"Eure Rede
sei ja, ja - nein, nein", sagte Jesus von Nazareth. Wir sollen
uns also klar und deutlich ausdrücken - und vor allem nicht anders reden
als wir denken. Doch was ist dann mit dem "unausweichlichen Nein"
gemeint?
Das unausweichliche Nein spreche oder denke ich dann, wenn ich meinen
Nächsten ablehne, ihn nicht mehr sehen will - oder wenn ich über ihn bestimme, indem ich
etwa sage: "Ich will nicht, dass du dieses oder jenes tust."
Wenn ich hingegen ein Kind warne: "Nein - gehe jetzt nicht über die
Straße!", dann fülle ich dieses "Nein" mit Sorge und Warnung. Es kommt
also immer darauf an, was ich in das "Nein" hineinlege.
Das unausweichliche Nein wirkt in uns wie eine Blockade. Es ist, wie wenn
die Leber zum Blut sagen würde: "Nein, ich lasse dich nicht durch mich
hindurchfließen." Denn in der Natur fließt alles, es ist in Bewegung. Wo eine
Blockade auftritt, dort ist unweigerlich Krankheit die Folge.
Auch die Planeten stehen untereinander in beständiger Verbindung. Und
alles Leben erhält seine Energie von Gott, der unaufhörlich Seine Liebe ausstrahlt und
alles beatmet.
Und wir Menschen? Wir wenden uns durch unser gegen die göttlichen Gesetze
gerichtetes Verhalten von Gott ab. Dadurch blockieren wir den Strom Seiner Energie und
sprechen letztlich das Nein zu uns selbst. Denn wie wir denken und fühlen, so
beeinflussen wir auch unseren Körper. Die Körperzellen, das Blut, die Organe nehmen das
unausweichliche Nein auf und werden energieärmer und vielleicht sogar krank.
Was im Menschen gilt, das lässt sich auch im Zusammenleben der Menschen
beobachten, etwa in einem Betrieb. Auch hier können einzelne Mitarbeiter, die ihre
Kollegen ablehnen oder ständig in Unfrieden leben, die Atmosphäre des gesamten Betriebes
beeinträchtigen oder gar blockieren. Auch Gleichgültigkeit ist eine Form der Verneinung:
Wenn mich der Betrieb nicht mehr interessiert, habe ich innerlich schon gekündigt.

Ablehnung und Abweisung - wie hier im Tanz
dargestellt - verschließt das Innere des Menschen und fällt früher oder später wieder
auf ihn zurück.
Eine Besucherin der Kosmischen Lebensschule* brachte hierzu ein praktisches
Beispiel. Sie hatte die Ware in einem Schaufenster in einer bestimmten Weise angeordnet,
weil ein Kollege ihr dies so aufdrängte. Sie wollte es aber eigentlich anders. Von dieser
Ware wurde kaum etwas verkauft. Erst als sie sich mit dem Kollegen über die
unterschiedlichen Vorstellungen aussprach und sie eine gesetzmäßige Lösung fanden,
wurde die Ware verkauft, und zwar sehr rasch.
In einem anderen Betrieb, einem Lebensmittelladen, hatte ein Mitarbeiter
das Gefühl, dass nicht jeder nach seinen Fähigkeiten optimal eingesetzt ist. Als er dies
zur Sprache brachte, stieß er zunächst auf Widerstand - doch dann wurde umgestellt. Die
Folge war, dass alle Mitarbeiter, die gewechselt hatten, an ihren neuen Plätzen mehr
Freude hatten. Das wirkte sich sofort auch auf den Verkauf aus.