Zeitungslügen vor Gericht

Die Würzburger Main-Post, eine Regionalzeitung des überregionalen Pressekonzerns Holtzbrinck, bringt sich durch ihre Berichterstattung über die Urchristen im Universellen Leben immer mehr selbst in Verruf. Zum wiederholten Male wurde ihr jetzt gerichtlich attestiert, dass sie die Unwahrheit schrieb.

So verurteilte sie das Landgericht Würzburg am 13.7.2004, »es bei Meidung von Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu unterlassen«, in Bezug auf das Universelle Leben zu schreiben, dass die Gemeinschaft »den Medien Einblicke verwehrt«. Die Main-Post hatte bei dieser Behauptung unterschlagen, dass sie ausführliche Gespräche unter anderem mit dem Pressesprecher des Universellen Lebens führen konnte und dass sie von der – staatlich genehmigten und von den Schulbehörden hoch geschätzten – Privatschule der Urchristen ausdrücklich zu einem Besuch eingeladen worden war – und nicht kam.

In einem anderen Punkt kam es einstweilen zu einem Patt: Die Zeitung versucht seit Jahren – in Fortführung kirchlicher Verleumdungen –, dem Universellen Leben anzuhängen, es gehe gar nicht um Religion, sondern um ein Wirtschaftsimperium. Sie berief sich hier auf Zuträger, deren Namen sie nicht nannte. Das Gericht vertrat die Auffassung, dass es nicht ehrenrührig sei, dem Universellen Leben nachzusagen, es besitze Wirtschaftsbetriebe. Offenbar hat man sich zu sehr an die Vermischung von Kirche und Kommerz bei den Amtskirchen gewöhnt und nimmt deren Missstände zum Maßstab. Da es nichts Schlimmes sei, dem Universellen Leben ähnliches nachzusagen, habe die Zeitung ihre journalistische Sorgfaltspflicht nicht verletzt. Ob sie die Wahrheit geschrieben hat, ließ das Gericht ausdrücklich dahinstehen. Dabei lassen sowohl das Gericht als auch die Main-Post die öffentliche »Klarstellung« außer Acht, die vor Jahren als Großanzeige in der Main-Post veröffentlicht wurde und die wir im Zusammenhang mit diesem Artikel noch einmal abdrucken. Für die Zukunft hält das Gericht fest: »Es fehlt jeder Anhaltspunkt dafür, dass die Beklagte auch für den Fall, dass die streitgegenständlichen Behauptungen sich als falsch herausstellen sollten, diese weiter verbreiten würde.« Da darf man gespannt sein.
Vor allem wenn man bedenkt, dass wenige Wochen vorher der selben Zeitung vom Gericht attestiert wurde, dass ihr Redakteur Tilman Toepfer über die Urchristen im Universellen Leben so geschrieben hat, dass man ihm in einem Flugblatt ausdrücklich vorwerfen durfte: »Toepfer lügt weiter in der Main-Post.« Grob wahrheitswidrig hatte der Journalist geschrieben, Urchristen hätten auf einem Bauernhof Bäume gefällt. Mit einem süffisanten Kommentar machte er sich gleichzeitig über die Naturliebe der Urchristen lustig.
Das Gericht schrieb ihm ins Stammbuch, dass es dem Redakteur ein Leichtes gewesen wäre, »durch schlichtes Nachfragen« festzustellen, dass er die Unwahrheit schrieb. Obwohl er »die Möglichkeit hatte, die tatsächliche Sachlage zu ermitteln, unterließ er dies, sodass er damit gegen die Pflicht zur Einhaltung der pressemäßigen Sorgfalt verstieß.«

Noch während beide Verfahren liefen, schrieb der selbe Redakteur einen Artikel, in dem er so einseitig aus Texten des Universellen Lebens, die in einem Gerichtsurteil verwendet wurden, zitierte, dass das Landgericht Würzburg die Main-Post zu einer Gegendarstellung verdonnerte – im Wege einer einstweiligen Verfügung und unter Androhung von Ordnungsgeld im Falle des Nichtabdrucks der Gegendarstellung. Doch die Verbissenheit des Würzburger Blattes kennt offenbar keine Grenzen: Statt der gerichtlichen Verfügung unverzüglich Folge zu leisten, versucht man auf krummen Touren auszuweichen, indem man so tut, als hätte man den Gerichtsbeschluss nicht ordnungsgemäß zugestellt bekommen. Der Anwalt des Universellen Lebens kommentierte dies mit der Bemerkung: »Derartiges habe ich in meiner jahrzehntelangen Anwaltstätigkeit noch nicht erlebt.«

Klarstellung

(Dieser Text stammt bereits aus dem Jahr 1996 und hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren)

Seit Jahren führen die Amtskirchen anstelle einer religiösen Auseinandersetzung mit der Lehre des Universellen Lebens einen politischen Kampf gegen Menschen, die sich als Anhänger der urchristlichen Lehre bezeichnen, und gegen Betriebe, in denen diese arbeiten. Verdächtigungen und Unterstellungen gegenüber einzelnen werden, als Meinungsäußerung getarnt, verbreitet, um die Lehre wegen angeblichen Fehlverhaltens einzelner in Misskredit zu bringen. Die Lehre im Universellen Leben ist eine Gabe und kein Zwang – die Lehre bürgt nicht für das Verhalten des einzelnen.

Das göttliche Offenbarungswort und die Lehre, global gesprochen das Universelle Leben, verbreitet sich sprunghaft und hat inzwischen weltweit viele Anhänger gefunden, die sich Urchristen nennen. Keiner kann für den anderen essen und trinken, und keiner kann für den anderen die Gesetze Gottes, die Bergpredigt, verwirklichen oder für das Verantwortung tragen, was der andere sagt oder nicht sagt. Deshalb soll jeder, der mit Urchristen in nah und fern Schwierigkeiten, gleich welcher Art, hat oder unzufrieden ist, sich mit diesen auseinandersetzen nach den sinngemäßen Worten Jesu: »Wenn dein Bruder sündigt, dann gehe zu ihm und weise ihn unter vier Augen zurecht«, und nicht das Offenbarungswerk und die Lehre, global: das Universelle Leben, beschuldigen.

Das Universelle Leben ist das göttliche Offenbarungs- und Lehrwerk auf der Grundlage der Zehn Gebote und der Bergpredigt Jesu, mit der Inneren Geist=Christus-Kirche, den Schulungen des Inneren Weges, den Seminaren und den weltweiten Radiosendungen. Die Lehre im Universellen Leben ist frei, ohne Zwang und Dogmatismus.

Zu den Veranstaltungen können die Menschen frei kommen, sie hören zu, und sie gehen wieder frei. Für ihr Verhalten in ihrem Leben können weder das göttliche Offenbarungswort noch die Lehre verantwortlich gemacht werden, noch die Bundgemeinde Neues Jerusalem, die die Verantwortungsträgerin für die Aktivitäten des Universellen Lebens ist, aber nicht dafür, wie die einzelnen Menschen die Lehre erfüllen und umsetzen.

Soweit einige Urchristen Betriebe gegründet haben und darin arbeiten, geschah und geschieht dies, weil sie mit Gleichgesinnten ihren Lebensunterhalt verdienen und die Ideale der Bergpredigt auch im Arbeitsalltag verwirklichen wollen. Wenn ihnen das nicht immer gelingt, weil sie noch nicht vollkommen sind, tut das der Richtigkeit ihrer Ideale keinen Abbruch. Das Verhalten einzelner Urchristen, soweit wirklich Anlass zur Kritik bestehen sollte und nicht bloß wieder Verdächtigungen im Spiel sind, kann nicht dem göttlichen Offenbarungswort und der Lehre des Universellen Lebens angelastet werden. Dennoch wird dies bösartigerweise immer wieder versucht. Das ist genauso unsinnig, wie es der Versuch wäre, das Verhalten der Katholiken und Protestanten eines bekannten Bekleidungshauses oder einer gut eingeführten Lebensmittelkette der katholischen oder der evangelischen Kirche anzulasten.

Es kommt ja auch niemand auf den Gedanken, den Pfarrer dafür verantwortlich zu machen, wenn ein Protestant oder Katholik sich nach dem sonntäglichen Kirchgang im Wirtshaus betrinkt und anschließend Frau und Kinder verprügelt. Oder ist der Papst oder die katholische Lehre daran schuld, dass die Gläubigen jährlich Millionen von Abtreibungen vornehmen, obwohl die Lehre dagegen spricht? Oder ist die katholische oder evangelische Kirche schuld, wenn jemand in die Pferdekoppel eines katholischen oder evangelischen Pferdehalters steigt und vom Pferd getreten wird?

Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen, vom katholischen Wirtschaftsbetrüger oder Steuersünder bis hin zum protestantischen Mörder oder Terroristen. Wer kommt auf den Gedanken, die Institution oder die Lehre für das Verhalten des einzelnen Mitglieds verantwortlich zu machen?

Das göttliche Offenbarungswerk und die Lehre, in dem Begriff Universelles Leben zusammengefasst, muss jedoch seit Jahren diesen Unsinn über sich ergehen lassen, obwohl es dort kein »du musst« gibt, jeder, auch in den Betrieben, vollkommen frei ist, die Lehre anzunehmen oder nicht, weshalb dort auch Katholiken, Protestanten und andere Menschen arbeiten, ohne dass deswegen irgendjemand mit Strafen oder mit der ewigen Verdammnis bedroht wird.

Wenn sich Menschen, die sich als Urchristen bezeichnen, auch nur leicht danebenbenehmen, z. B. falsch parken oder eine unglückliche Bemerkung machen, wird sogleich das göttliche Offenbarungswerk des Universellen Lebens verteufelt, ohne dass sich irgend jemand die Mühe macht, das Verhalten der einzelnen Personen zu bewerten und es auf diese zu beziehen. Auch die katholische oder evangelische Kirche würden sich entschieden gegen solche absurden und pauschalen Anwürfe verwahren, wenn etwa das Verhalten katholischer oder evangelischer Mitarbeiter eines Bekleidungshauses oder eines bekannten Autoherstellers, eines Lebensmittelgroßhändlers usw. ihnen zugerechnet würde.

Die Anhängerschaft des Universellen Lebens setzt sich aus Millionen freier Urchristen in der ganzen Welt zusammen, die keine eingetragenen und somit keine registrierten Mitglieder sind und auch keine Mitgliedsbeiträge bezahlen, die die Lehre hören – ob sie alle danach leben, kann keiner sagen und dafür auch keine Verantwortung tragen.

Wenn in einer katholischen oder evangelischen Kirchengemeinde sich jemand danebenbenimmt, kommt niemand auf die Idee, den Pfarrer oder den Bischof hierfür verantwortlich zu machen. Wenn aber in der Bundgemeinde Neues Jerusalem einer mit dem anderen nicht mehr zurechtkommt und deshalb weggeht, wird nicht gefragt, warum, sondern das Universelle Leben, die Lehre soll daran schuld sein. Was hat es mit Glauben und Lehre zu tun, wenn ein Millionär sich darüber aufregt, weil er nicht genügend hofiert wird, wenn ein anderer sich mit Urchristen überwirft, weil er sein Machtinteresse nicht durchsetzen kann? Was hat es mit Glauben und Lehre des Universellen Lebens zu tun, wenn ein anderer den Betrieb verlässt, weil er das Vertrauen seiner Mitarbeiter und Kunden missbraucht hat? Oder wenn es zwischen mehreren Mitarbeitern in einem Betrieb Streit gibt und einer oder zwei den Betrieb verlassen – ist dann das Universelle Leben, die Lehre, daran schuld? Die Lehre im Universellen Leben spricht nie »du musst«, sondern »du sollst«, und wer nicht will, kann es halten, wie er es möchte; dafür kann nicht die Lehre verantwortlich gemacht werden.

Das göttliche Offenbarungs- und Lehrwerk wird jahrelang verteufelt und beschuldigt, wenn einzelne Urchristen sich nicht vertragen, wenn einzelne Urchristen Betriebe oder die Bundgemeinde verlassen, wenn einzelne Urchristen gegen ihre Nächsten sind. Es ist jedoch der Verantwortungsbereich dieser einzelnen, das andere ist göttliches Offenbarungsgut und Lehrwerk, das gegeben wird nach dem Prinzip: »Wer es annehmen will, der nehme es an; wer es verwerfen will, der verwerfe es.«

Jeder kann sich mit der Lehre des Universellen Lebens auseinandersetzen. Er kann sie ablehnen; niemand wird ein Glaubensgespräch oder eine Glaubensauseinandersetzung scheuen; jeder kann sagen, wie er es besser machen würde. Es kann auch einzelnen bezüglich ihres Verhaltens vorgehalten werden, dass sie nicht in Übereinstimmung mit der Lehre handelten. Man kann aber nicht die Lehre im Universellen Leben für das Verhalten des einzelnen verantwortlich machen.

Wir appellieren an die Vernunft unserer Mitbürger und der Journalisten, sich nicht länger von derart absurden und irreführenden Schuldzuweisungen beeindrucken zu lassen, auch wenn sie aus durchsichtigen Motiven immer wieder verbreitet werden.

Urchristen im Universellen Leben e.V.
im Oktober 1996



Dieser Erklärung schließe ich ausdrücklich folgendes an:

Die Christusbetriebe gehören dem Verein der Mitarbeiter in Christusbetrieben. Die Besitzer der Christusbetriebe haben sich zur Aufgabe gemacht, Schritt für Schritt die Bergpredigt zu erfüllen. Ich gehöre zu keinem Christusbetrieb, bin kein Mitbesitzer und auch kein Mitverantwortlicher. Ich bin im geistigen Zweig tätig und verantworte das, was ich ausspreche. Was andere aus der Lehre machen, wie sie diese weitergeben, ob sie verwirklicht wird oder nicht, ob sie in den Christusbetrieben angewandt wird oder nicht, dafür bin ich nicht verantwortlich, weil die Lehre im Universellen Leben keinen Zwang ausübt. Ich zwinge niemanden, die Lehre zu glauben oder zu tun. Infolgedessen ist jeder für sein Denken, Reden und Handeln selbst verantwortlich.

Gabriele


Journal Das Friedensreich, Ausgabe Nr. 8/04


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