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Das
naturwissenschaftliche Weltbild wandelt sichDem Schöpfer auf der Spur
Woher kommt die raffinierte Überlebenstaktik einer
"hirnlosen" Raupe?
In Indien lebt eine Schmetterlingsraupe, die sich
vor hungrigen Vögeln auf besonders originelle Weise schützt - in eingerollten Blättern,
die sie selbst zubereitet. Damit sich ein Blatt einrollt und als Gehäuse für die sich
verpuppende Raupe eignet, beißt sie den Blattstiel durch, damit das Blatt vertrocknet -
nicht, ohne es vorher mit Spinnfäden am Zweig festgezurrt zu haben, damit die in Aussicht
genommene Behausung nicht zu Boden fällt. Diese Prozedur vollführt die Raupe auch mit
sechs oder sieben daneben hängenden Blättern. Alle verdorren und rollen sich ein. Am
Ende bezieht die Raupe eines der sieben gleichwertigen und gleich aussehenden Quartiere.
Intelligenz ohne Gehirn
Vielleicht ahnen wir schon, was hier vor sich geht: Es
entpuppt sich nicht nur der prächtige Schmetterling "Kaiseratlas", sondern eine
raffinierte Überlebenstaktik. Schon der Einfall, ein Blatt zu einer Rolle verdorren zu
lassen, um darin zu verschwinden, ist bemerkenswert.
Geradezu genial wirkt das Manöver, dem welken Blatt seine
Auffälligkeit zu nehmen, die Futter suchende Vögel anziehen würde: Statt einem Blatt
lässt man sechs Blätter verwelken und reduziert das Risiko, erwischt zu werden, auf ein
erträgliches Maß. Wie ist zu erklären, dass eine "hirnlose" Raupe so viel
Intelligenz entfaltet?
Die Antwort kann nur lauten: Offenbar gibt es Intelligenz
auch ohne Gehirn. Diese Botschaft des indischen Kaiseratlas ist markant, wenngleich nicht
neu: Jede Zelle, die das ganze Bauprogramm eines Organismus in sich trägt und dennoch nur
ihre speziellen Aufgaben (als Leber-, Gehirn- oder Blutzelle) erfüllt, handelt nicht
weniger intelligent.
Jeder Vogelschwarm, der im Herbst nach Süden zieht und im
Frühjahr in seine alten Behausungen zurückfindet, signalisiert uns Umsicht und
Gedächtnis der Natur. Die Evolution des Lebens wäre ohne diese Fähigkeiten nicht
denkbar. Auch die Naturwissenschaft kann sich immer weniger der Einsicht verschließen,
dass die Welt von einem universellen Geist durchströmt ist.
Der Biologe Sheldrake nennt ihn das "morphogenetische
Feld" und löst sich damit von der materialistischen Betrachtungsweise herkömmlicher
Biologie: Die Formen und Funktionen von Organismen resultieren nicht mehr bloß aus ihrem
genetischen Code. Bei der Musik aus einem Radiogerät geht niemand davon aus,
dass die
Töne von den Bauteilen des Apparats produziert werden, sondern jeder weiß,
dass sie mit
Hilfe elektromagnetischer Wellen entstehen. Genauso wenig ist das Leben und seine Vielfalt
lediglich das Produkt einer bestimmten Zellkombination.
Es gibt keine "tote"
Materie
Dass das Leben ein übergreifendes Prinzip ist, das alles
durchwirkt, wurde erst in den letzten Tagen wieder deutlich. In dem amerikanischen
Wissenschaftsjournal Science berichteten zwei deutsche Chemiker über die
Ergebnisse eines Experiments: Es sei ihnen gelungen, die Verhältnisse zu simulieren, die
in den schwefelhaltigen Urmeeren in vorgeschichtlicher Zeit herrschten. Dabei sei es zur
Selbstvermehrung von Kohlenstoffatomen gekommen.
Die Wissenschaftler wiegelten gegenüber voreiligen
Spekulationen ab: Wir haben nicht bewiesen, wie das Leben auf der Erde entstand, sondern
lediglich, dass ein Selbstanstoß zur Molekülvermehrung möglich ist. Weniger bescheiden
war das Team der Raumsonde Galileo, das auf einer Pressekonferenz die neuesten Bilder vom
Jupitermond "Europa" interpretierte: Sie sind sich "sicher,
dass dort Leben
existiert". Die Bilder zeigen ausgedehnte Eisfelder und dünne Furchen. Unter der
dicken Eiskruste vermutet man einen gewaltigen Ozean, dessen Wasser, von einer noch
unbekannten Wärmequelle aufgeheizt, sogar organische Stoffe enthalten könnte.
Beide Meldungen geben Befunde oder Vermutungen wieder, die
für die Wissenschaft immer selbstverständlicher werden und unser Bewusstsein verändern
könnten: Dass es keine tote Materie gibt und dass alles belebt ist. Das erste Mal gelang
dieser Nachweis einem jungen amerikanischen Chemiker in den 50er Jahren, als er
anorganische Moleküle, wie sie sich auf der Urerde fanden, mit den elektrischen
Entladungen, wie sie sich bei heftigen Gewittern ergeben, bombardierte: Spontan entstanden
einige der wichtigsten biologischen Lebensbausteine, vor allem Aminosäuren.
Der Wissenschaftsautor Hoimar von Ditfurth resümierte
dazu: "Offenbar neigt die Materie aufgrund der Besonderheiten ihrer atomaren Struktur
dazu, sich bevorzugt und sozusagen bei jeder sich ihr bietenden Gelegenheit zu den uns
heute rückblickend als Lebensmolekül geläufigen Verbindungen zusammenzufügen."
Was die Physiker entdeckten, wurde von den Astronomen
bestätigt, die in den Tiefen des Weltraums nach chemischen Verbindungen suchten. Sie
stießen in den kosmischen Staubwolken zwischen den Sternen unserer Milchstraße immer
wieder auch auf organische Verbindungen, die den Biochemikern als Vorstufen von
Lebensbausteinen bekannt sind.
Die Quantentheorie entdeckt
den Geist
Wer davon überzeugt ist, dass Gott existiert und
dass Er
als Allgeist alle Dinge durchwirkt, wundert sich über diese Forschungsergebnisse nicht.
Sie sind Ausdruck der göttlichen Lebensenergie, die sich vom Mikrokosmos bis hin zu
Pflanzen, Tieren und Menschen Bahn bricht.
Dass die Annahme toter Materie eine Illusion ist, folgt
auch aus der in den zwanziger Jahren von den Physikern entwickelten Quantentheorie. Einige
ihrer Ergebnisse sind: Alles was ist, erweist sich als energetische Schwingung. Nichts
existiert für sich in einem leeren Raum, sondern alles als Bündelung innerhalb eines
universellen Energiefeldes. Alles kommuniziert mit allem und in jedem ist alles enthalten.
Dadurch löst sich die Unterscheidung von Materie und Geist mehr und mehr auf. Das sind
nicht Spekulationen von Mystikern, sondern die Überzeugungen von nüchternen
Nobelpreisträgern der Physik und deren Schülern.
Der Atomphysiker David Bohm sprach in diesem Zusammenhang
davon, dass die Welt, die wir in den äußeren Dingen und Ereignissen erfahren, sich nur
begreifen lässt, wenn wir das Vorhandensein einer "impliziten Ordnung"
unterstellen, in der alle Dinge und Ereignisse, die uns lokal und zeitlich getrennt
erscheinen, in eine Einheit eingebettet sind.
Der Physiker geht davon aus, dass auf der Ebene dieser
Ordnung Energien am Werk sind, die so subtil sind, dass wir ihnen noch nicht auf die Spur
gekommen sind. Diese subtilen Energien - oder soll man sagen: feinstofflichen Kräfte? -
üben aber nach seiner Auffassung einen formbildenden Einfluss auf Vorgänge in einer
weniger subtilen Sphäre - man könnte auch sagen: der grobstofflichen Welt - aus.
Bohm deutet damit als Naturwissenschaftler an, was der
Gottesgeist in dem Werk Der Mikrokosmos im Makrokosmos* offenbart hat: "Gott
ist unteilbar und ist deshalb ungeteilt in allem - und in allem das Ganze. Infolgedessen
ist überall Gott. In jedem Baustein der Materie ist Gott. In jedem Ablauf, jedem
Geschehen ist Gott die Bewegung, das Leben.
Die Energiequelle der Seele und des Menschen, der
Wesenskern, Gott, das unbelastbare Sein, und alle positiven Kräfte in allen Bausteinen
stehen über den Wesenskern mit dem reinen Makrokosmos, dem ewigen Gesetz, in beständiger
Kommunikation. Da alle registriert sind und alles registriert ist, so ist auch alles
Kommunikation - durch das Prinzip Senden und Empfangen." (S. 29)
Alles ist Kommunikation
Dieses Senden und Empfangen allen Seins erleben die
Atomphysiker auch in Eigenschaften bestimmter Partikelpaare, die bei atomaren Prozessen
entstehen: Auch wenn sie sich mit Lichtgeschwindigkeit voneinander trennen und jedes in
die entgegen gesetzte Richtung der Galaxie saust, korrespondieren sie miteinander: Was dem
einen widerfährt, lässt sich auch bei dem anderen messen. Kommunikation erfolgt hier
nicht mehr materiell und deshalb auch nicht mehr innerhalb der absoluten Grenze der
Lichtgeschwindigkeit Einsteins, sondern "gleichzeitig".

Das Leben im All -
unerforschlich oder doch vertraut?
Dasselbe Senden und Empfangen in einem geistigen
Energiefeld ist auch bei Sheldrakes "morphogenetischen Feldern" im Spiel, deren
Wirkung im Experiment vielfach nachgewiesen ist. Eines der Beispiele: Wenn bestimmte Tiere
in München mühsam ein bestimmtes Verhalten erlernen, gelingt ihren Artgenossen dasselbe
in New York im Handumdrehen.
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