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Kirchenchristliches Abendland: Tragödie für die Tiere Absturz in die Barbarei In der Antike gab es noch eine hohe Ethik
Wie war es möglich, dass sich in den europäischen Kulturnationen Massentierhaltung, Tierversuche und eine gnadenlose Bejagung entwickeln konnte?
Bei den Philosophen im antiken Griechenland und in Rom wurden die Tiere hochgeschätzt, ebenso in außereuropäischen Hochkulturen wie z. B. Ägypten und Indien.
Für eine Nahrung "frei von Mord": Griechenland und Rom Die alte ägyptische Hochkultur mit ihren Pyramiden betrachten wir heute oft mit Staunen und Ehrfurcht. Ägypten war eine Ackerbaunation, in der viele Tiere als heilig galten oder gar als Erscheinungsformen von Göttern. Zugtiere halfen dem Menschen bei der Feldarbeit, man aß nur wenig Fleisch, und, um vor dem jenseitigen Totengericht bestehen zu können, musste man nachweisen, auf der Erde kein Tier misshandelt zu haben. Auch im griechischen Kulturkreis, der Wiege Europas, hatte sich in philosophischen Schulen eine höhere Ethik und Moral den Tieren gegenüber herausgebildet. Die Orphiker (7. Jahrhundert v. Chr.) lehnen den Fleischkonsum ab, da er die Rückkehr der Seele in ihre Heimat beeinträchtige. Ebenso die asketisch lebenden Kyniker (4. Jahrhundert), die an den bekannten Lehrer Sokrates anknüpfen. Und nachdrücklich setzten sich der Mathematiker, Musiker und Philosoph Pythagoras (ca. 570-500 v. Chr.) und der Arzt Empedokles (490-430 v. Chr.) für eine tierfreundliche und vegetarische Lebensweise der Menschen ein. Es sei "die größte Befleckung" für den Menschen, "Leben zu entreißen und edle Glieder hineinzuschlingen", so Empedokles. In der gesamten griechischen Volksmythologie sind Menschen, Tiere und göttliche Wesen intensiv verbunden, und der oberste Gott Zeus kann sich z. B. in einen Stier oder Schwan verwandeln, so dass man in einem Tier auch einem Gott begegnen kann. Trotzdem wurde in Griechenland noch viel gejagt oder gefischt und der griechische Dichter Oppian schrieb um ca. 180 n. Chr. z. B. eine poetische Abhandlung darüber (Halileulica). Bei ihm finden sich zumindest noch Reste der hohen antiken Tierethik, wenn er z. B. die Delphine als "Götterboten" vor dem Gejagtwerden schützen will und über die Götter Griechenlands schreibt: "So sehr, wie sie das Morden von Menschen verdammen, hassen die Götter den, der Todesqual über die gütigen Herren der Tiefe bringt" (zit. nach http://www.delfine.net/antike/griechen.htm). Heute verenden die Delphine auf dem "Papst-Planeten" Erde zu Hunderttausenden in den Fangnetzen der Hochseefischer oder werden als "Konkurrenten" der Fischer abgeschlachtet, um dann z. B. zu Schweinefutter für die Massentierhaltung verarbeitet zu werden. Nach ca. 20 Millionen Jahren auf der Erde sterben sie derzeit aus. Wie zahllose andere Tiere auch. Denn für den Kirchengott und andere tierfeindliche Religionen gehören auch die "Götterboten" nur zu den "unvernünftigen Tieren, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden" (angebliches "Gotteswort" in 2. Petrus 2, 12).
Kurz vor der Etablierung des kirchlichen
Christentums stand also das Verhältnis zu den Mitgeschöpfen der Menschen im
europäischen Kulturkreis vielfach auf der Kippe. Es gab ein Für und Wider, und
es war noch nicht klar, in welche Richtung die Entwicklung geht. So wurde z. B.
im republikanischen Rom, einer überwiegend städtischen Gesellschaft,
nur wenig gejagt (die Mond- und Fruchtbarkeitsgöttin Diana wurde in Anlehnung an
die griechische Artemis erst in einem späteren Stadium auch zur Göttin der
Jagd), und es galt im Rom das Ideal der "Tugend". Der abendländischen Kirche sollte es einige Jahrhunderte später sogar gelingen, die Ausschweifungen und Verbrechen der Machthaber zu segnen und die Erkenntnisse der antiken Philosophie als gotteslästerlich zu brandmarken und zu verbieten. So wäre z. B. ein scharfsinniger Denker wie Plutarch (46-120) mit der Todesstrafe bedroht worden, wenn er ca. 300 Jahre später gelebt hätte. Er spricht den Tieren einen Verstand und Rechte zu und beklagt, dass der Mensch als Räuber in den Lebensraum von Tieren eindringt, die ihm nichts getan haben, z. B. die Fische. Und wenn die Welt um des Menschen willen erschaffen sei, so spottet er, welchen Sinn hätten dann wohl die schädlichen Insekten? Die Kritik gilt der Schule der Stoiker, bei denen sich bereits die Sonderstellung des Menschen abzeichnet, die später vom kirchlichen Christentum zugespitzt und ausgebaut wird. Israel: Schächten Ja, Jagen Nein Auf Jesus von Nazareth kann
sich das kirchliche Christentum dabei aber nicht berufen. Er lebt mit
seinen Jüngern ähnlich wie die jüdische Gemeinschaft der
Essäer als Vegetarier,
und viele seiner Erlebnisse mit den Tieren als den kleinen Geschwistern der Menschen sind erst in den beiden vergangenen
Jahrhunderten neu entdeckt worden. Eine wesentliche Quelle ist z. B. das im Jahr 1881 von dem britischen Theologen
Gideon Jasper Richard Ouseley in einer Innenschau empfangene
"Evangelium der Heiligen Zwölf", das sich mit einem in Aramäisch geschriebenen Ur-Evangelium aus antiker Zeit decken soll. Tatsächlich kennt auch die kirchliche
Wissenschaft ein "Evangelium der Zwölf", wobei ein paar erhaltene
Reststücke, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit diesem Evangelium zugeschrieben
werden können, tatsächlich mit Passagen des im 19. Jahrhundert inspirierten Textes
übereinstimmen. Doch selbst in der Bibel ist noch nachlesbar,
wie Jesus - ähnlich wie andere Propheten vor ihm (siehe z. B. Hosea 6, 6;
Jesaja 1, 11.13, Jeremia 7, 21-23, Amos 5, 21-23) - seine Stimme z. B. gegen die furchtbaren Tieropfer erhebt
(z. B. Matthäus 9, 13) und wie
er die Tierhändler aus dem Tempel treibt.
Doch viele Tiere sind in Israel aus religiösen Gründen auch vor der Opferung und dem Fleischverzehr geschützt.
Ausgerechnet der kultische "Makel", dass man sie als "unrein" betrachtete
(siehe die Aufzählung in 3. Mose 11, 1-30), schützte sie. Religiöse Gründe hat allerdings auch
das bestialische Schächtgebot (die Pflicht, Tieren ohne Betäubung die Kehle durchzuschneiden und sie ausbluten zu lassen). Es gilt
in Israel jedoch auch ein komplettes Jagdverbot,
da man ein Tier auf der Jagd nicht auf diese "korrekte" Weise töten könne.
So wird in Psalm 104, einem Lob Gottes, auf wunderbare Weise das
Miteinander von Mensch und Tier in freier Natur veranschaulicht: "Du lässt die
Quellen hervorsprudeln in den Tälern, sie eilen zwischen den Bergen dahin. Allen
Tieren des Feldes spenden sie Trank ... Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch
Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde und
Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt und
Brot das Menschenherz stärkt. Die Bäume des Herrn trinken sich satt, die Zedern
des Libanon, die er gepflanzt hat. In ihnen bauen die Vögel ihr Nest, auf den
Zypressen nistet der Storch. Die hohen Berge gehören dem Steinbock, dem
Klippdachs bieten die Felsen Zuflucht" (V. 10-11.14-18). Deshalb trifft
den Naturschänder und Jäger das Wehe Gottes: "Denn dich erdrückt dein Verbrechen
gegen den Libanonwald, und die Vernichtung des Großwilds lastet auf dir", droht
z. B. der Gottesprophet Habakuk im 7. Jahrhundert v. Chr. (2, 17). Zu
diesem Zeitpunkt hatte auch der große Prophet Jesaja schon seine Vision
vom kommenden Friedensreich kund getan, in dem weder der Mensch noch vormals
wilde Tiere mehr jagen: "Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim
Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten."
(11, 6) Der Mensch ist dazu aufgerufen, bereits jetzt nach dieser
neuen Ethik zu leben, und es gilt auch: "Wer einen Ochsen schlachtet, gleicht
dem, der einen Mann erschlägt"
(66,3 nach der Lutherübersetzung). Das insgesamt widersprüchliche Verhältnis
zu den Tieren in Israel zeigt sich bereits in den unterschiedlichen
Schöpfungsberichten, wonach Mensch und Tier ursprünglich Vegetarier waren
(1. Mose 1, 29-31), der Mensch seit der Sintflut jedoch mit Erlaubnis
"Gottes" "Furcht und Schrecken" über die Tiere bringen darf (1. Mose 9, 2-4).
Es hängt ganz davon ab, ob die Texte aus prophetischer Quelle stammen, in denen
ein friedfertiges Miteinander von Mensch und Tier gelehrt wird oder aus
priesterlichen Quellen, welche die Tierquälereien und Schlachtungen fordern. Was aßen die Germanen? Selbst die als "wild" verschrieenen Germanen ernähren sich zu Beginn des ersten Jahrtausends vermutlich noch überwiegend ohne Fleisch.
Die "Minderheiten von Jägern hatten an der Kulturgestaltung so gut wie keinen Anteil. Die Viehzüchtung beschränkte sich damals auf die Zugtiere für den Ackerbau"
(Wolfgang Baumgärtl, Die Germanen, in: Lebensschutz Nr. 1/01). Der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55-116) schreibt: "Die germanischen Völker am Rhein ernähren
sich von Äpfeln und Feldfrüchten", wozu je nach Möglichkeiten "frisches Wildbret" kam.
Wider die "Christen" Der griechische Philosoph Plotin (205-270) und sein aus dem Libanon stammender Schüler Porphyrius (ca. 234-304) entwickeln eine große Gesamtschau der Schöpfung, wonach alles aus dem Geist hervorgegangen ist. Sie lehren, dass sich auch in der niedrigsten Schöpfungsform, der Materie, noch der Geist spiegelt und dass sich die Seele durch ein ethisches Leben wieder emporarbeiten und mit dem Geist verschmelzen kann. Porphyrius schreibt in dem Buch Über die Enthaltsamkeit von Beseeltem auch darüber, wie die sich höher entwickelnde Seele auf den Fleischgenuss verzichtet. Den Kirchenchristen hält der Philosoph vor, das antike "Vätererbe im Stich gelassen zu haben" und sich "eine neue, ausweglose Lehre zurechtzuzimmern, welche weder den Überlieferungen der Griechen noch denen der Juden die Treue bewahrt". Dazu spießt der Philosoph zahllose Unklarheiten, Wissenslücken und Widersprüche der kirchlichen Lehre auf und verfasst das 15-bändige Werk Wider die Christen - nach dem bekannten Kirchenhistoriker Adolf von Harnack "unstreitig das umfangreichste und gelehrteste Werk, welches im Altertum gegen das Christentum verfasst worden ist." Für den ersten bekannten kirchlichen Geschichtsschreiber, den Kirchenvater Euseb (263-339), gilt Porphyrius aus diesem Grund als "Wortführer der Dämonen". Sein Werk wird von der katholischen Kirche verbrannt, nachdem diese im Jahr 380 unter Kaiser Theodosius I. zur alleinigen Staatsreligion geworden ist, so dass es bis auf einzelne Zitate in Schriften von Kirchenmännern verloren ist. Die Lynchmord an der Mathematikerin Der Vernichtungskrieg der Kirche gegen die hohen geistigen und ethischen Wurzeln des Abendlandes ist mittlerweile voll entbrannt. Der einflussreiche römisch-katholische Senator Firmicus Maternus fordert von den Kaisern Konstantius II. und Konstans erstmals nachweisbar im Jahr 347 die Ausrottung der antiken Religionen und Philosophien. Noch zögern die Kaiser. Doch im Jahr 356 verhängt das Imperium Romanum für die Ausübung nichtkatholischer Gottesdienste bereits die Todesstrafe. Einem besonders schlimmen Gewaltverbrechen der Kirche fällt die bekannte Mathematikerin Hypatia (*370) aus Alexandria zum Opfer, eine Nachfolgerin von Plotin und Porpyhrius als Oberhaupt der neuplatonischen Philosophenschule, aus deren Gedankengut übrigens im 19. Jahrhundert in England und Deutschland die ersten Vegetarier-Vereinigungen hervorgegangen sind. Hypatia, die heute "als erste bedeutende Frau der Wissenschaftsgeschichte des Abendlandes" gilt (Brockhaus Enzyklopädie), wird im Jahr 415 von Kirchenchristen unter Anführung des römisch-katholischen Predigers Petrus auf der Straße überfallen, in die katholische Kirche geschleift, dort nackt ausgezogen, mit Steinen beworfen und schließlich mit Glasscherben in Stücke geschnitten. Der Patriarch der römisch-katholischen Kirche, Kyrill von Alexandria, hatte zuvor offiziell seine Zustimmung zu der vorab geplanten Bluttat erteilt. Nach diesem furchtbaren Verbrechen gibt es eine "Ketzerin" und wahrscheinlich auch eine Fürsprecherin für Natur und Tiere weniger. Und ihr oberster Mörder, Kyrill von Alexandria, wird im 19. Jahrhundert heilig gesprochen. Die offizielle Kirchengeschichtsschreibung weist darauf hin, dass es trotzdem noch "bis ins 6. und 7., ja bis ins 9. Jhdt." dauert, bis das Heidentum ganz "beseitigt" ist (Karl Heussi, Kompendium der Kirchengeschichte, S. 94). Die Theologen An die Stelle der griechisch-römischen Philosophie setzt die Kirche ihre eigenen Theologen, allen voran ab dem 5. Jahrhundert den
"großen" Lehrer und "Heiligen" der Kirche, Kirchenvater Augustin
(354-430). Augustin ist als junger Mann Anhänger der so genannten
Manichäer, die - ausgehend von Persien - die urchristlichen Ideale wieder beleben
wollen und vegetarisch leben. Er zählt zu den "Auditores", den Zuhörern, die sich erst allmählich mit der urchristlichen Lehre vertraut machen und für die ein reduzierter
Fleischkonsum gilt. Doch der spätere Kirchenheilige wendet sich bald gegen
seine ehemaligen geistigen Lehrer, lässt sie blutig verfolgen und leitet auch für die Tiere die nächste grausame Epoche ein.
Die geistesgeschichtliche "Leistung" Augustins und seiner Nachfolger
ist es, mit Berufung auf die Bibel ("Macht euch die Erde untertan!" Tiere sind "unvernünftig")
die Sonderstellung des Menschen in der Schöpfung als "Gottes Ebenbild" zu begründen. Die Tiere erscheinen demgegenüber als "Gegenbild der menschlichen Auserwähltheit"
(Die Kulturwissenschaftlerin Sina Walden). Augustin schreibt, das qualvolle Sterben der Tiere "tangiert den Menschen nicht, denn das Tier entbehrt einer vernünftigen
Seele und ist deshalb nicht mit uns durch eine gemeinsame Natur verbunden"
(De moribus ecclesiae catholicae 2, 12, 54, 59). Das Gebot "Du sollst nicht töten" betreffe
angeblich nicht
"die unvernünftige Tierwelt", deren Leben und Sterben "unserem Nutzen angepasst" werde
(De Civitate Dei I, 1.20), und auch andere moralische Regeln zwischenmenschlichen Umgangs
gelten nicht für Tiere. Tiere könnten nie den Himmel betreten, und Vegetarismus sei "eine gottlose Ketzermeinung"
(Vom katechetischen Unterricht 2, 29).
Sich gar "von der Tötung
von Tieren und der Zerstörung von Pflanzen zurückzuhalten" sei nach
Augustin "der Gipfel des Aberglaubens". Trotz allem soll ausgerechnet Augustin vegetarisch gelebt haben.
Offenbar weiß er noch aus seiner Zeit bei den Manichäern von
negativen Folgen des Fleischverzehrs. Oftmals verweist man in der Kirche auf einzelne positive Seiten
von Kirchenmännern - doch was hat sich in der Kirche durchgesetzt? Von
Franziskus von Assisi (ca. 1181-1226) wird etwa berichtet,
dass er von einer Fischhändlerin lebende Fische gekauft hat, um "Schwester Schleie" anschließend wieder ins Wasser zu werfen.
Doch übrig geblieben von diesen Idealen ist heute
z. B. Dosenwurst aus franziskanischer Hausschlachtung und ein tierfeindlicher Katechismus
der Katholischen Kirche, in dem es heißt "Gott hat die Tiere unter die
Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bilde geschaffen hat. Somit
darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidung bedienen.
Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit
dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in
vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches
Leben zu heilen und zu retten" (2417). Und: "Es ist unwürdig, für sie
[die Tiere] Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern soll.
Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig
Menschen gebührt" (2418). Dank den Jesuiten: Fleisch für Japan Mit der kirchlichen Missionierung der restlichen Welt tragen die Kirchenchristen ihre barbarische Ethik auch in ferne Kontinente und verbreiten weltweit unvorstellbares Leiden auch für die Tiere. So führen z. B. die Jesuiten in Japan um 1600 den allgemeinen Verzehr von Fleisch in dem asiatischen Land ein, was bis dahin nur in rituellen Zeremonien von Samurai-Kriegern praktiziert wurde. "Der erste Schlachthof wird 1621 in Nagasaki eingerichtet. Während der Ausbreitung des Christentums in Japan wird Fleisch von Schlachttieren im ganzen Land verzehrt" (Japan Magazin Nr. 4/00), zuvor lebte man vegetarisch oder ernährte sich von Fischen. Und in Amerika werden im 18. und 19. Jahrhundert Hunderttausende von Büffeln zum Vergnügen der kirchenchristlichen Eroberer aus Europa abgeschlachtet, um nur eines von zahllosen Beispielen der Raubzüge der katholischen oder evangelischen Eroberer zu nennen, die mehr und mehr den gesamten Erdball umfassen. Gandhi: Europa verwirklicht den Geist Satans Der Hinduist Mahatma Gandhi, ein Anhänger der Bergpredigt des Jesus von Nazareth, erklärt am 8.9.1920: "Es ist meine feste Überzeugung, dass das heutige Europa nicht den Geist Gottes und des Christentums verwirklicht, sondern den Geist Satans. Und Satan hat den größten Erfolg, wo er mit den Namen Gottes auf den Lippen erscheint. Ich meine, dass das europäische Christentum eine Verleumdung des Christentums Jesu bedeutet" (zit. nach Gabriel: Gandhi, Christus und die Christen, 1931). Die Verhöhnung von Christus durch die großen Kirchen, so wie sie Gandhi beschreibt, bedeutet auch für die Tiere unermessliches Leid und Grauen bis in die Gegenwart. Mit der Einrichtung der industrialisierten Massentierhaltung und ihrer Auswüchse nach dem 2. Weltkrieg, den immer bestialischeren Tierversuchen und der gnadenlosen Jagd, haben die Folgen der kirchlichen Lehre von der Sonderstellung des Menschen einen in der Geschichte bisher beispiellosen Höhepunkt erreicht. Dieser Höhepunkt könnte aber gleichzeitig der Wendepunkt sein. Denn die Natur und ihre Elemente gehorchen der selbsternannten "Krone der Schöpfung" immer weniger und die durch die bestialische Behandlung bedingten Krankheiten und Seuchen der Tiere greifen immer mehr auf den Menschen über. Der Mensch verliert also jegliche Kontrolle über die Natur. Und das Leid, das er den Tieren zufügt, fällt immer schneller auf ihn selbst zurück Ein Bund mit den Tieren
Gleichzeitig wird in einer durch Prophetie gegebenen Offenbarung aus dem Jahr 2001
von einem neuen Bund Gottes mit den Tieren gesprochen. (Wortlaut nachlesbar bei
http://www.das-weisse-pferd.com/01_04/prophetie.html).
Vorausgesetzt, diese Offenbarung stammt tatsächlich aus dem Gottesgeist, würde sich damit auch eine
Endzeit-Prophezeiung des jüdischen
Propheten Hosea erfüllen,
in der vorhergesagt wird: "Und ich will zur selben Zeit für sie einen Bund schließen mit den Tieren auf dem Felde, mit den Vögeln unter dem Himmel und mit dem Gewürm des
Erdbodens und will Bogen, Schwert und Rüstung im Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen"
(2, 20).
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