Christus heilt

»Eigentlich dürfte ich nicht mehr leben«
- ein Erfahrungsbericht

Kann man einem schwerkranken Menschen sagen: »Sie haben vielleicht noch zwei Jahre oder einige Monate zu leben.«? Nimmt man ihm dann nicht die Hoffnung? Diese mag unbegründet erscheinen, wenn man ausschließlich auf den Zustand des Körpers blickt und auf die Erfahrungen, die man von anderen Menschen in einer ähnlichen Situation her kennt. Doch in der Seele eines Menschen können kaum geahnte Kräfte mobilisiert werden, wenn dieser z. B. daran glaubt, dass er der Krankheit nicht hilflos ausgeliefert ist, sondern dass er auch selbst an der Genesung oder Linderung von Schmerzen mitwirken kann. So kann er sich z. B. im Gebet an Christus wenden und das innere Bild der Gesundheit in sich bejahen, eventuell mit den Worten: »Ich bin gesund, weil Du, Christus, in mir auferstehst.« Dies fällt umso leichter, wenn man sich gleichzeitig vorstellt, wie das Licht einen durchströmt, wie es die Körperzellen durchpulst, die Blutgefäße, die Muskeln, die Organe, alles.
Hierzu haben Menschen Erfahrungen gemacht. Einer von ihnen ist Karl N.*, der beim Heilgebet Ursachen seiner Krankheiten erkennen und beheben konnte und der uns folgendes berichtete:
Ich wusste, dass ich eine Krankheit habe, die als unheilbar galt, und eigentlich sollte ich seit 1 ½ Jahren nicht mehr leben. Ich bin aber immer wieder zur urchristlichen Glaubensheilung gegangen und habe dem HERRN, so wie man sagt, die Türe eingerannt. Und dann habe ich irgendwann gemerkt, die Türen, die ich da einrenne, das sind meine eigenen, das sind meine Trümmer, die ich dabei erkenne. Und ich habe dann kapiert, was das heißt: »Ich bin gesund.« Das heißt nicht, dass ich keine Schmerzen mehr habe oder dass ich von der »Krankheit« nichts mehr spüre. Ich konnte das eher dankbar annehmen. Dazu muss ich sagen, ich konnte lange Zeit nicht mehr zur Arbeit gehen, doch dann hatte ich es wieder geschafft, auch wenn es keine 40 Stunden in der Woche sind. Es macht mir großen Spaß. Und vor ca. 14 Tagen war ich dann beim Arzt, und der schaute mich an: Ein Wert war von 600 auf 100 herunter gegangen, und die anderen Werte, die seit 28 Jahren sehr hoch sind, waren alle im Normbereich. Das ist medizinisch eigentlich nicht möglich. Aber es hat geklappt. Wir sind innen drinnen gesund. Und wenn wieder einmal Schmerzen kommen - gut, dann darf ich auch wieder das Vertrauen üben und vielleicht ein Stück mehr erkennen, was ich noch tun kann.

»Ich bin gesund«

Gerade wenn die Schmerzen sich wieder ein wenig bemerkbar machen und die Angst wiederzukommen droht, ist es wichtig, sich klarzumachen, dass Christus da ist. Dies kann man z. B. mit folgenden oder ähnlichen Worten oder Gedanken tun: »Christus ist in mir. Der Geist Christi steht auf in mir. Ich bin gesund, weil Du, Christus, in mir auferstehst, weil Du in mir bist.« (D. Potzel)


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Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 9/02



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