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Ausgabe 12/98

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Stoff für weitere Inkarnationen

Unsere Seele - ein Webstuhl?

Manche Menschen klagen, wie schön ihr Leben früher war und wie mühsam heute. Anderen geht es heute gut, nachdem sie früher Schlimmes durchgemacht haben. Wie ordnet sich jeder von uns ein? Wird mein Leben eigentlich jeden Tag lichter oder jeden Tag dunkler?

Unsere Seele kann wie ein Webstuhl sein, der einen Stoff webt. Die Struktur des Stoffes, den wir weben, setzt sich zusammen aus den negativen Inhalten unseres Fühlens, Empfindens, Denkens, Sprechens und Handelns. Er bildet die Hülle, die wir um unser Wesen herumweben. In diesen Stoff haben wir alles Sündhafte, Negative hineingewebt. Die Struktur des Stoffes nimmt auch Einfluss auf unsere Gene und geht in diese ein. Unser innerstes Wesen ist aber göttlich und vollkommen. Gott und Christus sind das Leben in uns und sind uns näher als unsere Arme und Beine, näher als jede Umhüllung. Unser Leben in der Einheit mit Gott haben wir mit den Stoffen verhüllt. Doch auch in ihnen ist das Göttliche, die positive Kraft. So ist uns diese Kraft geschenkt, um die Hüllen allmählich zu durchlichten und aufzulösen und die Arbeit des Webstuhls zu beenden. Wird unser Leben also jeden Tag lichter? Oder weben wir noch dichteren Stoff und noch mehr Hüllen hinzu, die unser Leben letztlich verdunkeln?

Stirbt der Mensch, dann kann er sein Äußeres nicht mit ins Jenseits nehmen. Doch die Hüllen der Seele, diesen Stoff, nimmt er mit.

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Unser inneres Wesen ist göttlich - doch womit umweben wir uns?

Durch die Fortpflanzung bleiben die Gene auf der Erde. Und im Jenseits zieht es die Seelenhüllen, den Stoff, wieder zu den Genen im Diesseits.

Auch in der nächsten Inkarnation webt die Seele unter Umständen weiter an diesem Stoff und fügt immer dichtere Laken hinzu. Tragen Seele und Mensch dann an der Schwere ihrer Umhüllungen, fragt der Mensch oft: Wo ist Gott? Wer kann mich von der Last der Stoffe befreien? Diese Frage leitet oft die Wende des Schicksals ein.

Der Mensch kann lernen, zunächst die wichtigsten Fasern zu erkennen, indem er sich fragt: Was rede ich? Was sehe ich? Was höre ich? Was empfinde und denke ich, wenn die Sinne wirksam sind? Täglich kann jemand Negatives in der Struktur seines Stoffes erkennen, bereuen und mit der Hilfe von Christus, der in allem ist, bereinigen.

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Wie ordne ich mich ein? Ist mein Leben auf diese Weise schon lichter geworden, der Stoff feiner und durchsichtiger? Oder webe ich noch weiter an dunklen Hüllen? Oder schon wieder?


 



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Fernsehtipp: www.erde-und-mensch.tv

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