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Leseranfrage: Warum müssen Tiere leiden?
Sehr geehrte "Menschen"!
So darf ich sagen, nachdem mir eine Freundin die
Geschichte vom Schafbock Kasimir übersandte. Sie wollte mich trösten, da vor zwei Wochen
unser Hund starb ... Wir überlegten, ob wir uns einen neuen Hund zulegen sollten und
gingen ins Tierheim ... Jetzt waren das nur ca. 20 Augenpaare, aber auf einmal sahen mich
alle Augen der leidenden Tiere an, von der ganzen Welt, aus allen Ställen und
Transportern ... Wie gut tat es mir, als ich lesen konnte, dass es Menschen gibt, welche
genauso empfinden wie ich ... Vielleicht können Sie mir helfen und mir sagen, wie ich
dieses Leid in mir verarbeiten kann ... Dieses Mitleid ist zerstörerisch, wenn nicht dem
"Wie es ist" das "Warum?" gegenübersteht.
Eine Leserin
Der Mensch - das Ungeheuer
Warum müssen Tiere leiden? Diese Frage wird in letzter
Zeit mehrfach von Lesern an uns gerichtet. Liobani schreibt darüber in dem Buch:
Du, das Tier - Du, der Mensch. Wer hat höhere Werte? folgendes:
"Die Übernächsten, die Tiere, auch die Pflanzen
und die Steine, die gesamten Naturreiche, wollen den Menschen dienen. Wer das Leben der
Natur nicht achtet und liebt, wer die Kommunikation zum ewigen Sein nicht aufrecht
erhält, der wird zu dem, was ich als Ungeheuer bezeichnet habe. Der ichbezogene Mensch
setzt sich über das Leben seiner Nächsten und Übernächsten - Tiere, Pflanzen und
Mineralien - hinweg, und ist dann verwundert, wenn ihn Leid, Krankheit und
Schicksalsschläge treffen." (S. 58)
Auf den Menschen fällt also nach dem Gesetz von Saat und
Ernte das zurück, was er der Tierwelt und den Naturreichen insgesamt antut. Für das Tier
gilt jedoch dieses Gesetz nicht, denn, wie Liobani schreibt:
"Das Tier, der Übernächste, das Schöpfungskind,
ist die Schöpfung aus Gott. Es ist fein und edel, weil die geistigen Lebensformen rein
sind." (S. 57)
Tiere können sich also seelisch nicht belasten. Die
negativen Verhaltensweisen, die sie mitunter an den Tag legen, haben sie im Laufe
unendlich langer Zeiträume von Menschen oder, vor der Entstehung des materiellen
Menschen, von den gefallenen Geistwesen übernommen, die damals die noch teilmaterielle
Erde bewohnten.
Das Tier kann sich nicht seelisch belasten, es kann jedoch
negative Programme des Menschen übernehmen - und es kann negative Erlebnisse speichern:
"Alles, was das Tier erlebt, Gutes und weniger
Gutes, geht in seine Teilseele als Erinnerung ein, nicht als seine Belastung, jedoch
belastend. Hingegen geht das gegensätzliche Verhalten des Menschen gegenüber seinen
Mitmenschen und Tieren, der Pflanzen- und Mineralwelt als Belastung in seine Seele
ein. Der Mensch kann also seinem Übernächsten vieles aufzwingen und
dadurch dessen geistige Anlagen überdecken und die physischen Anlagen
verändern. Er kann jedoch nichts auslöschen. Nach dem Gesetz von Saat
und Ernte kommt alles an den Tag, auch das Vergehen an der Tier-.
Pflanzen und Mineralwelt. Eines Tages, eventuell erst in einer anderen
Einverleibung, begegnet das Tier seinem Tyrannen und wird sich dann auch
entsprechend verhalten, je nachdem, was der Mensch, dessen Seele erneut
in einem Erdenkleid ist, dem Übernächsten einst angetan hatte ... Wenn
die Ursachen zur Wirkung kommen, werden sie in dieser Einverleibung
oftmals unter ganz anderen Verhältnissen und Bedingungen aktiv. Der
einstige Tyrann, der Mensch, und der einst geknechtete Übernächste
begegnen sich. Die Erinnerungen der Teilseele im Übernächsten sind die
einstigen Schnupperbilder, mit denen nun das Tier die Seele in dem
Menschen erschnuppert, der es einst gequält, gezüchtigt, geschlagen und
eventuell auf grausame Weise getötet hat - denn auch Belastungen haben
ihre Geruchsnoten. Die Schwingungen treffen also aufeinander, und das
Tier erschnuppert an der Ausstrahlung des Menschen den ehemaligen
Tyrannen, den Jäger, den Schläger und dergleichen - und erschnuppert
das, was dieser ihm einst angetan hat ..." (S. 98/99)
Der Mensch als Verursacher des Leids der Tiere wird also
die Folgen zu tragen haben, soweit er nicht rechtzeitig sein Fehlverhalten bereut, über
den Schöpfergeist die Teilseelen der Tiere um Verzeihung bittet und gleiches und
ähnliches nicht wieder tut. Dann kann u. U. durch die Gnade Gottes einiges
hinweg genommen
werden, so dass die Wirkung der Ursachen nicht voll zum Tragen kommt.
Doch damit ist die Frage noch nicht ganz beantwortet:
"Warum müssen die Tiere leiden?" Liobani sagt:
"Der ewige Schöpfer hat die ganze Schöpfung auf
dienen und helfen angelegt, d. h. auf die Kommunikation mit allem Sein."
(S. 43)
Gott hat seinen gefallenen Kindern, die sich von Ihm
entfernt haben, den Planeten Erde geschenkt und auf diesem die Naturreiche, Tiere und
Pflanzen, ohne die ein Leben für uns Menschen auf dieser Erde nicht möglich wäre. Gott
achtet also unseren freien Willen und ermöglicht es uns, auf dieser Erde zu leben, damit
wir uns in der Erdenschule erkennen und seelisch wachsen und reifen können. Hier
offenbart sich die große Liebe unseres Vaters, die auch Seine Schöpfungskinder, die
Tiere und Pflanzen, ausstrahlen. Sie leben mit uns auf der Erde, um uns zu dienen - doch
unsere Aufgabe wäre es nun, wiederum ihnen zu helfen und zu dienen und sie nicht für
unsere Zwecke zu missbrauchen und zu quälen und zu töten.
Wir sollten also unser Denken und Empfinden gegenüber den
Tieren überprüfen und ändern. Doch wir sollten dabei auch unsere Mitmenschen nicht
vergessen:
"Wer mit den Tieren leben möchte, der muss zuerst
mit seinen Mitmenschen in Frieden leben und weitgehend ausgeglichen sein, sowohl im
Inneren als auch im Äußeren ... Dann erst erlangt er den rechten Blick und dadurch den
Einblick in das Leben aller Lebensformen, und das innere Empfinden und Gespür für die
ganze Natur." (S. 96)
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