Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 23/97

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Monster-Staudamm mit deutscher Hilfe

Die deutschen Steuerzahler unterstützen - unfreiwilligerweise - mit einer Risikobürgschaft den gigantischen Staudamm, der in den nächsten Jahren in China am Yang-tse-Fluß entstehen wird. Der deutsche Siemens-Konzern wird drei große Turbinen für den 185 Meter hohen Staudamm bauen - allerdings nicht in Deutschland, sondern im Ausland.

malerischer Yang tse

Die malerischen Schluchten des Yang-tse sind berühmt.
Auch hier wird der Wasserspiegel erheblich steigen

Die deutsche Regierung stützt dieses Geschäft mit einer Bürgschaft ab. Amerikanische Banken hatten sich bisher geweigert, dasselbe für US-Firmen zu tun. Nun geraten sie in Zugzwang.

Ökologen befürchten große Verschmutzungen des Wassers durch die Städte und Fabriken, die in dem 600 Kilometer langen Stausee untergehen werden. Sie weisen außerdem darauf hin, dass sich der See durch Sedimente rasch auffüllen wird, die der drittlängste Fluss der Erde - nach Nil und Amazonas - aus dem Himalaja anschleppt.

Seit dem Bau des Assuan-Staudamms in Ägypten bleibt für die ägyptischen Bauern der fruchtbare Boden aus, den der Nil früher transportiert hatte. In China regte sich auch Protest wegen der geplanten Umsiedlung von 1,2 Millionen Menschen und der Überflutung vieler bedeutender Kultur- und Naturstätten. Der weiße Flussdelphin, der nur noch dort vorkommt, ist durch das Projekt vom Aussterben bedroht.

Auch am Gelben Fluss, dem zweitgrößten Fluss Chinas, wird derzeit ein riesiger Staudamm gebaut. Vor über einem Jahr hatte der amerikanische Geophysiker Fong Chao darauf hingewiesen, welch ungeheure Wassermassen durch die Stauseen auf der Erde zurückgehalten und daran gehindert werden, sich über die Weltmeere zu verteilen.

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Mit dem aufgestauten Wasser könnte man das gesamte Festland der Erde sieben Zentimeter hoch bedecken! Die Stauseen stören das natürliche Gleichgewicht der Erde und können auf diese Weise die Stellung der Erdachse beeinträchtigen.

Könnten sie auch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder einen Polsprung beschleunigen? Niemand weiß es genau. Aber man baut weiter ...

Aktuell: Seit Mai 2006 ist der Staudamm fertig gestellt.


 

 

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Fernsehtipp: www.erde-und-mensch.tv

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