Origenes und
die Reinkarnation im Urchristentum
Spuren der Wahrheit - verwischt und wiederentdeckt
Und der Mensch wird doch wiedergeboren - sofern er
diesen Evolutionsweg wählen kann und wählt. Bei den ersten Christen gehörte dieses
Wissen zu den Grundlagen und war nicht umstritten wie in späteren Jahrhunderten. Ca. 200
Jahre später lebte in Alexandria in Ägypten der christliche Lehrer Origenes (185-254).
Hat auch er die Möglichkeit der Reinkarnation gelehrt?
Die Quellen geben kein einheitliches Bild. Hat man in seinen Werken Fälschungen
vorgenommen? Wir veröffentlichen nachstehend bisher wenig bekannte Dokumente zu diesem
Thema. Das Ergebnis: Auch Origenes wusste um die Reinkarnation.
Der größte Teil der Werkes von Origenes wurde vernichtet
oder verändert. Der Übersetzer ins Lateinische, Rufin (gestorben 410), bekennt,
dass
manches "verfälscht" sei und fügt hinzu: "... das, was den
sonstigen Äußerungen des Origenes und unserem Glauben zuwider schien, habe ich nicht
übersetzt, sondern als von anderen hinzugefügt übergangen" (Peri Archon III,
Praefatio Rufini 194), "anderes zur Erläuterung hinzugefügt ..."
(Peri
Archon I, Praefatio Rufini 10)
Was Origenes
glaubte
Einer der besten Kenner, der britische Professor Geddes
McGregor, fasst die Ergebnisse zusammen: Origenes habe sich im Hinblick auf die
Reinkarnation gefragt, "ob dieser Vorgang stets die gleiche Zeitspanne in Anspruch
nimmt und ob die Vorbereitungen immer die gleichen sind." (McGregor,
Reinkarnation und Karma im Christentum, Bd.1, Grafing 1985, S. 73).
Wenn jemand bestimmte Voraussetzungen nachweisen kann,
dann, so überlegt Origenes selbst, "folgt daraus zwingend, dass das körperliche
Sein nicht ursprünglich ist, sondern in zeitlichen Abständen ins Dasein tritt ..."
(Peri Archon IV, 4, 8)
In seinem Johanneskommentar schreibt Origenes,
dass der "Begriff
der Reinkarnation durchaus einleuchtend ist" (Joh. Komm. VI, 13, 74).
Und in seinem
Kommentar zur biblischen Geschichte von Jakob und Esau heißt es:
"Wir müssen so annehmen, dass er [Jakob] aufgrund
von Verdiensten eines früheren Lebens ... dem Bruder vorgezogen wurde."
(Peri
Archon II, 9,7) An einer jeweils anderen Stelle spricht sich Origenes gegen die östliche
Vorstellung einer möglichen Reinkarnation in Tierkörper aus bzw. grundsätzlich gegen
eine "Transmigration" (= "Seelenwanderung").
Beim so genannten Kirchenvater Hieronymus (345-420) heißt
es über die christliche Lehre vom Menschen bei Origenes: "Dabei wechselt er
seinen Körper ebenso oft, wie er seinen Wohnsitz beim Abstieg vom Himmel zur Erde
wechselt" (epistula 16).
Und der Patriarch Theophiles von Alexandria fragt: "Was
soll es bedeuten, wenn er [Origenes] erklärt, die Seelen würden wiederholt an Körper
gefesselt und wieder von ihnen getrennt?" (epistula 98, 11)
Der
Bannfluch der Kirche
Im Jahr 399 verdammte dieser Patriarch Origenes, nachdem
Origenes schon einmal zu Lebzeiten, im Jahr 231, von der Kirche exkommuniziert worden war.
Als der römische Staat im Jahr 254 Christen verfolgte, bekannte Origenes seinen
christlichen Glauben und starb an den Folgen der deswegen erlittenen Folter.
Endgültig unter den kirchlichen Bannfluch kam
Origenes im Jahr 553 auf dem Konzil von Konstantinopel, wobei nicht die Reinkarnation
direkt verflucht wurde, sondern deren Voraussetzung und Ziel. Verflucht wurde die
Voraussetzung für Reinkarnation, nämlich dass die Seele schon vor der Geburt des
Menschen existiert.
Verflucht wurde auch das Ziel, nämlich
dass eines Tages
alle Menschen wieder in ihre himmlische Heimat zurückkehren können, womit sich beide
Amtskirchen bis heute auch gegen das biblische Zeugnis stellen (Apostelgeschichte 3, 21; griech: Apokatastasis Panton = Wiederherstellung aller Dinge; vgl. auch: Prediger 12, 6-7;
Micha 4, 6; Jesaja 49, 15 f.; Joh. 6, 38 f.; Joh.10, 16; 1. Kor.15, 25
f; 1. Tim. 2, 3 f.; 2. Petrus 3, 9).
Es lässt sich heute nicht mehr sagen, wie sich der Glaube
des Origenes exakt entwickelte und wo er vielleicht mit seinen Formulierungen der Kirche
entgegenkam, eventuell um in ihr bleiben zu können. Es lassen sich auch nicht
zweifelsfrei alle Fälschungen, Unterschlagungen oder Irrtümer im Einzelfall aufzeigen.
So gibt es zum Beispiel von Gott her gesehen keinen
Unterschied zwischen den Brüdern Jakob und Esau, Er liebt beide gleich. Es gibt
allerdings unterschiedliche Aufträge.
Aufrichtiges Ringen
Gewiss ist jedoch: Obwohl Origenes immer
"rechtgläubig" im Sinne der Kirchenlehre sein wollte, führten ihn sein
aufrichtiges Ringen um die Wahrheit, seine wissenschaftliche Arbeit und sein Gewissen zu
Überzeugungen, die von der Kirche verdammt wurden. Ob er Trost bei Christus gefunden hat,
der sagte: "Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und
verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel
reichlich belohnt werden?" (Matth. 5, 11-12)

Gleich vierfach ließ der
ägyptische Pharao
Ramses II seinen Köper in Stein hauen. Unsere
Seelen zieht es jedoch
"himmelwärts".
Bibliothek von Alexandria neu
aufgebaut
Im Jahr 389 legten Mönche der ägyptischen Kirche die
berühmte 295 v. Chr. gegründete Bibliothek von Alexandria, in der auch Origenes
studierte, in Schutt und Asche. Ca. 900.000 Schriftrollen wurden vernichtet, darunter
möglicherweise auch Beweise für den urchristlichen Glauben an Reinkarnation. Das Rad
dreht sich. Auf Initiative der UNESCO wurde 1995 mit dem Neubau der Bibliothek an
gleicher Stelle begonnen. Das 45.000 m2 große Areal soll 1998 fertig gestellt sein und in
seinem Grundstock vor allem alte islamische Manuskripte und Schriftrollen aus der
Pharaonenzeit beherbergen.
Reinkarnation - Aufklärung
für die Gegenwart
Als im Jahr 389 die große Bibliothek von Alexandria von
Mönchen der ägyptischen Kirche in Brand gesteckt wurde, sind wertvolle Dokumente des
Urchristentums verloren gegangen. Der Geist des Urchristentums wirkt jedoch weiter bis in
die Gegenwart, wo Christus durch Prophetisches Wort erneut über das Gesetz von Saat und
Ernte und die Möglichkeit der Reinkarnation aufklärt:
Mit großem Interesse lesen immer mehr
Menschen in dem Buch Das ist Mein Wort - mit einem Dank an Christus für die erneute unmittelbare
Belehrung und in dem aufrichtigen Bemühen, Gott immer mehr zum Mittelpunkt des Lebens
werden zu lassen. Dieses Ziel verbindet alle Gottsucher aller Epochen bis in die
Gegenwart. In dieser Botschaft aus dem All heißt es unter anderem:
"Eine Seele kann mehrere
oder gar viele Einverleibungen hinter sich haben. Das kann sich so lange fortsetzen, bis
alle Sünden getilgt sind, welche die Seele immer wieder zur Erde ziehen, weil sie noch
erdverwurzelt ist." Das Ziel liegt jedoch himmelwärts: "Denn wer im Erdenkleid bereut und sich bemüht,
seine Sünden Mir, dem Christus, zu übergeben und sie in Mir zu belassen, wer in Mir lebt
und nicht mehr sündigt, der geht ein in das ewige, reine geistige Leben. Für ihn dreht
sich das Rad der Wiedergeburt nicht mehr. Er ist entbunden von Tod und Geburt, weil die
Seele wieder das Wesen aus Gott geworden ist und im Mittelpunkt lebt, in Gott"
(http://www.das-wort.com/deutsch/gottesprophetie-aktuell/das-ist-mein-wort---alpha-und-omega.php).
Beispiel Jakobusbrief:
Bibelveränderungen durch die Amtskirchen
"Der Gedanke der Wiedergeburt ist im Judentum der
Zeit Jesu offensichtlicher Volksglaube", schreibt der jüdische Gelehrte Schalom
ben Chorin in seinem Buch "Bruder Jesus - Der Nazarener aus jüdischer Sicht"
(dtv, München 1977, S. 25).
Ganz selbstverständlich spricht auch der biblische
Jakobusbrief vom "Rad der Geburt" bzw. dem "Rad des
Neuanfangs" (Jak. 3, 6; griechisch: trochos tes geneseos), die Zunge könne es in
Brand setzen. Das heißt: Die Auswirkungen negativer Worte können so schlimm wie ein
Feuer sein, welches das Wiedergeburtsrad für die Betroffenen erneut in Bewegung setzt.
Dieser Brand könne nicht mehr allein in diesem Leben gelöscht werden, sondern käme in
einem weiteren Leben zur Bereinigung auf die Menschen zu.
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