»Jahrhunderthochwasser«

                     Eine neue Sintflut?

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung titelte: »Mitteleuropa unter Wasser«, Die Welt erschien mit der Überschrift: »Zehntausende fliehen vor Jahrhundertflut« und die Süddeutsche Zeitung verkündete: »Die Klimakatastrophe kommt näher«. Die führenden deutschen Tageszeitungen stimmten in Artikeln und Kommentaren ihre Leser auf etwas ein, was man noch vor Jahren als »Panikmache« verdrängen wollte: dass uns nicht nur ein allmählicher, gewissermaßen sanfter Klimawandel bevorsteht, sondern eine Katastrophe, die im nächsten Jahrzehnt ganze Erdteile, nicht zuletzt Europa, ins Chaos stürzen könnte.

Der Mensch als Regenmacher

Allzu lange versuchten Wissenschaftler die Dinge zu verharmlosen, indem sie darauf hinwiesen, dass das Wetter auch früher schon Kapriolen schlug, dass es immer »Jahrhundert-Hochwasser« gab, dass der durchschnittliche Temperaturanstieg im Laufe der nächsten hundert Jahre nur ein bis zwei Grad betragen würde und dass man durch die Reduktion des CO²-Ausstoßes die gefährlichsten Entwicklungen in den Griff bekommen würde. Inzwischen lässt es sich nicht länger verheimlichen, dass sich die Anzahl der Hochwasser-Regenfälle in den letzten 120 Jahren fast verdoppelt hat, weil in dieser Zeit die mittlere Temperatur um 0,9 Grad Celsius angestiegen ist. Und seit einiger Zeit wissen wir auch: In diesem Jahrhundert ist nicht nur mit einem weiteren Anstieg um etwa 1,6 Grad Celsius zu rechnen, sondern mit einer Aufheizung bis zu 6 Grad. Und was schließlich die Abhilfen für diese Entwicklungen anbelangt, erfahren wir: Die bisherigen Übereinkünfte der Staatengemeinschaft zur Reduktion des CO²-Ausstoßes können die Erderwärmung lediglich in Höhe von 0,1 Grad ausgleichen.

Man kann mit Fug und Recht sagen: Es ist zu spät. Gegen eine weitere Erhöhung der durchschnittlichen Erdtemperatur um mindestens ein weiteres Grad Celsius bereits in den nächsten zwanzig Jahren ist nichts mehr zu machen. Manche Staaten rechtfertigen damit bereits ihre Weigerung, das Klimaprotokoll von Kyoto zu unterzeichnen. Werden jetzt aus Vandalen Lemminge, die sich bereitwillig in die Hochwasser ihres Untergangs stürzen?

Es handelt sich längst nicht mehr um »Jahrhundert-Hochwasser«, die verheerend aber regional begrenzt waren. Die Unwetter werden zu einem ganze Erdteile umfassenden Schicksal. Nicht nur Teile Europas versanken im August in den Fluten, sondern auch in Süd-Ost-Asien gab es schwere Überschwemmungen: Auf den Philippinen suchte ein tropisches Tiefdruckgebiet das Land heim. In Laos mussten Tausende von Bewohnern vor den Monsunfluten fliehen. In Nepal ertranken über 400 Menschen und 32.000 wurden obdachlos. In Südwest-China kam es durch Regenfälle zu einem Erdrutsch, der 30 Menschen das Leben kostete. In diesem Sommer starben allein in China mehr als 700 Menschen durch Unwetter.

Es war längst prophezeit

Was wir jetzt erleben, wurde in Botschaften aus dem All des Christus-Gottes-Geistes, gegeben durch die Prophetin und Botschafterin Gottes, Gabriele, schon seit mehr als 15 Jahren prophezeit. In einer dieser Botschaften wird vorausgesagt, dass sich die Erde aufheizen werde und große Naturkatastrophen kommen werden, ausgelöst durch die Veränderung des Klimas, durch Erdbeben und Vulkanausbrüche. Wörtlich heißt es: »Und nun steht die Menschheit vor dem, was Jesus von Nazareth für den Fall angekündigt hat, dass der Mensch nicht umkehrt ... Diese Welt, so wie sie jetzt ist, ist nicht mehr zu retten. Zu retten ist die Seele und der Mensch, doch auch hier heißt es: Rette sich, wer sich retten will. Ich lege bewusst Wert auf das Wort ‘will’, denn die Rettung ist einzig der Christus, der in jedem von euch ist, die Erlöserkraft, die frei macht.«

Noch deutlicher wurde der Christus-Gottes-Geist in einer Offenbarung des Jahres 1992: »Blicket auf eure Erde, blicket in diese Welt. Die Welt gerät aus den Fugen. In der Welt werdet ihr keinen Halt mehr finden, denn dieses materialistische Leben geht zu Ende. O sehet und erspüret selbst, was die Menschen mit der Erde, ihrer Lebensquelle, gemacht haben. Blicket in die Menschheitsgeschichte, dann erkennt ihr, dass es nur Kampf, Neid, Macht, Streit und daraus Not, Hunger, Krankheit und Leid gab. Viele Menschen klammern sich immer noch an den Zeitgeist, weil sie den Geist der Ewigkeit nicht kennen. Sie lieben das Materialistische und spüren noch nicht, dass es im Vergehen ist. Die Erde bäumt sich auf aufgrund der vielen Ursachen, die nun mehr und mehr zur Wirkung kommen. Doch die Großen dieser Welt erfassen dies noch lange nicht. Sie steuern die Völker auf das größte Unheil zu, nämlich auf einen Polsprung, der noch nie da gewesen ist.«

Die geliehene Energie ist verbraucht - die Bergpredigt aktueller denn je

Angesichts der aktuellen Katastrophensituation sah sich Gabriele veranlasst, im Treffen aller Gottsucher am 11.8.2002 auf die großen Zusammenhänge der Menschheitsgeschichte hinzuweisen. Im Einzelnen führte sie aus:

Gerade in der heutigen Zeit erkennen wir, dass die Lehren des Jesus, des Christus, insbesondere die Bergpredigt des Jesus, des Christus, aktueller sind als je zuvor. Zweitausend Jahre hören wir von den Lehren Jesu. Zweitausend Jahre nennen sich viele »Christen«. Fast zweitausend Jahre predigen Priester und Pfarrer, fast zweitausend Jahre wirken Bischöfe, Kardinäle, gibt der Papst seinen Segen. Doch die Wasser kommen trotzdem; der Polsprung ist angesagt. Heute kann man an vielen Orten sagen »Land unter«. Wann wird man sagen »Welt unter«? Was hat das alles genützt? Hat Jesus eine falsche Lehre gelehrt? Oder haben wir im Abendland uns nur Christen genannt, aber sind Dem nicht nachgefolgt, Der uns vor zweitausend Jahren die Kraft der Liebe und Erlösung gebracht hat, einen Vater, den wir lieben könnten, einen Vater, der die Liebe ist? Die Christenheit ist den Institutionen Kirche gefolgt, und viele folgen ihnen heute noch. Und immer wieder die Frage: Was hat uns das gebracht?
Heute müssen wir darüber nachdenken und uns selbst die Frage stellen: Ist nicht die Bergpredigt aktueller denn je? Heißt es nicht heute: Nichts, aber auch gar nichts bringt das Wissen über den Christus! Nichts, aber auch gar nichts bringt das Wissen um die Lehre des Jesus, des Christus. Aber alles bringt uns der Christus Gottes, wenn wir Ihm nachfolgen und Schritt für Schritt Seine Lehre verwirklichen und diese letzten Endes in unserem Leben, in unserem Verhalten verkörpern. Alles andere brachte uns nichts und wird uns nichts bringen – einzig die Verwirklichung der Lehre des Jesus, des Christus, die wir dann auch in Wort und Tat verkörpern.
Damit wir zur Bergpredigt, zur Liebe Gottes finden, gab uns der Geist der Liebe den Inneren Weg. Doch es stellt sich die Frage: Wer ist ihn gegangen? Wer geht ihn? – Es sind wenige. Die meisten fallen immer wieder in ihre alten Gewohnheiten zurück, eben in das, was sie über Jahre, Jahrzehnte in der Energiequelle Gehirn gespeichert haben. Zu dem sind viele geworden. So denken sie, und so handeln sie. Doch das nützt wenig. Heute kann man sagen: Der Intellekt hat versagt. Der Intellekt ist wohl eine Fertigkeit des Verstandes – geschickt vorgetragene Ideen werden heute noch als Wahrheit etikettiert, um sie als Wahrheit gut zu verkaufen. Doch der Intellekt ist die Quelle des Gehirns und nicht das All-Herz, Gott.
Heute werden weitere Menschen erleben, dass sie dann, wenn sie auf diese Quelle bauen, nicht nur das »Land unter« erleben, sondern mit der Zeit auch den Weltuntergang. Denn die Erde bäumt sich auf. Die Erde geht nicht unter, aber die Welt: all das, was auf der Erde steht – und wir Menschen letzten Endes auch, denn wir sind vielfach »die Welt«. Ist sie noch zu tragen? Ist sie noch zu halten? Die vom Gottesgeist geliehene positive Energie, die Er Seinen Kindern auf den Weg, auf den Fall-Weg, mitgegeben hat, ist weitgehend erschöpft. Die Menschheit hat sie herunter transformiert, gleichsam umgewandelt in Negativenergie, und weitgehend verbraucht. Wir können hinschauen, wohin wir wollen; wir können Gott anklagen oder auch nicht.

»Wo ist Gott?«

Wir könnten uns die Frage stellen: »Wo ist denn Gott?« Wir müssen uns immer wieder sagen: Gott ist allgegenwärtig. Und Gott ist die Liebe. Die Liebe Gottes ist auch die Nächstenliebe. Wer die Gottes- und Nächstenliebe nicht annimmt, indem er nicht nach den Gesetzen Gottes, nach den Gesetzmäßigkeiten der Liebe, der Gottes- und Nächstenliebe, lebt, der trägt dazu bei, dass diese Welt mehr und mehr erkaltet. Ist die Welt erstarrt, dann bricht sie auseinander; sie zerbricht wie Glas, das zu Boden fällt. – Wer hebt die Scherben auf? – Die so genannten Großen dieser Welt oder der, der hungert und friert? – Die Erde wandelt die Scherben um in positive Kraft. Die geliehene Energie wird wieder positiv und kommuniziert mit der Liebe.
Doch wo sind die Menschen? Einige wenige, die die Schritte hin zu dem großen, unendlichen Gesetz der Liebe getan haben, werden mit Christus die Erde neu gestalten, mit Christus erhellen und letztlich auch mit den Naturreichen, mit Tieren, Pflanzen und Mineralien. Wo sind die Seelen? – Es geht weiter in den Stätten der Reinigung, wo die Seelen entsprechend ihrem Bewusstseinsstand sein werden, zum einen, um zu erkennen, was ihnen als Mensch aus dem Geiste geboten wurde, zum anderen, um abzutragen, was sie auf dieser Erde, in dieser Welt verursacht haben.
Trotz alledem bleibt die Erlösung in jedem von uns. Die Erlösung ist die Kraft Christi, ist die Liebe des Vaters, eine Flamme, die sowohl in den Seelen als auch in den Menschen leuchtet. Doch jeder Mensch, jede Seele, hat die Aufgabe, die Flamme zu nähren, so dass sie sämtliche geistigen Partikel der Seele durchstrahlt und – so die Seele Mensch ist – die Zellen des Körpers erfüllt, so dass der Mensch erfüllt ist vom Gesetz der Liebe. Das ist nun mal der Weg. So mancher denkt: Um diesen Weg komme ich umhin. – Ja, wie denn? Die Seele ist unsterblich. Und die Seele trägt das Gesetz der Liebe. So mancher wird sagen: Wie kam es denn dazu, dass so etwas geschieht, was sich nun in der Welt anzeigt? Denn was wir erleben, ist erst der Beginn.

Das Gesetz der Himmel

Ist es im Himmel auch so? O nein! Gott ist Liebe. Die Liebe ist das allwaltende Gesetz in den sieben Grundkräften des mächtigen Geistes der Liebe. Die vier Schöpfungskräfte, wir nennen sie Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst, sind durchdrungen von der Liebe. Keine Kraft kann bestehen ohne die Liebe. So sind die vier Wesenheiten Gottes, die Schöpfungskräfte, durchdrungen von der Liebe. Und die drei Eigenschaften Gottes, die Kindschaftskräfte Güte, Liebe und Barmherzigkeit, durchdrungen von der All-Liebe. Die göttlichen Wesen sind das komprimierte Gesetz der All-Liebe: komprimierte Ordnung, komprimierter Wille, Weisheit, Ernst, Güte, Liebe, Sanftmut. Sie sind eine Einheit mit dem großen All-Gesetz, Gott. Das Gesetz der Liebe können wir auch mit einem feinen Äther vergleichen. Wir würden sagen: »Uns umgibt die Luft.« Die göttlichen Wesen durchströmt das ewige Gesetz, der feinste Äther. Es ist das Leben, das sie atmen, es ist Gott, die Liebe. Gott, die Liebe, ist allgegenwärtige Kraft, ist also dieser feine, feinste Äther, der alles durchströmt. Die göttlichen Wesen sind komprimiertes Gesetz, also komprimierter feinster Äther. Die göttlichen Wesen sind in der ganzen Unendlichkeit gegenwärtig, weil alles in ihnen ist. Doch sie sind nicht allgegenwärtig wie der feinste Äther, das Leben, das alles durchströmt – Gott, die Liebe.
Ein göttliches Wesen wollte ebenfalls allgegenwärtige Liebe sein, allströmender, ewiger, feinster Äther. Dieses Wesen lehnte sich auf gegen diese mächtige Einheit, gegen das Reich Gottes, das jedes göttliche Wesen verkörpert, weil es komprimiertes göttliches Gesetz, komprimiertes göttliches Reich der Liebe, des Friedens und der Einheit ist. Weil die göttlichen Wesen dieses mächtige All-Gesetz der Liebe verkörpern, sind sie frei, sind göttlich, aber nicht Gott. Doch ein Wesen wollte Gott sein. Es wollte den feinsten Äther nicht atmen, es wollte, dass der feinste Äther es nicht durchdringt – es wollte selbst Gott, allgegenwärtiger Strom, allgegenwärtige Strömung, der feinste Äther, sein. Das ging nicht. Gott ist und bleibt allströmende ewige Liebe. Und alle göttlichen Wesen sind gegenwärtig in diesem allströmenden Gesetz der Liebe. Sie sind frei in ihren Bewegungen, frei in ihrem Verhalten, frei in ihrem Handeln, denn sie sind ja komprimiertes Gesetz; es ist das Erbe der Unendlichkeit, des reinen Seins. Sie sind Erben durch das komprimierte Gesetz, das sie verkörpern. Sie verkörpern praktisch das Erbe der Unendlichkeit. Ihnen kann nichts mehr geschenkt werden, sie besitzen alles – nur eines nicht, den alldurchströmenden feinsten Äther. Sie sind komprimierter feinster Äther, aber nicht alldurchströmender Äther. Das eine göttliche Wesen jedoch wollte alldurchströmender Äther sein. – Und so begann der Fall. Das eine Wesen »krempelte« diese wunderbare Einheit um in Eigenliebe: »Ich will!« Nicht »wir sind«, sondern es sprach: »Ich will!« Und daraus entwickelte sich die Eigenliebe. Aus der Eigenliebe entwickelte sich dann die Selbstsucht. Ich will sein wie Gott! Ich will feinster Äther sein, ich will das Leben sein, ich will Gott sein! Und aus der Selbstsucht entwickelten sich der Neid und die Scheinheiligkeit, mit der das eine Wesen weitere Geistwesen abwarb und so den Weg des Falls ging. Die große Liebe, die ewige Kraft, gab den göttlichen Wesen positive Energie mit, Äther, feinsten Äther – wir würden sagen: Luft zum Atmen, zum Leben, zum Dasein. Einige dieser Wesen erkannten später und kehrten zurück. Andere wieder verkörperten immer mehr diese Eigenliebe, die Selbstsucht, den Neid, die Feindseligkeit. Diese Wesen wurden immer dichter. Doch die große Liebe gab ihnen Planeten mit, gab ihnen ein materielles Universum mit und ein feineres Universum; es sind die Reinigungsebenen. Gott gab, wir würden sagen, sehr, sehr viel positive Energie mit. Mit dieser Energie kamen erleuchtete Männer und Frauen, kamen Propheten, durch die Gott sprach, durch die Gott wirkte, um Seine Kinder zu ermahnen: Kehrt um! Kehrt um, es ist höchste Zeit! Nutzt die positive Energie, zieht euch empor in das Reich Gottes! Kommt zurück zum Vater-Mutter-Gott, zum gebenden und empfangenden Leben!

Jesus von Nazareth - ein Mann des Volkes

Was mit den Menschen, durch die Gott wirkte und sprach, gemacht wurde, brauchen wir hier nicht einzeln zu erläutern. Die Menschen erhoben sich mehr und mehr zu Göttern. Sie lehnten den Weg hin zum Paradies des Lebens ab und wollten ihr persönliches Paradies. Als der Fall einen gewissen Tiefstand hatte, kam der Sohn Gottes, der Mitregent der Himmel, unser Erlöser. – Was war Er denn auf dieser Erde? Ein einfacher Mann des Volkes. Er nannte sich weder heiliger Vater noch Exzellenz, noch Eminenz. Er nannte sich Jesus und lernte den Beruf des Ziehvaters, Zimmermann.
Als Er die Lehrtätigkeit begann, lehrte Er und half weiter dem Ziehvater, so gut es ging. Er, der einfache Mann aus dem Volk, brachte uns die höchste Lehre, die Bergpredigt, den Weg ins Vaterhaus. Doch die Pharisäer und Schriftgelehrten wollten es nicht. Das Volk schrie zum einen »Hosianna« – und dann »Kreuzigt Ihn!« Und sie kreuzigten Ihn. Das Volk wollte es so. Und den Machthabern war es gerade recht. »Hosianna« war unangenehm – »Kreuzigt Ihn«, das war der richtige Ruf für die, die an der Macht waren. Und sie kreuzigten Ihn. »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!«, sagte Jesus. Und Er rief den Vater an, und der Vater gab Ihm die Kraft, am Kreuz zu sprechen: »Vater, in Deine Hände übergebe ich Meinen Geist!« – Und dieser Geist ging ein in alle Seelen in den Stätten der Reinigung und in alle Seelen, die Menschen waren. Somit trägt jeder Mensch die Kraft der Erlösung, die Flamme des Heils: den Weg ins Vaterhaus. Doch wenn wir ihn nicht gehen, diesen Weg, dann erleben wir das, was wir eingegeben haben: unsere Eigenliebe.
Gott ist Liebe, es ist der feinste Äther der Liebe; Gott ist das Gesetz der Liebe in allen sieben Grundkräften. Gott ist komprimiertes strömendes Gesetz der Liebe auch in den Geistwesen, die Freiheit, das All-Sein in der Unendlichkeit. Die Fallwesen schufen das Gesetz von Saat und Ernte – nicht Gott. Sie wandten sich ab von der wunderbaren ewigen, allgegenwärtigen Liebe, vom Reich Gottes, das jedes göttliche Wesen verkörpert, das das Erbe jedes göttlichen Wesens ist. Die Fallwesen, und dazu können wir uns auch zählen, schufen das Gesetz: Was der Mensch sät, das wird er ernten, Ursache und Wirkung, Aktion gleich Reaktion – nicht Gott. Gott ist und bleibt das Gesetz der Liebe, und die erlösende Kraft, die Liebe in uns, ist die befreiende Kraft. Aber wir müssen die Schritte hin zum Gesetz der Liebe tun, indem wir schrittweise die Gesetzmäßigkeiten des Lebens verwirklichen und verkörpern. Wir müssen bereit sein, mit unseren Mitmenschen Frieden zu schließen, und Frieden schließen wir doch nur dann, wenn wir uns selbst erkannt haben, wenn wir unsere Eigenliebe, unsere Selbstsucht, unseren Neid, unseren Hass, unsere Feindseligkeit gegenüber unseren Mitmenschen erkannt haben. Dann erst sind wir bereit, unseren Nächsten um Vergebung zu bitten. Dann sind wir aber auch bereit, dem anderen zu vergeben, der mit uns Ähnliches getan hat wie wir mit unseren Mitmenschen. Daraus entwickeln sich die Gesetzmäßigkeiten des Lebens, denn dann fragen wir doch: Ja, was können wir denn in unsere verbogene Gehirnquelle eingeben, die nur auf Selbstsucht, nur auf Eigenliebe, auf den Egotrip, ausgerichtet ist? Dann erst beginnen wir, in unser Gehirn die Gesetzmäßigkeiten des Lebens einzugeben und sie allmählich, Schritt für Schritt, zu erfüllen.

Der Innere Weg: von der Eigenliebe zur Gottesliebe

Das ist der Weg, den uns der Christus gebracht hat, der viele Jahre gelehrt wird. Es ist die Umgestaltung von der Eigenliebe hin zur Gottes- und Nächstenliebe. Es ist doch nicht so, dass Gott etwas von uns verlangt, das wir nicht können! Jeder kann es, denn er trägt in sich das komprimierte Gesetz der unendlichen Liebe – und letztlich die Hilfe des Christus Gottes, den Erlöserfunken. Aber wer nicht will, der kann nicht gezwungen werden, weil tief in unserem Herzen die Freiheit ist. Gott zwingt uns nicht, den Weg mit Christus zum Vater zu gehen. Wir haben die Freiheit, das Gesetz der Liebe, unser göttliches Erbe, anzuwenden oder das Gesetz von Ursache und Wirkung, das ein Fallgesetz ist und kein Gottesgesetz, weiter zu verkörpern und somit unsere Welt niederzureißen. Und dabei sind wir.
Es könnte noch so vieles gesagt werden. Es ist nur ein dünner Bogen, den ich hier gespannt habe. Aber bitte sagt nicht: Warum greift Gott nicht ein? – Er hat doch eingegriffen! Er greift immer wieder ein! Aber Er kann es uns doch bloß sagen. Er kann uns doch bloß helfen. Er kann doch Seine Gnade nur dann wirken lassen, wenn wir wollen. Sagt nicht, Gott straft! Gott straft nicht – Gott ist Liebe! Durch das Fallgeschehen wurde diese von Gott gegebene, geliehene Energie, die positive Lebensenergie, umgepolt zu Negativenergie. Ist sie aufgebraucht, dann kann man sie wohl noch verschieben, man kann dem einen mehr Negativenergie zuschieben; dann geht es ihm eine Zeit gut oder er wird reich, wenn der Widersacher den Reichen gebrauchen kann. Aber diese Energie ist weitgehend, wenn nicht schon ganz verbraucht. Es gibt nur noch eines: Rette sich, wer sich durch Christus retten lassen möchte! – Können tun wir’s alle, denn wir haben den großen Geist der Liebe in uns und die Erlöserflamme, die jeder von uns zum Leuchten bringen kann, so er will. Und im »so er will« liegt die Freiheit.

Heute war angesagt: »Der Innere Weg, Stufe der Weisheit.« Weisheit entwickelt sich nur durch die Liebe zu Gott, denn die Weisheit Gottes kommt aus dem geistigen All-Herzen – und nicht aus dem Verstand. Die All-Weisheit, Gott, ist die Logik. Sie ist im Herzen des Menschen die göttliche Eingabe, die der Intellekt nicht zu verstehen vermag. Aber die göttliche Weisheit lehrt anderes als der Intellekt. Für so manchen ist der Intellekt bequemer, weil die Quelle des Gehirns verstopft ist. Doch irgendwann muss jeder erkennen: Der Intellekt ist nicht die Liebe, weil der Intellekt nicht aus dem All-Herzen kommt. Ohne Liebe keine Weisheit, und ohne Liebe keine Ordnung. Ohne Liebe zu Gott auch nicht der Wille Gottes. Die Liebe ist die höchste Kraft. Die Bewusstwerdung, dass Gott die Liebe ist, und dass Gott existiert und dass Gott uns nie allein gelassen hat, könnte für so manchen Hilfe sein, sein Erdendasein zu verwandeln in die Schritte hin zum Leben, das Gott ist.

Der Innere Weg im Universellen Leben wird im Rahmen der urchristlichen Ethikschule zur Lebensbemeisterung beim Treffen aller Gottsucher in bestimmten Abständen am Sonntagmorgen (10.00 Uhr) bzw. am Freitagabend (19.30 Uhr) gelehrt. Dazu gibt es auch eine Gesprächsrunde an einem Dienstagabend im Monat. Der Innere Weg ist ein freier Weg, der in die Freiheit führt. Jeder kann frei kommen und frei gehen. Es gibt keine Mitgliedschaft, keine Dogmen und keine Kirchensteuer. Informationen zu den Übertragungsorten unter Tel. 0931/3903-260 oder unter http://www.universelles-leben.org/cms/veranstaltungen/treffpunkte.html


Literatur: http://www.das-wort.com/cgi/gen_topic.cgi?lang=de&topic=botschaftausdemall


Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 9/02


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Fernsehtipp
: www.erde-und-mensch.tv
 

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