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Was ist Dichtung? Was
ist Wahrheit?Die Bibel -
das maßgeschneiderte Buch der Kirchen
Sie gilt als "Heilige
Schrift", als das "Buch der Bücher",
als das Wort Gottes: die Bibel. Gott, der von sich sagte: Ich Bin der
Ich Bin, sprach durch Abraham, durch Mose und viele weitere Propheten zu
den Menschen. Er gab durch Mose die Zehn Gebote und durch Christus,
Seinen Sohn, die Lehren der Bergpredigt.

Gott
offenbarte sich zu allen Zeiten durch Prophetenmund -
doch was machten die Priester
daraus?
Doch im 5. Buch Mose heißt es: "Meine Pfeile mache
ich trunken von Blut, während mein Schwert sich ins Fleisch frisst - trunken vom Blut
Erschlagener und Gefangener (5. Mose 32, 42).
Spricht Gott so?
Ist das ein Wort Gottes? Spricht so ein Gott der Liebe? War
es wirklich Gott, der durch den Propheten Samuel zu König Saul sprach: "Darum zieh
jetzt in den Kampf, und schlag Amalek! Weihe alles, was ihm gehört, dem Untergang. Schone
es nicht, sondern töte Männer und Frauen, Kinder und Säuglinge, Rinde und Schafe,
Kamele und Esel"? (1. Sam. 15, 3)
Es gibt keinen einheitlichen Urtext der Bibel, weder für
das Alte noch für das Neue Testament. Doch selbst wenn es ihn gäbe: Kein Theologe kann
die Frage für uns entscheiden: Was ist Dichtung, was ist Wahrheit? Jeder
muss selbst
prüfen: Was ist für mich Wort Gottes und was ist Menschenwerk? Für den, der sich dieser
Frage stellt, können einige Aspekte hilfreich sein, die nachfolgend aufgeführt sind.
Vor allem im Alten Testament gibt es unzählige Stellen,
die von einem zornigen Gott sprechen, der zum Töten aufruft und selber tötet. Wie ist
das möglich? Hier kann die Frage weiterhelfen: Wie ist denn die Bibel entstanden?
Der Prophet Mose lebte um 1250 v. Chr. Erst mehrere
Jahrhunderte später wurden die fünf Bücher Mose in ihrer jetzigen Form geschrieben. Das
heißt: Viele Generationen lang gab es nur die mündliche Überlieferung. Jeder weiß, wie
sich eine Information durch bloßes Weitersagen verändern kann.
Auch eine prophetische Botschaft kann jeder nur mit
seinem Bewusstsein auffassen. Nicht umsonst sagte Jesus wiederholt: Wer es fassen kann,
der fasse es. Die Völker zur Zeit Mose glaubten an die Vielgötterei, sie kannten Rache-
und Kriegsgötter. Und von diesem Götterglauben der umliegenden Völker scheint so
manches in die mündliche Überlieferung eingeflossen zu sein.
Erst im 4. Jahrhundert war die
Bibel "fertig"
Ähnliches gilt für das Neue Testament. Die ersten
Aufzeichnungen der Lehre und des Lebens des Jesus von Nazareth wurden erst Jahrzehnte nach
seinem Tod gemacht. Noch hundert Jahre später entstanden weitere Evangelien. Erst im
Jahre 384 n. Chr. war die Zusammenstellung der heutigen Bibel abgeschlossen. Dabei wurden
viele Schriften einfach nicht aufgenommen. Man nannte sie deshalb Apokryphen. Dazu
gehören z. B. das Thomas-Evangelium oder das Perlenlied. In beiden ist jedoch die Lehre
von der Reinkarnation enthalten.
Wurde die mündliche Überlieferung endlich schriftlich
festgehalten, lauerten neue Fehlerquellen: Welche Interessen verfolgte der Schreiber? Was
ließt er weg, was fügte er hinzu? Beispiel: Eine der alttestamentlichen Quellen ist die
sog. Priesterschrift. Es liegt nahe, dass die Schreiber der Priesterkaste Worte und Wirken
der Propheten aus ihrer Sicht darstellten. Doch: Priester waren in der Regel die
Gegenspieler der wahren Gottes-Propheten.
Keine Sprache ist wie die andere. Übersetzungsfehler
sind daher fast unvermeidlich. Gravierender ist jedoch die direkte Verfälschung des
Texte.
Widerspricht sich Gott?
Die Priester führten Leid, Not und Schicksalsschläge
letztlich auf einen fernen, zornigen Gott zurück. Die heutigen Priester sprechen vom
"unerforschlichen Ratschluss Gottes". Dem verängstigten Gläubigen versprach
der Priester - gegen Bezahlung -, zwischen ihm und dem grimmigen Gott zu vermitteln. Am
besten sei die Versöhnung mit dem zornigen Gott durch ein Opfer.
Bei diesem Opferkult kann er sich auch noch auf eine
Anweisung Gottes berufen. So heißt es z. B. in der Priesterschrift: "Der Herr sprach
zu Mose: ... Dann soll er [der Priester] das ganze Fett davon darbringen: den Fettschwanz,
das Fett, das die Eingeweide bedeckt, die beiden Nieren, das Fett über ihnen und das an
den Lenden sowie die Fettmasse .... Jedes Speiseopfer, das im Ofen gebacken oder in einem
Kochtopf oder auf einer Ofenplatte zubereitet wurde, gehört dem Priester, der es
darbringt." (3. Mose 7, 2-4.9)
Durch den Propheten Amos offenbart Gott das Gegenteil:
"Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen
daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen." (Amos 5, 22)
Was ist los? Widerspricht sich Gott? Oder ist hier der
heidnische Opferkult in das Volk der entstehende Volk Gottes eingedrungen?
Verlangt Gott Menschenopfer?
Auch in das Herzstück der Bibel ist die antike
Opfervorstellung eingedrungen: die Erlösung durch Christus. Nach katholischem und
evangelischem Glauben hat Christus durch seinen Kreuzestod ein "Sühneopfer",
ein "Lösegeld" für unsere Sünden erbracht.
So heißt es im Hebräerbrief: "Denn wenn schon das
Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt
werden, so heiligt, dass sie leiblich rein werden, wie viel mehr wird das Blut Christi, der
sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen
von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen ... seitdem wartet er
[Christus], bis seine Feinde ihm als Schemel unter die Füße gelegt werden."
(Hebräer
9, 13-14)
Ist das derselbe Christus, der den Menschen von einem
liebenden Vater erzählt, welcher für jedes Seiner Kinder die Türe ins Vaterhaus
offen hält, wie z. B. im dem wunderbaren Gleichnis vom verlorenen Sohn erzählt wird
(Lk. 15)?
Sogar Abraham, der Stammvater Israels, war von Opfer-Denken
nicht frei. Als Gott ihn mahnte, seine abgöttische Liebe zu seinem Sohn Isaak abzulegen,
meinte er, Gott wolle, dass er seinen Sohn opfere. Bekanntlich griff Gott ein und
verhinderte die Tötung Isaaks.
Luthers ferner Gott und das
Gesetz von Saat und Ernte
"Bin ich nur ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr,
und nicht auch ein Gott, der ferne ist?" So heißt es im Buch Jeremia
(23, 23). Ist
damit etwa gemeint, dass Gott sich vom Menschen entfernen kann, ohne
dass der Mensch
darauf Einfluss hat? Luther glaubte an einen solchen "abwesenden" Gott (deus
absconditus) mit "unausforschlichen Willen" und schreibt: "Es genügt, zu
wissen, dass in Gott ein unausforschlicher Wille da ist.
Was aber dieser Wille und warum und inwiefern er es will,
das darf man schlechterdings nicht fragen, zu erkunden wünschen, sich darum kümmern oder
berühren, sondern nur fürchten und anbeten" (Luther, WA 18, S. 686). Luther beruft
sich dabei auch auf das Bibelwort des Paulus, wo er Gott mit einem Töpfer vergleicht:
"Hat nicht ein Töpfer Macht über den Ton, aus demselben Klumpen ein Gefäß zu
ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen?"
(Röm. 9, 21)
Ist dieser Gott, der Gefäße auch "zu nicht
ehrenvollem Gebrauch" macht, der den einen bevorzugt und den anderen benachteiligt,
unser aller Vater, der jeden gleich liebt? Oder ist nicht jede Gottferne immer das Werk
des Menschen, der sich von dem in ihm gegenwärtigen Gott abgewandt hat?
Wann immer die Rede vom Zorn Gottes ist, von Strafen oder
Plagen Gottes oder gar vom tötenden Gott, dann schreibt der Mensch Gott etwas zu, was er
selber ist. Wenn uns Not, Leid und Schicksal treffen, dann sind wir selbst die Verursacher
- nicht Gott. Nicht Gott straft, sondern auf den Menschen kommt das zurück, was er gesät
und nicht bereinigt hat: Es ist das Gesetz von Saat und Ernte. Diese Erfahrung soll dem
Menschen zur Selbsterkenntnis, zur Reue, zur Umkehr und zur Hinwendung an Gott und Seine
Gebote dienen.
Wer suchet, der findet
Wer zu der Erkenntnis kommt: Die Bibel enthält Teile der
Wahrheit, sie ist jedoch zum Teil Menschenwerk und das maßgeschneiderte Kleid der Kirche,
der macht sich vielleicht auf die Suche nach der ganzen Wahrheit, nach dem, was Jesus
wirklich gesagt hat und wie Er gelebt hat. Vielleicht stößt er auch auf den
bemerkenswerten Satz im Evangelium des Johannes: "Ich hätte euch noch vieles zu
sagen; aber ihr könnte es jetzt noch nicht ertragen. Wenn aber jener kommt, der Geist der
Wahrheit, so wird er euch in die ganze Wahrheit führen." (16, 12 f.)
Der Kreis hat sich geschlossen

Gott kann nicht
"studiert" werden.
Die Wahrheit zeigt sich beim Tun Seiner Worte.
Für den, der es annehmen will: Christus hat diese Zusage
erfüllt. Der Kreis der großen Propheten hat sich geschlossen. Über 20 Jahre lang
offenbarte sich der Christus-Gottesgeist durch Prophetenmund, durch Seine Prophetin, in
mehr als 3000 Offenbarungen. Er schenkte uns die authentische Beschreibung seiner Lehre
und Seines Lebens (siehe dazu v.a.
http://www.das-wort.com/deutsch/gottesprophetie-aktuell/das-ist-mein-wort---alpha-und-omega.php). Darüber hinaus hat er uns in alle Wahrheiten eingeführt, soweit sie
mit menschlichen Worten ausgedrückt werden können.
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