Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 16/98

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Gabriele über ihre Ausbildung zum Propheten

Gott zu hören ist das Schönste, Prophet zu sein ist das Schwerste

In einer Veranstaltung der Urchristen fragten Teilnehmer, wie Gott einen Propheten auf seine Aufgabe vorbereitet. Bisher konnte man etwas dazu in den Prophetenbüchern nachlesen, wie sie uns in der Bibel überliefert sind. Heute können wir eine unter uns lebende Prophetin direkt befragen. Zugleich können wir mit ihrer Hilfe besser verstehen, was die Berichte der alttestamentlichen Propheten beinhalten.

Berichte aus der Bibel

Nehmen wir z. B. den Bericht im Buch des Propheten Amos 7, 10-15. Amazja, der Priester der Stadt Bet-El, bekämpft Amos, und er versucht, ihn beim König Jerobeam von Israel schlechtzumachen. Zu Amos selbst sagte er: "Du Seher, geh, flüchte dich ins Land Juda! Dort iss dein Brot, und dort magst du als Prophet weissagen! Aber in Bet-El darfst du nicht mehr als Prophet reden; denn das hier ist das Heiligtum des Königs und der Reichstempel." Da antwortet ihm Amos: "Ich bin kein Prophet und auch kein Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehzüchter, und ich ziehe Maulbeerfeigen. Aber der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: Geh und rede als Prophet zu meinem Volk Israel."

Gott nimmt den Propheten wie ein "Werkzeug", das in Seiner Hand das ausführt, was Er damit tun will. Notwendig dafür ist allerdings das Ja des Propheten. Dass der Prophet, wie z. B. Amos, in seinem Inneren verstehen kann, was Gott durch ihn aussprechen möchte, geht in der Regel auf eine längere Vorbereitungszeit zurück. Dies kann z. B. auch in vergangene Inkarnationen oder in das geistige Leben vor der Geburt zurück reichen. Ein "Wort Gottes" über Jeremia heißt z. B.: "Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker" (Jeremia 1, 5). Daran wird deutlich, dass die Schritte auf dieser Erde nicht die ersten Schritte in unserer Existenz sind.

Vielleicht beginnen wir, ein wenig von der menschlich schweren Aufgabe des Propheten zu begreifen, wenn wir lesen, was der Prophet Jesaja von sich sagt: "Weh mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen ..." (Jesaja 6, 5).

Jeder Prophet bekommt aber auch Hilfen für sein Prophetenamt, oder er vernimmt tröstende Worte. So spricht Gott z. B. zum Propheten Hesekiel: "Das Haus Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich nicht hören" (Hesekiel 3, 7).

Aufs Ganze gesehen haben wir aber wenig Berichte darüber, wie Gott einen Propheten auf seine Aufgabe vorbereitet. An jedem Propheten durfte sich auch der Widersacher messen, auch an Jesus von Nazareth, der in allen Versuchungen stand hielt (Matthäus 4, 1 ff.).

Gabriele

Wie war nun die Vorbereitung bei Gabriele, der Prophetin Gottes für unsere Zeit? Auch wenn Gabriele ungern darüber spricht, so gab sie doch Antwort. Sie erzählte von ihrer Ausbildung durch die geistige Welt, um das Prophetische Wort geben zu können und schilderte auch Details, die nur für Propheten gelten. So war es ihr z. B. nicht gestattet, esoterische Bücher zu lesen, um die Gehirnzellen für das Prophetische Wort freizuhalten. Sie sagte dazu:

"Ich habe vor dem Durchbruch des Inneren Wortes keine geistigen Bücher gelesen. Als ich dann das Wort in mir hörte und fassungslos davor stand, in der Frage: ‘Das versteh ich nicht. Das kenne ich nicht’, da kamen Zusammenhänge über den Himmel, über die Planeten und vieles mehr. Da drängte es mich immer wieder, esoterische Bücher zu suchen und zu lesen. Doch der Geist war unnachgiebig: Ich sollte nichts lesen. Ich fragte natürlich, warum. Die sinngemäße Antwort war: Es braucht einen klaren und sauberen Kanal. Es darf in den Gehirnzellen kein geistiges Wissen gespeichert sein. So bin ich in die Offenbarungen hineingegangen ohne jedes geistige Wissen."

"Während der dreijährigen Ausbildung ging es auch um das Herausfiltern des Allzumenschlichen aus den Gehirnzellen und um dessen allmähliche Auflösung im Unterbewusstsein. Auf diese Weise wurde das Flussbett, der Kanal vom Oberbewusstsein zur Seele in den Seelengrund, geschaffen. Bruder Emanuel, mein geistiger Lehrer, sagte: ‘Das Gehirn braucht einzig die Impulse aus dem ewigen Gesetz’. Und je mehr ich mich auf das Göttliche ausrichtete, umso öfter kamen die Impulse von Christus hindurch."

"Ich wollte nie Prophetin sein"

"Zwar liebte ich Gott, unseren Vater, und ich liebte Christus. Aber Prophet zu sein, das war für mich unmöglich. ´Das tu ich nicht. Das mach ich nicht.` Ich habe es von A bis Z abgelehnt. Ich wollte nie Prophetin sein. Das Wort ´Prophet?` war für mich das Schlimmste. Ich habe mich fast drei Jahre lang dagegen gewehrt. Nach ungefähr zweieinhalb Jahren hat dann die geistige Welt die Familie eingesetzt. Die hat dann gesagt: ‘Es hat keinen Wert, dass du dich wehrst. Das gehört zum Auftrag dazu und muss erfüllt werden.’"

"Die Schulung zum Propheten war hart, sehr hart. Gott verlangt von dem Menschen, den er zum Kanal für die Menschheit aufbaut, alles. Alles, was ihm als Mensch noch lieb und wert war, muss er lassen. Der Prophet hat in Bezug auf seinen Auftrag keinen freien Willen. Gott verlangt es von ihm, und er muss es tun. Gott wirft den Menschen nieder, er zwingt ihn in die Knie. Wenn ich mich in der Ausbildung zum Propheten gewehrt habe, dann hat mich der Geist nicht weiter geschult. Dann hieß es wieder: Das und das ist nicht erfüllt! Entweder du tust es, oder du bleibst stehen! Er lässt den Propheten auch schimpfen, und ich habe geschimpft: ‘Ich will nicht! Ich geh nicht in die Öffentlichkeit! Ich tu alles für Dich!’ Ich habe oft zu Ihm gesagt: ‘Ich geh als Toilettenfrau mein ganzes Leben lang, aber bitte nicht Prophetin!’ Ich habe gerungen und habe gegen Ihn gekämpft. Er hat mich zwar protestieren lassen, aber sich dann doch durchgesetzt. Es ist schon ein schwerer Gang, um Sein Wort zu hören und es weitergeben zu können. Es ist ja ein Strom, der fließen muss. - Schön ist es, zu Seinem Wort zu werden."

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Inzwischen ist der Auftrag erfüllt, und die Prophetin Gottes hat jetzt wieder den freien Willen. Gabriele sagte dazu:

"Es ist getan"

"Es ist so weit, wie der Herr sagte: ‘Es ist getan’. Die ganze Wahrheit, so weit sie mit menschlichen Worten gesagt werden kann, ist ausgesprochen. Doch im Herzen des Propheten liegt ein mächtiger Schatz, der ganze Schatz der Himmel. Und ich kann es in Worten nicht sagen. Ich müsste unsere banalen Worte verwenden, ich müsste es mit unserer primitiven Umgangssprache sagen. Der eine versteht es, der andere zieht das Höchste runter auf seine Ebene. Und deshalb zögere ich immer, über die Herrlichkeit der Himmel zu sprechen."


 


Literatur:
http://www.universelles-leben.org/cms/prophetie/publikationen.html


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