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Gabriele über
ihre Ausbildung zum ProphetenGott
zu hören ist das Schönste, Prophet zu sein ist das Schwerste
In einer Veranstaltung der
Urchristen fragten Teilnehmer, wie Gott einen Propheten auf seine Aufgabe vorbereitet.
Bisher konnte man etwas dazu in den Prophetenbüchern nachlesen, wie sie uns in der Bibel
überliefert sind. Heute können wir eine unter uns lebende Prophetin direkt befragen.
Zugleich können wir mit ihrer Hilfe besser verstehen, was die Berichte der
alttestamentlichen Propheten beinhalten.
Berichte aus der Bibel
Nehmen wir z. B. den Bericht im Buch des Propheten Amos 7, 10-15. Amazja,
der Priester der Stadt Bet-El, bekämpft Amos, und er versucht,
ihn beim König Jerobeam von Israel schlechtzumachen. Zu Amos selbst
sagte er: "Du Seher, geh, flüchte dich
ins Land Juda! Dort iss dein Brot, und dort magst du als Prophet weissagen! Aber in Bet-El
darfst du nicht mehr als Prophet reden; denn das hier ist das Heiligtum
des Königs und der Reichstempel." Da antwortet ihm Amos: "Ich bin kein Prophet und auch kein
Prophetenschüler, sondern ich bin ein Viehzüchter, und ich ziehe Maulbeerfeigen. Aber
der Herr hat mich von meiner Herde weggeholt und zu mir gesagt: Geh und rede als Prophet
zu meinem Volk Israel."
Gott nimmt den Propheten wie ein "Werkzeug", das in
Seiner Hand das ausführt, was Er
damit tun will. Notwendig dafür ist allerdings das Ja des Propheten. Dass der Prophet, wie z. B. Amos, in seinem Inneren verstehen
kann, was Gott durch ihn aussprechen möchte, geht in der Regel auf eine
längere Vorbereitungszeit zurück. Dies kann z. B. auch in vergangene
Inkarnationen oder in das geistige Leben vor der Geburt zurück reichen. Ein "Wort Gottes" über
Jeremia heißt z. B.: "Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe
du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die
Völker" (Jeremia 1, 5). Daran wird deutlich, dass die Schritte auf dieser Erde nicht
die ersten Schritte in unserer Existenz sind.
Vielleicht beginnen wir, ein wenig von der menschlich schweren Aufgabe des
Propheten zu begreifen, wenn wir lesen, was der Prophet Jesaja von sich sagt:
"Weh
mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe mitten in einem Volk
mit unreinen Lippen ..." (Jesaja 6, 5).
Jeder Prophet bekommt aber auch Hilfen für sein Prophetenamt, oder er
vernimmt tröstende Worte. So spricht Gott z. B. zum Propheten Hesekiel:
"Das Haus
Israel will dich nicht hören, denn sie wollen mich nicht hören"
(Hesekiel 3, 7).
Aufs Ganze gesehen haben wir aber wenig Berichte darüber, wie Gott einen
Propheten auf seine Aufgabe vorbereitet. An jedem Propheten durfte sich auch der
Widersacher messen, auch an Jesus von Nazareth, der in allen Versuchungen stand hielt
(Matthäus
4, 1 ff.).
Gabriele
Wie war nun die Vorbereitung bei Gabriele, der Prophetin Gottes für
unsere Zeit? Auch wenn Gabriele ungern darüber spricht, so gab sie doch Antwort. Sie
erzählte von ihrer Ausbildung durch die geistige Welt, um das Prophetische Wort geben zu
können und schilderte auch Details, die nur für Propheten gelten. So war es ihr z. B.
nicht gestattet, esoterische Bücher zu lesen, um die Gehirnzellen für das Prophetische
Wort freizuhalten. Sie sagte dazu:
"Ich habe vor dem Durchbruch des Inneren Wortes keine geistigen Bücher
gelesen. Als ich dann das Wort in mir hörte und fassungslos davor stand, in der Frage:
Das versteh ich nicht. Das kenne ich nicht, da kamen Zusammenhänge über den
Himmel, über die Planeten und vieles mehr. Da drängte es mich immer wieder, esoterische
Bücher zu suchen und zu lesen. Doch der Geist war unnachgiebig: Ich sollte nichts lesen.
Ich fragte natürlich, warum. Die sinngemäße Antwort war: Es braucht einen klaren und
sauberen Kanal. Es darf in den Gehirnzellen kein geistiges Wissen gespeichert sein. So bin
ich in die Offenbarungen hineingegangen ohne jedes geistige Wissen."
"Während der dreijährigen Ausbildung ging es auch um das Herausfiltern
des Allzumenschlichen aus den Gehirnzellen und um dessen allmähliche Auflösung im
Unterbewusstsein. Auf diese Weise wurde das Flussbett, der Kanal vom
Oberbewusstsein zur
Seele in den Seelengrund, geschaffen. Bruder Emanuel, mein geistiger Lehrer, sagte:
Das Gehirn braucht einzig die Impulse aus dem ewigen Gesetz. Und je mehr ich
mich auf das Göttliche ausrichtete, umso öfter kamen die Impulse von Christus hindurch."
"Ich wollte nie Prophetin sein"
"Zwar liebte ich Gott, unseren Vater, und ich liebte
Christus. Aber Prophet zu sein, das war für mich unmöglich. ´Das tu ich nicht. Das
mach ich nicht.` Ich habe es von A bis Z abgelehnt. Ich wollte nie Prophetin sein.
Das Wort ´Prophet?` war für mich das Schlimmste. Ich habe mich fast drei Jahre
lang dagegen gewehrt. Nach ungefähr zweieinhalb Jahren hat dann die geistige Welt die
Familie eingesetzt. Die hat dann gesagt: Es hat keinen Wert, dass du dich wehrst.
Das gehört zum Auftrag dazu und muss erfüllt werden."
"Die Schulung zum Propheten war hart, sehr hart. Gott verlangt von dem
Menschen, den er zum Kanal für die Menschheit aufbaut, alles. Alles, was ihm als Mensch
noch lieb und wert war, muss er lassen. Der Prophet hat in Bezug auf seinen Auftrag keinen
freien Willen. Gott verlangt es von ihm, und er muss es tun. Gott wirft den Menschen
nieder, er zwingt ihn in die Knie. Wenn ich mich in der Ausbildung zum Propheten gewehrt
habe, dann hat mich der Geist nicht weiter geschult. Dann hieß es wieder: Das und das ist
nicht erfüllt! Entweder du tust es, oder du bleibst stehen! Er lässt den Propheten auch
schimpfen, und ich habe geschimpft: Ich will nicht! Ich geh nicht in die
Öffentlichkeit! Ich tu alles für Dich! Ich habe oft zu Ihm gesagt: Ich geh
als Toilettenfrau mein ganzes Leben lang, aber bitte nicht Prophetin! Ich habe
gerungen und habe gegen Ihn gekämpft. Er hat mich zwar protestieren lassen, aber sich
dann doch durchgesetzt. Es ist schon ein schwerer Gang, um Sein Wort zu hören und es
weitergeben zu können. Es ist ja ein Strom, der fließen muss. - Schön ist es, zu Seinem
Wort zu werden." |
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