Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 11/97

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Leseranfrage:

Warum müssen Tiere leiden?

Sehr geehrte "Menschen"!

So darf ich sagen, nachdem mir eine Freundin die Geschichte vom Schafbock Kasimir übersandte. Sie wollte mich trösten, da vor zwei Wochen unser Hund starb ... Wir überlegten, ob wir uns einen neuen Hund zulegen sollten und gingen ins Tierheim ... Jetzt waren das nur ca. 20 Augenpaare, aber auf einmal sahen mich alle Augen der leidenden Tiere an, von der ganzen Welt, aus allen Ställen und Transportern ... Wie gut tat es mir, als ich lesen konnte, dass es Menschen gibt, welche genauso empfinden wie ich ... Vielleicht können Sie mir helfen und mir sagen, wie ich dieses Leid in mir verarbeiten kann ... Dieses Mitleid ist zerstörerisch, wenn nicht dem "Wie es ist" das "Warum?" gegenübersteht.

                                                                                                      Eine Leserin

Der Mensch - das Ungeheuer

Warum müssen Tiere leiden? Diese Frage wird in letzter Zeit mehrfach von Lesern an uns gerichtet. Liobani schreibt darüber in dem Buch: Du, das Tier - Du, der Mensch. Wer hat höhere Werte? folgendes:

"Die Übernächsten, die Tiere, auch die Pflanzen und die Steine, die gesamten Naturreiche, wollen den Menschen dienen. Wer das Leben der Natur nicht achtet und liebt, wer die Kommunikation zum ewigen Sein nicht aufrecht erhält, der wird zu dem, was ich als Ungeheuer bezeichnet habe. Der ichbezogene Mensch setzt sich über das Leben seiner Nächsten und Übernächsten - Tiere, Pflanzen und Mineralien - hinweg, und ist dann verwundert, wenn ihn Leid, Krankheit und Schicksalsschläge treffen." (S. 58)

Auf den Menschen fällt also nach dem Gesetz von Saat und Ernte das zurück, was er der Tierwelt und den Naturreichen insgesamt antut. Für das Tier gilt jedoch dieses Gesetz nicht, denn, wie Liobani schreibt:

"Das Tier, der Übernächste, das Schöpfungskind, ist die Schöpfung aus Gott. Es ist fein und edel, weil die geistigen Lebensformen rein sind." (S. 57)

Tiere können sich also seelisch nicht belasten. Die negativen Verhaltensweisen, die sie mitunter an den Tag legen, haben sie im Laufe unendlich langer Zeiträume von Menschen oder, vor der Entstehung des materiellen Menschen, von den gefallenen Geistwesen übernommen, die damals die noch teilmaterielle Erde bewohnten.

Das Tier kann sich nicht seelisch belasten, es kann jedoch negative Programme des Menschen übernehmen - und es kann negative Erlebnisse speichern:

"Alles, was das Tier erlebt, Gutes und weniger Gutes, geht in seine Teilseele als Erinnerung ein, nicht als seine Belastung, jedoch belastend. Hingegen geht das gegensätzliche Verhalten des Menschen gegenüber seinen Mitmenschen und Tieren, der Pflanzen- und Mineralwelt als Belastung in seine Seele ein. Der Mensch kann also seinem Übernächsten vieles aufzwingen und dadurch dessen geistige Anlagen überdecken und die physischen Anlagen verändern. Er kann jedoch nichts auslöschen. Nach dem Gesetz von Saat und Ernte kommt alles an den Tag, auch das Vergehen an der Tier-. Pflanzen und Mineralwelt. Eines Tages, eventuell erst in einer anderen Einverleibung, begegnet das Tier seinem Tyrannen und wird sich dann auch entsprechend verhalten, je nachdem, was der Mensch, dessen Seele erneut in einem Erdenkleid ist, dem Übernächsten einst angetan hatte ... Wenn die Ursachen zur Wirkung kommen, werden sie in dieser Einverleibung oftmals unter ganz anderen Verhältnissen und Bedingungen aktiv. Der einstige Tyrann, der Mensch, und der einst geknechtete Übernächste begegnen sich. Die Erinnerungen der Teilseele im Übernächsten sind die einstigen Schnupperbilder, mit denen nun das Tier die Seele in dem Menschen erschnuppert, der es einst gequält, gezüchtigt, geschlagen und eventuell auf grausame Weise getötet hat - denn auch Belastungen haben ihre Geruchsnoten. Die Schwingungen treffen also aufeinander, und das Tier erschnuppert an der Ausstrahlung des Menschen den ehemaligen Tyrannen, den Jäger, den Schläger und dergleichen - und erschnuppert das, was dieser ihm einst angetan hat ..." (S.  98/99)

Der Mensch als Verursacher des Leids der Tiere wird also die Folgen zu tragen haben, soweit er nicht rechtzeitig sein Fehlverhalten bereut, über den Schöpfergeist die Teilseelen der Tiere um Verzeihung bittet und gleiches und ähnliches nicht wieder tut. Dann kann u. U. durch die Gnade Gottes einiges hinweg genommen werden, so dass die Wirkung der Ursachen nicht voll zum Tragen kommt.

Doch damit ist die Frage noch nicht ganz beantwortet: "Warum müssen die Tiere leiden?" Liobani sagt:

"Der ewige Schöpfer hat die ganze Schöpfung auf dienen und helfen angelegt, d. h. auf die Kommunikation mit allem Sein." (S. 43)

Gott hat seinen gefallenen Kindern, die sich von Ihm entfernt haben, den Planeten Erde geschenkt und auf diesem die Naturreiche, Tiere und Pflanzen, ohne die ein Leben für uns Menschen auf dieser Erde nicht möglich wäre. Gott achtet also unseren freien Willen und ermöglicht es uns, auf dieser Erde zu leben, damit wir uns in der Erdenschule erkennen und seelisch wachsen und reifen können. Hier offenbart sich die große Liebe unseres Vaters, die auch Seine Schöpfungskinder, die Tiere und Pflanzen, ausstrahlen. Sie leben mit uns auf der Erde, um uns zu dienen - doch unsere Aufgabe wäre es nun, wiederum ihnen zu helfen und zu dienen und sie nicht für unsere Zwecke zu missbrauchen und zu quälen und zu töten.

Wir sollten also unser Denken und Empfinden gegenüber den Tieren überprüfen und ändern. Doch wir sollten dabei auch unsere Mitmenschen nicht vergessen:

"Wer mit den Tieren leben möchte, der muss zuerst mit seinen Mitmenschen in Frieden leben und weitgehend ausgeglichen sein, sowohl im Inneren als auch im Äußeren ... Dann erst erlangt er den rechten Blick und dadurch den Einblick in das Leben aller Lebensformen, und das innere Empfinden und Gespür für die ganze Natur." (S. 96)

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Neben der Änderung des eigenen Verhaltens und der Aufklärung darüber, was nicht in Ordnung ist, gibt es noch eine weitere Möglichkeit, den Tieren zu helfen: Durch das Gebet. Wer möchte, kann sich z. B. jeden Dienstagabend um 20.00 Uhr mit vielen Menschen zusammenschließen, um für die leidende Tierwelt zu beten. Wer den Tieren praktisch helfen möchte, kann dies auch finanziell tun; siehe dazu z. B. http://www.heimat-fuer-tiere.de  oder www.gabriele-stiftung.de

Die Textstellen in Anführungszeichen stammen aus dem Buch Du, das Tier - Du, der Mensch. Wer hat höhere Werte? Für 9,50 € / 17,50 SFr erhältlich bei Verlag Das Wort, Tel. 09391/504-135,
http://www.das-wort.com/deutsch/jesus-und-die-tiere/du-das-tier---du-der-mensch.php

PS: Wer ist Liobani? Sie ist ein reines Geistwesen, das sich durch die Prophetin Gabriele im Universellen Leben offenbart hat. Wer skeptisch ist, braucht nur den Inhalt der Offenbarung zu lesen und kann sich daraus ein eigenen Urteil bilden ...


 

 


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