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Inneres Leben
Lerne beten Viele Menschen beten. Doch so viele Gebete werden offenbar nicht erhört. Warum? Hört Gott nicht? Gibt es überhaupt einen Gott, der Gebete hört? Und wenn ja, kann Er ein Bittgebet erfüllen, oder kann Er dies nicht? Oder will Er nicht? Und warum? Stellt man solche Fragen an Theologen, werden sie mit bedacht ausgewählten Worten auf angebliche »Geheimnisse Gottes« hinweisen. Gabriele, die Gott in ihrem Inneren erfährt und Ihm deshalb als Seine Botschafterin in unserer Welt dienen kann, erklärt uns jedoch, dass es vor allem an uns selbst und unseren Gebeten liegt, ob und wie sie erfüllt werden können. Aus eigener Erfahrung konnte sie deshalb das Büchlein Lerne beten schreiben, welches den Untertitel trägt Im wahren Gebet erlebst du Gott – Wahres Gebet macht glücklich. Die meisten Menschen haben das »wahre Beten« verlernt. Von Religionen und Kirchen wurden sie dazu verführt, Gott im Äußeren zu suchen anstatt im eigenen Inneren. Und sie beten z. B. Gebetsworte nach, die ein Priester vorbetet, wobei Priester und Nach-Beter diese Worte oftmals nicht mit Leben erfüllen. Manchmal ist es so, dass ein Beter vor allem um sich selbst und um seine Probleme kreist, auch um seine Zweifel und Selbstanklagen, und dass er sich in Gedanken und Gefühlen davon in Besitz nehmen lässt. Das Gebet bleibt dann ein Lippengebet, ein »Ferngebet«, wie Gabriele sagt, denn Gott bleibt in dieser Situation fern. »Anstatt dass wir zu Gott gehen«, der uns in jedem Augenblick helfen will, »laufen wir vor Ihm davon«. Deshalb werden so viele Gebete nicht erhört, weil Menschen sich von Gott nicht helfen lassen. »Erst wenn sich der einzelne bewusst wird, dass er selbst der Tempel Gottes ist und Gott in ihm wohnt, weiß er, wohin er sich wenden kann. Wir müssen lernen, uns nach innen zu wenden, Gott in uns zu finden. Im Gebet, im eigenen Inneren gesprochen, erleben wir Gott.« Die Gebetshaltung Der erste Schritt dorthin ist das Stillewerden, wozu auch eine gute äußere, aufrechte Haltung verhilft, da unser Körper mit einer Antenne zu vergleichen ist. Und so, wie eine verbogene Fernsehantenne nicht richtig auf die Sendestation ausgerichtet ist und deshalb keine klaren Bilder übermittelt, so ist unsere innere Antenne auch nicht auf Gott ausgerichtet, wenn wir uns z. B. beim Beten in den Sessel lümmeln, und wir können auch nicht von Gott empfangen. Ablenkungen Doch kaum hat der Schüler auf dem Weg zu Gott innere und äußere
Haltung angenommen und auch gedanklich Abstand von seinen Alltagsgedanken
gewonnen, so baut sich vielleicht schon eine nächste große Hürde auf. Es kommen
möglicherweise ablenkende Gedanken, so dass wir uns gar nicht mehr auf das Gebet
konzentrieren können. Warum dies so ist und wie wir damit umgehen können, wird
uns in dem kleinen Buch verraten. In die Situation hineinspüren Wer nun einfach weniger für sich betet, dafür aber häufiger für
seine Mitmenschen, der bewirkt dennoch kaum etwas, solange er sich noch nicht in
das, wofür er betet, hinein spüren kann. Denn nur mit einem äußeren Gebet
erreichen wir auch nicht die Verbindung zu Gott. Gott gibt uns Antwort Es versteht sich fast von selbst, dass der Betende auch in seinem sonstigen Leben nicht gegen den Inhalt seiner Gebete handeln sollte. Darüber hinaus ist das Gebet, wenn es wirksam sein soll, auch ein Tatgebet: »Tatgebet bedeutet, wir spüren im Herzen: Es ist uns ein echtes Anliegen, dass es den Menschen, der Natur und den Tieren gut geht«, und wir werden auch unser sonstiges Verhalten danach ausrichten. »Plötzlich verstehen wir z. B. unsere Arbeitskollegen und können ihnen helfen, ohne uns hervorzutun.« Dies gibt auch unserem Leben eine ganz andere Dynamik, und wir schöpfen dann »aus der Kraft des Lebens, die in uns ist«. In vielen Situationen merken und erkennen wir dann, so Gabriele, »dass Gott existiert. Auf vielen Wegen, die uns zunächst noch unbekannt sind, gibt Gott uns Antwort.« (dp)
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