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August 2005 |
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Die Taizé-Verschwörung? Die beliebte Bruderschaft von Taizé in Frankreich gilt als "ökumenisch" oder in der Vergangenheit gar als "protestantisch". Tausende von Jugendlichen pilgern in jedem Jahr dorthin. Doch mittlerweile wird sie von einem römisch-katholischen "Frater" geleitet, und auch sonst war die "Ökumene" von Taizé womöglich nur eine Tarnung für ein vatikanische Langzeit-Strategie. Lesen Sie nachfolgend zwei Meldungen aus der Rubrik Das Weisse Pferd aktuell aus dem Jahr 2005. Einführend wird auf den Theologieprofessor Klaus Berger hingewiesen, der das Beispiel von Taizé ausdrücklich als vorbildlich hinstellte. Der ehemalige evangelische Theologieprofessor ist am 7.11.2006 wieder in die römisch-katholische Kirche eingetreten. Der katholische Maulwurf 29.7. / 6.11.2005 - Unterwerfungsökumene? / Führt die Kommunität von Taizé evangelische Jugendliche dem Papst zu? - Der mittlerweile wieder in die römisch-katholische Kirche eingetretene evangelische Theologieprofessor Klaus Berger aus Heidelberg (siehe auch den Artikel Professor Klaus Berger und die ökumenische Gottesvergiftung) hat in der FAZ vom 13.7.2005 das entscheidende Wort zum gegenwärtigen Stand der Ökumene genannt: Unterwerfung. Wörtlich schrieb der Theologe: "Die nichtkatholischen Bischöfe unterwerfen sich dem Papst - und der Papst unterwirft sich ihnen." Verschiedene Zeitungen haben das Wort von der "Unterwerfungsökumene" geprägt (z. B. idea-spektrum Nr. 29/2005). Was den Anschein haben könnte, als ginge es hier um ein gegenseitiges Sich-Unterwerfen, ist jedoch Augenwischerei. Tatsächlich geht es um die Unterwerfung aller Konfessionen unter den Papst und die römisch-katholische Kirche, so wie es nach "unfehlbarem" katholischen Glauben auch für alle Menschen heilsnotwendig ist (siehe Neuner-Roos, Der Glaube der Kirche, Lehrsatz Nr. 430). Die Unterwerfung des Papstes im Gegenzug dazu ist rhetorische Kosmetik und kirchenamtlich bzw. juristisch belanglos. Sie bezieht sich gemäß Professor Klaus Berger darauf, den Inhaber des "Stuhles Petri" theologisch auch als "Sklaven der Sklaven Gottes" betrachten zu können. Martin Luther sah das Papsttum noch anders Die Idee der Unterwerfung der Protestanten ist nicht neu. Mit Martin Luther hat sie jedoch nichts zu tun. Für den Reformator aus Wittenberg war noch klar, dass der Stuhl Petri nichts mit Christus zu tun hat, und er lehrte deshalb: "Das Papsttum ... besteht aus Lügen. Darum muss es allein mit dem Wort der Wahrheit vernichtet werden ... Gottes Wort muss dem Papste Abbruch tun, sonst tut´s ihm keine Waffe; denn er ist der Teufel" (Luther Deutsch. Die Werke Martin Luthers in neuer Auswahl für die Gegenwart. Band 9: Tischreden, 3. Auflage, Stuttgart 1960, Nr. 296 und Nr. 297). Taizé-Gründer Schutz erhält in Rom die katholische Hostie Auffällig ist der ausdrückliche Verweis von Professor Klaus Berger auf das Beispiel der ökumenischen bzw. evangelischen Bruderschaft von Taizé und ihren Gründer Roger Schutz, der am 16.8.2005 einem hinterhältigen Messer-Attentat einer Anhängerin zum Opfer fiel, die sich offenbar mehr Zuwendung erzwingen wollte. Schutz gehörte eigentlich der evangelisch-reformierten Konfession an, praktizierte aber in Taizé die Einheit mit der katholischen Kirche so, "dass gerade auch Päpste dem freudig zustimmen" (FAZ, 13.7.2005; Anmerkung: z. B. mit getrenntem Abendmahl innerhalb einer gemeinsamen Veranstaltung bzw. in einem gemeinsamen Raum). Und es war wohl kein Zufall, dass der spätere Papst Benedikt XVI. Roger Schutz bei den Beerdigungsfeierlichkeiten zum Tod von Johannes Paul II. die katholische Hostie austeilte, obwohl die römisch-katholische Kirche dies für Evangelische ablehnt. Vatikan-Sprecher Joaquin Navarro-Falls teilte dazu mit, dass Schutz gerade in einer Gruppe von katholischen Amtsträgern stand, welche die Hostie erhielten und ließ verlauten: "In dieser Situation erschien es unmöglich, ihm das Allerheiligste Sakrament zu verweigern, zumal sein katholischer (Anmerkung der Redaktion: "!") Glaube wohl bekannt ist." Und als ob ihm ein entlarvender Versprecher passiert sei, fügte Joaquin Navarro-Valls dann "präzisierend" hinzu, Schutz bejahe "voll den Glauben der katholischen Kirche an die Eucharistie" (Evangelisches Sonntagsblatt Bayern, 17.7.2005) ... Zurück in den Schoß des Vatikan Bereits in der Ausgabe Nr. 12 der Zeitschrift Zeugendienst und Bibelaktion vom Dezember 1964, die vom Zürcher Verlag "Haus der Bibel" (welcher der Genfer Bibelgesellschaft angeschlossen ist) herausgegeben wurde, stand einiges zu diesem Thema zu lesen, was am 26.1.1994 in einem Leserbrief in idea-spektrum von Thomas Mayer, M.A., aus Nürnberg, aufgegriffen wurde. Darin heißt es wörtlich: "Weiß man nicht, oder hat man vergessen, 1) dass der Gründer und Leiter von Taizé, Frère Roger, dem afrikanischen Bischof Dupont von Bobo Doulasso einmal wissen ließ, dass er jetzt noch nicht in den Schoß der römisch-katholischen Kirche zurückkehre, weil er sonst allein käme; wenn er aber warte, bis er seinen Auftrag ausgeführt habe, mit einem Teil der Protestanten Frankreichs kommen könne? 2) dass Frère Roger Beobachter des II. Vatikanums gewesen ist? 3) dass die Taizé-Bewegung folglich eine Zurück-nach-Rom-Bewegung ist? ..." Dass sich diese Entwicklung fortsetzt, erklärte auch Papst Benedikt XVI. bei einer Generalaudienz in Castelgandolfo am 17.8.2005, einen Tag nach Frère Rogers Tod. Joseph Ratzinger teilte mit, dass Roger ihm schrieb, "dass er sich danach sehnt, möglichst bald nach Rom zu kommen, um mich zu treffen und mir zu sagen, dass ´unsere Gemeinschaft von Taizé ihren Weg in Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater gehen möchte`". (http://www.taize.fr/de_article2652.html) Taizé als Teil des katholischen Weltjugendtags Die Gemeinschaft von Taizé veranstaltet regelmäßig um die Jahreswende große Jugendtreffen in einer europäischen Stadt, und in vielen Orten treffen sich weltweit v. a. Jugendliche, um die Spiritualität von Taizé zu pflegen. Und vielleicht war der Prior von Taizé, Frère Roger Schutz, in Rom längst als Beauftragter des Vatikan in besonderer Mission bekannt. Immerhin "wurde auch vermutet, Schutz sei formell zur katholischen Kirche konvertiert" (Evangelisches Sonntagsblatt in Bayern, 17.7.2005). So bestätigte nach dem feigen Mord an Roger Schutz auch der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe, Prälat Karl Jüsten, gegenüber dem ZDF Morgenmagazin (17.8.2005), Schutz soll "mit dem Gedanken gespielt haben, katholisch zu werden". "Er sei aber evangelisch geblieben" (spiegel.de, 17.8.2005). Doch der bereits von Roger Schutz zu seinem Nachfolger in der Leitung der Kommunität bestimmte deutsche Bruder Alois ist nun ein römisch-katholischer Mönch. Die Leitung von Taizé wechselt damit in katholische Hände. Bruder Alois reiste sofort nach der furchtbaren Mordnachricht vom Weltjugendtag in Köln zurück nach Frankreich. Beim Weltjugendtag in Köln hatte die römisch-katholische Kirche der Taizé-Gemeinschaft zwei als offizielle "Geistliche Zentren" bestimmte katholische Kirchen zur Verfügung gestellt, damit die Kommunität dort mit den katholischen Pilgern Andachten feiert. Auch dies deutliche Indizien, wohin von Taizé aus die Reise geht ... Frère Roger "ewig verdammt" oder "heimlich erlöst"? 17.8. / 22.8.2005 - Römisch-katholische Schreckensbotschaft nach dem furchtbaren Mord - Frère Roger jetzt in der ewigen Verdammnis? - Nach dem furchtbaren Mord an dem Prior der Kommunität von Taizé, Roger Schutz, trugen sich auch Josef Kardinal Meisner und andere römisch-katholische Würdenträger in das Kondolenzbuch in der Kölner katholischen Kirche St. Agnes ein. Dabei stellt sich die Frage: Trauern sie dabei nur um das irdische Leben des Ermordeten oder auch um das aus römisch-katholischer Sicht verlorene Seelenheil des 90jährigen Priors? Tatsache ist: Die römisch-katholische Kirche lehrt unmissverständlich: "Darum können jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollen." Dies ist der Lehrsatz Nr. 373 gemäß dem offiziellen Lehrbuch Josef Neuner - Heinrich Roos, Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung, 13. Auflage, Regensburg 1992. Und der Lehrsatz Nr. 381 ist sogar als "unfehlbare" Glaubenswahrheit gekennzeichnet. Darin heißt es: [Die heilige römische Kirche] "glaubt fest, bekennt und verkündet, dass ´niemand außerhalb der katholischen Kirche, weder Heide` noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter - des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschließt." Und diesen Eintritt hat Frère Roger offenbar nicht vollzogen, obwohl es anders lautende Spekulationen gab (siehe oben) weswegen er nach diesem "unfehlbaren" römisch-katholischen Lehrsatz unmittelbar nach dem Mord "dem ewigen Feuer" verfallen ist. Nichtkatholiken halten das zu Recht für Unsinn. Doch die katholischen Amtsträger sollten so redlich sein und öffentlich zugeben, was ihre Kirche als "unfehlbare" Glaubenswahrheit bekennt.Was Frère Roger betrifft, hat ausgerechnet die Beileidsbekundung von Papst Benedikt XVI. erneut den Verdacht erhärtet, Schutz sei doch im Geheimen der römisch-katholischen Kirche beigetreten. Joseph Ratzinger erklärte nämlich: "Frère Roger ruht in den Armen der nie endenden Güte und der ewigen Liebe. Er ist in die Freude eingegangen, die nie zu Ende gehende" (kreuz.net 17.8.2005). Das kann dreierlei bedeuten: Entweder der Papst ist ein "Ketzer" und widerspricht dem "unfehlbaren" Lehrsatz Nr. 381. Oder Roger Schutz hatte sich doch der römisch-katholischen Kirche angeschlossen, und es wird nur offiziell verleugnet. Oder es gibt eine geheime römisch-katholische Lehraussage, wonach bestimmte Protestanten, Orthodoxe, Juden, Moslems usw. von den Folgen des Satzes Nr. 381 ausgenommen sind; nämlich diejenigen, die z. B. nur zum Schein äußerlich evangelisch-lutherisch, orthodox, jüdisch, muslimisch usw. sind, in Wirklichkeit aber als Agenten des Vatikans in den jeweiligen Gemeinschaften tätig sind. |
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