HG
Naturklinik Michelrieth
Individuelle Pflege
im Haus der
Gesundheit
"Die Würde des Menschen ist
unantastbar." Dieser Satz des Deutschen Grundgesetzes (Art. 1)
gilt auch für kranke,
hilfs- oder pflegebedürftige Menschen. Gerade in einer solchen Situation sind Menschen
auf die Achtung durch ihre Mitmenschen angewiesen. Sie möchten ernst genommen werden und
wünschen sich, dass ihre Bedürfnisse und ihr freier Wille respektiert werden.

Die schöne Umgebung der HG Naturklinik
Michelrieth trägt zur Gesundung bei
In den letzten Jahrzehnten ist das durchschnittliche Lebensalter der
Menschen erheblich gestiegen. Zugleich haben sich die familiären Strukturen nachhaltig
verändert. An die Stelle der Großfamilie mit verschiedenen Generationen unter einem Dach
sind kleine Lebensgemeinschaften getreten. An die Stelle des Miteinanders in einem großen
Familienverband tritt immer häufiger die Lebensform des Singles. Trotz dieser Entwicklung
bemühen sich immer noch sehr viele Menschen, ihre bedürftigen Angehörigen selbst zu
betreuen und zu pflegen. Diese Aufgabe fordert nicht selten einen Einsatz rund um die Uhr,
so dass die Angehörigen dabei Unterstützung brauchen oder sich selbst einmal erholen
müssen. Dann suchen sie für ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder vorübergehend
oder auch dauerhaft einen Pflegeplatz, wo sie diese gut versorgt wissen.
Die kleine
Pflegestation in der HG Naturklinik
Wie sieht es nun konkret aus,
wenn Mitarbeiter einer Klinik ein solches Angebot machen? Ein Beispiel ist die "HG
Naturklinik" im Südspessart (HG = Haus der Gesundheit). Die Mitarbeiter dieses
Hauses haben sich als Richtschnur für ihr Leben und Arbeiten die Bergpredigt und die Zehn
Gebote gegeben. Für sie ist das Ziel, sich selbstlos für ihren Nächsten einzusetzen. Um
dieses hohe Ziel zu erreichen, ist es notwendig, an sich selbst zu arbeiten, um
verständnisvoll, wohlwollend und tolerant zu werden. Vor allem muss es
im Team der Mitarbeiter "rundlaufen". Davon hängt vieles ab, nicht zuletzt die Freude bei
der Arbeit. Dieses Konzept braucht einen besonderen Rahmen, der es auch ermöglicht,
dass
jeder die eigenen Fähigkeiten und Talente entwickeln kann, um sie für seinen Nächsten
einzusetzen. Das ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich.

Die Zimmer erinnern so
gar nicht an eine Pflegestation ...
Die Patienten spüren dieses "Besondere" und fühlen sich in
einem solchen Haus angenommen und oftmals wie zu Hause.
Ganz praktisch wurde jetzt eine kleine Pflegestation eingerichtet, mit
vielen technischen Hilfsmitteln wie Pflegebetten, Lifter, rollstuhlgerechten Bädern
u. a. m. Aber auch an der gehobenen Atmosphäre in den Zimmern und im ganzen Haus, welche so
gar nicht an eine Pflegestation erinnert, können sich die Patienten erfreuen. Sie können
die pflegerische und wenn sie wollen, auch medizinische Versorgung in Anspruch nehmen. Sie
können spüren, dass sie ernst genommen werden und dass jeder Mitarbeiter bestrebt ist,
sein Bestes zu geben.
Das Angebot der Pflegestation umfasst die private Kurzzeitpflege, die
Langzeitpflege und die Rehabilitation. Die Hilfsbedürftigkeit kann von leicht bis hin zu
schwerstpflegebedürftig sein.
In die Pflegestation können Patienten allein oder mit ihren Angehörigen
kommen. Auf Wunsch können diese einen Teil der Pflege übernehmen und sich in der
übrigen Zeit erholen oder aber selber das medizinische und therapeutische Angebot in
Anspruch nehmen.
Die Pflege kann auf Wunsch durch die ärztliche Diagnostik und Therapie
sowie durch physikalische Behandlungen ergänzt werden. Ärztliche Betreuung ist rund um
die Uhr gegeben. Zum Wohlbefinden und zur Gesundung trägt die abwechslungsreiche und
wohlschmeckende vegetarische Kost (aus kontr.-ökol. Anbau) bei, die täglich frisch
zubereitet wird.
Von der
Schulmedizin aufgegeben
Eine jüngere Krebspatientin,
die von der Schulmedizin bereits aufgegeben war, fand während ihres Aufenthalts die
Kraft, sich mit ihrer Krankheit auseinanderzusetzen und sich ein positives Lebensziel zu
geben. Sie lernte, wieder an ihre Gesundheit zu glauben und ihr Leben in Ordnung zu
bringen. Ärzte und Schwestern standen ihr bei, auch die schweren und schmerzhaften Phasen
ihrer Krankheit durchzustehen. Sie äußerte, dass sie sich vorbildlich betreut fühlte,
sowohl von medizinischer und therapeutischer Seite als auch pflegerisch. Sie war dankbar,
dass sie in der Klinik so viel Geborgenheit gefunden hat.
Selbstvertrauen
wiedergewonnen
Ein Patient kam in ziemlich erschöpften Zustand auf die Pflegestation. Er
wirkte apathisch, sprach wenig und konnte kaum gehen. Durch die liebevolle Pflege und
Fürsorge, durch das Sich-ernst-genommen-Fühlen und Eingehen auf seine Wünsche gewann er
schon bald wieder Selbstvertrauen. Er wurde aktiver, nahm an den Gesprächen teil und
lernte wieder selbständig laufen. Als er nach drei Wochen wieder nach Haus ging, hatte er
sichtbar an äußerer und innerer Stärke gewonnen.
Fragen nach dem
Sinn des Lebens
Ein älterer Rollstuhlpatient
war von der freiheitlichen Atmosphäre des Hauses angetan. Er schätzte den
freundschaftlichen Umgang des Personals untereinander und mit den Patienten. Er freute
sich, dass er alles ansprechen konnte, was ihn bewegte. |