Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 15/98

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Wie schützen wir uns vor schädlichen Umwelteinflüssen?

Sommer, Sonne, Licht, Ozon

Endlich wieder Sommer - so war es Ende Juli von allen Seiten zu hören, als das wolkig bis heitere Regenwetter eine Pause einlegte. Doch während sich die Mitteleuropäer in die Sonne legen, verhält man sich auf der anderen Seite des Globus inzwischen anders. In Australien werden in den Läden neben Sonnencremes Augen schonende Rundum-Brillen verkauft, dazu Kleider, Ganzkörper-Badeanzüge und T-Shirts mit Lichtschutzfaktor. Jedes Schulkind kennt den Unterschied zwischen der ungefährlichen UV-A-Strahlung und der gefährlichen UV-B-Strahlung. Wer ohne Mütze in die Schule kommt, darf nicht auf den Pausenhof. Die Nachfrage nach Hüten mit Nackenschutz und Nasenkappen steigt.

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Das Licht der Sonne belebt die Erde - doch die
Gefahren der Sonneneinstrahlung nehmen zu.

Das Ozonloch hat die australische Gesellschaft verändert. Die Ozonschicht in der Stratosphäre (in 20-50 km Höhe) schützt die Erde vor der gefährlichen ultravioletten Strahlung aus dem All. Die Australier leiden bisher am stärksten unter dem Ozonloch. Hier und über der Antarktis hat die gefährliche UV-Strahlung in den letzten Jahren um 20 % zugenommen. Der ganze Alltag ist auf Schutz vor der Sonne ausgerichtet. Zwischen 11 Uhr und 15 Uhr findet man kaum einen Australier am Strand, weil in dieser Zeit die höchste UV-Strahlung herrscht. Die Badeanzüge bedecken fast den ganzen Körper. Beim Kaffeetrinken im Freien werden neben Kaffee und Kuchen wie selbstverständlich auch Sonnenblocker angeboten. Nach einer Studie von Wissenschaftlern der Küstenstadt Brisbane, werden 41 % der Stadtbevölkerung im Laufe ihres Lebens an Hautkrebs erkranken.

Der Mann, der uns den Sommer verspricht ...

Zurück nach Deutschland: Als "Mann, der uns den Sommer verspricht" bezeichnete Bild den Wetterforscher Manfred Tietz. Aufgrund einer Analyse der Wetterstatistik hatte er erklärt: "Der August wird herrlich sonnig und warm." Da sonniges und nicht zu heißes Wetter positiv auf den menschlichen Organismus wirkt, scheint dies eine gute Nachricht. Doch erst langsam wird man sich auch hierzulande bewusst, dass die aggressive UV-Strahlung der Sonne zunimmt. Schattige Plätze werden beliebter. Doch auch sie sind nicht UV-sicher, weil die Strahlung durch Staubpartikel in der Luft reflektiert wird. Zum Vergleich: Wasser reflektiert 100 %, Asphalt 45 %, Sand 20 %, Gras nur 3 %. Die meisten Kleider halten nur ca. 35-40 % der Strahlung ab, eng gewebte Leinen- und Baumwollstoffe mehr. Am besten schirmt Hanf ab, ca. 95-100 %. Ein Sonnenbrand wird immer gefährlicher. 100.000 Menschen erkrankten im letzten Jahr in Deutschland an Hautkrebs, ca. 3.000 starben daran.

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Bei Sonnenschein Beine und Arme frei? Immer
mehr Menschen bedecken lieber ihre Haut.

Oft befällt der Krebs die Hautpartien, an denen der Mensch zuvor schon Sonnenbrand hatte. Hautkrebs ist aber heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Falls sich ein Leberfleck verändert, sich vergrößert, sich wölbt oder unterschiedlich pigmentiert wird, ist ein Besuch beim Hautarzt anzuraten.

Das Ozon in Bodennähe

Auch das Ozon in Bodennähe wird zum Problem. Durch die ausgedünnte Ozonschicht in der Stratosphäre erreichen die gefährlichen UV-Strahlen UV-B und UV-C die Erde. Sie verbinden sich mit dem Luftsauerstoff zu Ozon. Anstatt in der Stratosphäre, wo es notwendig wäre, bildet sich Ozon auf dem Erdboden, wo es schadet. Es kann Reizungen der Atemwege, Kopfschmerzen, Husten, Konzentrationsstörungen und Schwächungen des Immunsystems hervorrufen - bis hin zum Einfluss auf das Erbgut. Deshalb raten Ärzte, bei hohem Ozongehalt der Luft keine anstrengenden Arbeiten im Freien durchzuführen und nicht im Freien Sport zu treiben. Die Ozongrenzwerte sind mittlerweile auch ein politisches Problem geworden: Vor einigen Jahren wurde in der Schweiz bereits bei 120 Mikrogramm Ozon/cm3 Luft gewarnt. In Deutschland liegt der Grenzwert erst bei 240 Mikrogramm. Und für das Fahrverbot, das bei diesem Wert ausgesprochen wird, gibt es zudem noch sehr viele Ausnahmen.

Die Sonne - ein gebender Planet

Von Natur aus ist die Sonne ein gebender und dienender Planet, der das Leben auf der Erde und für den Menschen überhaupt erst ermöglicht. Selbst die UV-Strahlung ist in der richtigen Dosierung hilfreich für den Menschen, unterstützt z. B. das Immunsystem und verbessert die Calciumversorgung des Körpers durch das Vitamin D 3. So haben auch Solarien weiterhin eine positive Funktion, z. B. bei Osteoporose (Knochenschwund), Winterdepression, Schuppenflechte oder Neurodermitis.

Das Licht der Sonne schenkt uns Wohlbehagen und Vitalität, vertreibt düstere Gedanken und Stimmungen und hilft uns, den Alltag optimistischer anzugehen. Und was nur wenige wissen: Licht vermittelt dem Körper auch Informationen, um die ordnenden Kräfte in den Zellen zu aktivieren, ebenso die Hormone, Drüsen, Stoffwechselvorgänge und das Immunsystem.

Licht-Therapie

In früheren Zeiten haben die so genannten Lichtspektren des Tages automatisch positiv auf den Menschen eingewirkt, der sich viel im Freien aufhielt: Am Morgen das rötliche Licht, das sich vormittags in golden wandelt, mittags in silber, nachmittags wieder in golden, abends zurück in rot. In geschlossenen Räumen wirken die Spektren verfälscht, und durch die Umweltbelastung wurden sie weiter beeinträchtigt. Doch nicht überall. Bei einem Spaziergang in einem lichtdurchfluteten Wald kann man immer noch die heilsame Wirkung des Spektrallichts erfahren.

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Inzwischen wurde auch eine Lichttherapie entwickelt ("Wendel-Biolicht-Therapie"), welche die Lichtspektren der Sonne im Tageslauf abbildet. Das Licht wird über die Augen, die Haut und das Nervensystem ca. eine Stunde lang aufgenommen. In Verbindung mit bewusstem Essen, Ruhephasen und Massagen kann die Therapie zu einer spürbaren Verbesserung des Befindens führen (Nähere Informationen evtl. bei www.naturklinik.com). (Dieter Potzel)


 


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Fernsehtipp
: www.erde-und-mensch.tv

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