Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 17/98

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Petition der Urchristen an den Deutschen Bundestag

Schluss mit der
Diskriminierung!

Religions- und Weltanschauungsfreiheit existiert in Deutschland nur mehr für die Großkirchen. Gruppierungen, die nicht dazugehören, bekommen das Etikett "Sekte" angeheftet, ein Schimpfwort, das sie zur öffentlichen Diskriminierung freigibt - auch wenn sie sich noch so verfassungs- und gesetzestreu verhalten. Das gilt vor allem für neue religiöse Bewegungen.

Ängste werden geschürt

So unglaublich es für eine säkularisierte Gesellschaft und für einen zur weltanschaulichen Neutralität verpflichteten Staat ist: Was an religiösen Strömungen oder auch nicht religiös konzipierten Angeboten zur Lebensbewältigung in Deutschland akzeptiert wird oder nicht, wird maßgeblich von den Amtskirchen bestimmt. Brandmarken deren "Sektenbeauftragte" Konkurrenten in Sachen Religion und Lebenshilfe durch das Verdikt, es handle sich um eine "Sekte", bricht der jeweiligen Gruppierung der Boden unter den Füßen weg: Der Staat "warnt" vor ihr in "Sektenberichten", die ohne vorherige Anhörung unbesehen kirchliche Verleumdungen referieren; die Gemeinden verweigern öffentliche Veranstaltungsräume und die Genehmigung von Info-Ständen; und ein Teil der Medien multipliziert die von kirchlichen und neuerdings auch staatlichen "Sektenbeauftragten" geschürten Ängste durch schlecht oder gar nicht recherchierte Sensationsberichte.

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Die Religionsfreiheit steht nur auf dem Papier:
Manche werden bevorzugt, andere diskriminiert.

All diese Erfahrungen machte in besonders krasser Form die Glaubensgemeinschaft Universelles Leben. Von den Gerichten als Religionsgemeinschaft anerkannt und von den zuständigen Behörden - vom Bürgermeister bis zum Innenminister - als gesetzes- und verfassungstreu beurteilt, wird sie dennoch wie eine Gruppe von Unberührbaren behandelt: Beantragen ihre Anhänger als Landwirte staatliche Fördermittel für ökologischen Landbau, werden sie ihnen verweigert, da die Gleichbehandlung es nicht gebiete, "den Staat seinen Feinden auszuliefern" (so wörtlich in einem Bescheid). Wollen sie in Zeitungen Anzeigen für religiöse Schriften oder Veranstaltungen aufgeben, wird dies aus "grundsätzlichen Erwägungen" abgelehnt. Besucht eine städtische Kindergärtnerin Veranstaltungen dieser Gemeinschaft, wird sie auf Betreiben der Ortspfarrer gefeuert.

Die endlose Reihe solcher und ähnlicher Diskriminierungen veranlasste die Gemeinschaft der Urchristen im Universellen Leben nunmehr, sich im Wege einer umfangreichen Petition, in der die jahrelange Diskriminierung beschrieben wird, an den Deutschen Bundestag zu wenden.

Konsequenzen ziehen

Nachdem die Enquete-Kommission "Sog. Sekten und Psychogruppen" des Deutschen Bundestags vor zwei Monaten festgestellt hat, dass von neuen religiösen Bewegungen keine Gefahren für Staat und Gesellschaft ausgehen, wird es Zeit, daraus die Konsequenzen zu ziehen. Dies fordert die Glaubensgemeinschaft, die an urchristliches Gedankengut anknüpft, vor allem durch folgende Maßnahmen:

  • Einsetzung einer Enquete-Kommission zur Untersuchung der verfassungswidrigen Behandlung religiöser Minderheiten in Deutschland;

  • Überprüfung der privilegierten Rechtsstellung der Kirchen, die ihren Status als öffentlich-rechtliche Körperschaften durch permanente Hetze gegen Andersgläubige missbrauchen;

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Sind Dome Bollwerke gegen die Freiheit?

  • Sofortige Einstellung und Rücknahme der staatlichen "Sektenberichte";

  • Unterbindung der Diskriminierung durch Aussperrung aus öffentlichen Veranstaltungsräumen, durch Verweigerung von Info-Ständen und durch öffentliche Warnungen durch Kommunalbeamte;

  • Einstellung der "Sektenfilme" und des Anti-"Sekten"-Unterrichts in öffentlichen Schulen;

  • Staatliche Distanzierung vom bisherigen Verhalten gegenüber religiösen Minderheiten und deren Rehabilitierung durch eine öffentliche Entschuldigung für den Schaden, der den betroffenen Gemeinschaften dadurch entstanden ist.

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Die Petition wurde auch dem Bundeskanzler und den Ministerpräsidenten zur Kenntnis gebracht. Die Regierungschefs wurden gebeten, die vorgetragenen Anliegen ebenfalls zu prüfen und innerhalb ihrer Regierung zu berücksichtigen.

Die Petition der Urchristen ist in dem Buch Die neuen Inquisitoren abgedruckt, siehe unter www.theologe.de/links.htm

Weitere Literatur zum Thema:
Hubertus Mynarek, Die neue Inquisition, Verlag Das Weisse Pferd


 



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