig zu erkennen, zu bereuen, zu bereinigen und nicht mehr zu tun, bevor unsere Sünden als Schicksale auf uns zukommen.

Wir glauben, dass wir dann, wenn wir mit der Hilfe unseres Erlösers die Tage nützen, indem wir Sündhaftes bereuen, bereinigen und nicht mehr tun, ohne weitere Inkarnationen in unsere wahre Heimat, in das ewige Sein, zurückkehren können.

Wir glauben, dass es keine Zufallsfügungen gibt, dass durch die Reinkarnation unser irdisches Dasein an Bedeutung gewinnt und dass es uns die Fragen beantwortet, warum wir in dieser Welt sind und warum dieses und jenes so ist, wie es ist. Wir erkennen die Ursachen, wenn wir auch das Gesetz von Saat und Ernte in die Reinkarnationsabläufe mit einbeziehen, wobei einer dem anderen die Last tragen helfen soll.

Wir glauben an die Zehn Gebote Gottes durch Mose und an die Bergpredigt Jesu.

Wir glauben, dass ausschließlich der aktive Glaube, das heißt, die Erfüllung der Zehn Gebote und der Bergpredigt, uns mit Christus eins werden lässt.

Wer aktive Glaube, der mit Christus zum Leben führt, bedeutet für uns Urchristen, auch unsere Sünden zu erkennen, mit der Hilfe unseres Erlösers zu bereuen, um Vergebung zu bitten, unseren Nächsten zu vergeben, einen Schaden wiedergutzumachen, so dies noch möglich ist, und diese von uns erkannten und bereinigten Sünden nicht mehr zu tun.
Im Nicht-mehr-Tun der Sünde liegt die schrittweise Erfüllung des Willens Gottes, den der Ewige uns in den Zehn Geboten aufzeigte und Jesus in der Bergpredigt.

Wir glauben an das tiefe, innige Gebet im stillen Kämmerlein und an die Hilfe des Christus Gottes durch das Gebet.
Wir glauben, dass sich alles Verdichtete auflösen wird, um dann wieder feinstofflich zu sein, so wie es im ewigen Sein ist von Urbeginn.

Wir glauben, dass Jesus, der Christus Gottes, das Reich des Friedens auf der Erde errichtet und dass die gereinigte und immer lichter werdende Erde allmählich als Lichtsubstanz in das ewige Sein eingehen wird.
Wir glauben, dass Gott das einzige Leben ist, Dem wir durch Christus und mit Christus zustreben durch die Verwirklichung Seiner Lehre, denn Er forderte uns als Jesus mit folgenden Worten dazu auf: »Wer diese Meine Lehre hört und sie tut, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein, denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese Meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß.«

Wir streben nach dem Leben in Gott, indem wir tun, was Jesus wollte, um durch Christus und mit Christus aufzuerstehen, um einzugehen in das Herz Gottes, in das Reich des Friedens.

Wir glauben, dass nur durch den Frieden miteinander auch Friede unter den Völkern sein kann, nicht durch Waffen.

Glaube und Leben sind für uns Urchristen eine Einheit. Ohne den aktiven Glauben, also die schrittweise Erfüllung der Zehn Gebote und der Bergpredigt, gibt es kein Leben in Gott.
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Woran die Urchristen im Universellen Leben nicht glauben
Wir glauben nicht, dass der Heilige Geist eine Person ist.

Wir glauben nicht an einen strafenden Gott.

Wir glauben nicht, dass Gott die Seele erst bei der Zeugung eines Kindes schafft.

Wir glauben nicht an einen Ort, der als Hölle oder ewige Verdammnis bezeichnet wird.

Wir glauben nicht an die Auferstehung des Fleisches.

Wir glauben nicht an die übernatürliche Zeugung durch den Heiligen Geist.

Wir glauben nicht an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel.

Wir glauben nicht an eine allein seligmachende Kirche.

Wir glauben nicht an die Institutionen Kirche, ob sie sich katholisch oder evangelisch nennen.

Wir glauben nicht an Dogmen, Sakramente und Kulte.

Wir glauben nicht, dass man allein durch den Glauben – ohne Erfüllung der Gebote Gottes – selig wird.

Wir glauben nicht, dass Gott in Häusern aus Stein zu finden ist, denn jeder Mensch ist der Tempel Gottes.

Wir glauben nicht an die Säuglingstaufe, da doch Jesus selbst sprach: »Zuerst lehret, dann taufet.«

Wir glauben nicht, dass zum Abendmahl Hostie und Wein notwendig sind; Jesus nahm mit Seinen Aposteln ein schlichtes Mahl ein und sprach sinngemäß: Tuet dies zu Meinem Gedächtnis.

Wir glauben nicht an den »Heiligen Vater«, den Papst, und nicht an die Hierarchie und die Titel von Kardinälen, Bischöfen, Pfarrern und Priestern. In der Bibel, an die ja Protestanten und Katholiken dem Wortlaut nach glauben sollten, steht: »Jesus sagte: Und ihr sollt niemand euren Vater heißen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist ... Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.« Die Bibel, an welche Protestanten und Katholiken glauben, gibt selbst Antwort, warum wir nicht an Titel wie Kardinäle, Bischöfe, Pfarrer, Priester und dergleichen glauben. Dort steht: »... die Pharisäer ... sandten zu Jesus ihre Jünger samt des Herodes Leuten. Die sprachen: Meister, wir wissen, dass Du wahrhaft bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach niemand; denn Du achtest nicht das Ansehen der Menschen.«

Wir glauben nicht an die Unfehlbarkeit eines Menschen.

Wir glauben nicht an Heilige.

Wir glauben nicht, dass durch die so genannte Krankensalbung (»Letzte Ölung«) oder durch die Beichte auf dem Sterbelager alle Sünden in letzter Minute getilgt werden können.

Wir glauben nicht an die Vergebung der Sünden durch Priester.

Wir glauben nicht an von Priestern geweihte Gegenstände.

Wir glauben nicht, dass man durch ein klösterliches Leben und durch die Abgeschiedenheit von seinen Mitmenschen zu Gott finden kann.

Wir glauben nicht an Wallfahrten und Wallfahrtsorte.

Wir glauben nicht an Reliquien- und Bilderverehrung.

Wir glauben nicht, dass man sich durch den Erwerb eines Ablasses von Schuld freikaufen kann.

Wir glauben nicht, dass wir durch das Stiften von Kerzen und durch das Anzünden dieser oder durch Geld das Herz Gottes bestürmen können.

Wer Gott, den ewigen Vater, und Christus, Seinen Sohn, liebt, der tut, was Gott will und nicht, was Menschen wollen. |
Serie "Menschheitsideale": Freiheit
Gleichheit
Einheit
Brüderlichkeit Gerechtigkeit
Göttliche Prinzipien
Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 1/02
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