Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

 Ausgabe 23/98

In der Zeitenwende

Der Feldzug der Schlange und das Wirken der Taube

b_9823taube_und_schlange.jpg (8332 Byte)Es geht um eine schier endlose, aber keine unendliche Geschichte: Sie begann in der göttlichen Welt, als reine Geistwesen von Gott abfielen, und führte über Äonen zur Entstehung des materiellen Kosmos. Sie setzte sich fort auf einer von Naturkatastrophen geschüttelten Erde, auf der sich die zu Menschen gewordenen Fallwesen niederließen und sich immer weiter von Gott entfernten. Dann kam die entscheidende Wende: Jesus von Nazareth erschien auf dieser Erde, um den verlorenen Söhnen und Töchtern Gottes die Umkehr und Heimkehr zu ermöglichen. Wie es Ihm dabei erging, wissen wir. Doch wie geht es weiter?

Es handelt sich um die Geschichte aller Geschichten, die Heilsgeschichte der Menschheit, in der auf unterschiedlichen Schauplätzen und Epochen das Licht mit der Finsternis ringt. Mit dieser Auseinandersetzung befasst sich ein soeben erschienenes Buch mit dem Titel: Der Feldzug der Schlange und das Wirken der Taube - Die Gottesprophetie der Zeitenwende.

Das Buch spannt einen dramatischen Bogen von religiösen Bewegungen und Mystikern früherer Jahrhunderte zu den Urchristen von heute: Wie es Flüsse gibt, die streckenweise unterirdisch fließen, um dann wieder aufzutauchen, so ist es mit dem Strom der inneren Religion. Der Geist des Urchristentums brach früher wie heute immer wieder durch - bei den Katharern und Manichäern, bei Origenes, Meister Eckhart und Savonarola. Ihnen allen erging es nicht anders als der Gottesprophetin von heute: Die äußere Religion der Priesterkaste verfolgte alle wahren Mystiker und Propheten - früher per Inquisition und Scheiterhaufen, heute per Rufmord und Medienmacht: "Der Feldzug der Schlange ..."

Warum eigentlich nicht?

Bewegend schildert der Autor, Christian Sailer, ein renommierter Anwalt, wie er an einem Sonntagvormittag mit dem Phänomen vertraut wird, dass sich Gott erneut durch Prophetenmund offenbart. Auf der Fahrt zu der Veranstaltung, auf der solches geschehen soll, sinniert der kritische Advokat darüber nach: "Ein starkes Stück... Aber warum eigentlich nicht? Ich hatte im Laufe meines Lebens viel herumstudiert - Juristerei, Philosophie, Mystik und Esoterik; hatte Emanuel Swedenborg, Hildegard von Bingen und Jakob Lorber gelesen.

b_9823winter.jpg (3903 Byte)
Christus im Prophetischen Wort: »Erfahrt Mich, euren Erlöser, immer mehr in euch, denn Ich bin das zentrale Licht eures Lebens«

Sie alle hatten Kontakt zur geistigen Welt und waren keine Medien in Trance, sondern ernsthafte Gottsucher. Der eine ein Naturwissenschaftler von Weltruf, dem sich die geistige Welt offenbarte, die andere eine begnadete Mystikerin, und Jakob Lorber ein Musiker, der zum ‘Schreibknecht Gottes’ wurde. Und wie war es mit der Johannes-Offenbarung der Bibel? Der Seher von Patmos hatte eine ganze Sequenz von Visionen und Prophezeiungen empfangen, die offizieller Bestandteil der Heiligen Schrift des Christentums wurden ..."

"Wenn das wahr ist ..."

Unser Mann wägt ab, beruhigt sich, lässt neue Zweifel aufkommen - Kopf und Herz ringen während der ganzen Fahrt miteinander. Endlich ist er da und nimmt in der letzten Reihe Platz. Dann betritt eine Frau in mittleren Jahren den Raum. Sailer notiert in seinem Buch: "Das war sie. Mit einem Anflug von Lächeln nickte sie den Anwesenden kurz zu und nahm Platz. Sie trug ein einfaches blaues Kostüm, ihr Haar war zurückgekämmt und zu einem Knoten gebunden. Ich war erleichtert: Alles andere als ein Guru; eine völlig normal wirkende Frau, die aber etwas Besonderes ausstrahlte, das ich nicht definieren konnte. In ihrem Gesicht spiegelten sich Ernst, Spuren von Leid, Warmherzigkeit, Disziplin, Stärke ..." Das Buch schildert den Beginn der Offenbarung: "Die Frau in dem blauen Kostüm hatte die Augen geschlossen. Kaum war das Lied verklungen, begann sie mit leiser Stimme und langsam zu sprechen: ‘Friede sei mit euch. Mit diesem heiligen Sinn, mit der Kraft des Friedens, trete Ich in eure Mitte, der manifestierte Sohn Gottes, euer Erlöser ... Wohl der Seele, wohl dem Menschen, der diese irdischen Augenblicke ganz in sich aufnimmt... In dieser segensreichen Stunde spreche Ich jeden einzelnen an ...’ Die Worte fielen wie Lichtblitze in mich hinein: ‘Christus in manifestierter Form anwesend... Ich spreche jeden einzelnen an ...’ Ich schloss die Augen. Kann das sein? Ich spürte inneren Jubel in mir aufsteigen. Wenn das wahr ist... Der Sohn Gottes, der Erlöser der Menschheit in Lichtgestalt in diesem Raum... Ich kann ihn zwar nicht sehen, aber Er ist da und spricht zu uns. Wenn das wahr ist, bin ich der glücklichste Mensch ..."

Von Jesaja angekündigt

In einer Rückblende zum Propheten Jesaja legt der Autor dar, wie nahe liegend es ist, dass Gott in unserer Zeit erneut durch Prophetenmund zur Menschheit spricht - so wie es Jesus von Nazareth vor 2000 Jahren angekündigt hatte: "Noch vieles habe Ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt noch nicht tragen. Wenn jener aber kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die volle Wahrheit führen." (Joh 16, 12) Und in der Christusoffenbarung Das ist Mein Wort - Alpha und Omega heißt es: "Nun steht unmittelbar bevor, was den Menschen zu allen Zeiten von dem Ewigen über Propheten offenbart wurde - wenn auch die Mahnungen und Hinweise des Ewigen durch die Propheten bei den meisten Menschen kein Gehör fanden. Die große Zeitenwende ist angebrochen" (http://www.das-wort.com/deutsch/).

Ein Prophet fällt nicht vom Himmel

Wie es zu der Gottesprophetie der Zeitenwende kam, ist Gegenstand einer hochinteressanten Schilderung der Entstehung des "Inneren Wortes" sowie des Werdens und Wirkens der Prophetin Gabriele. Das Buch macht deutlich, dass ein Prophet nicht vom Himmel fällt, dass "die unmittelbare Kommunikation der menschlichen Seele mit dem in ihr wohnenden göttlichen Geistfunken, die Raum und Zeit durchdringt und zum Inneren Wort wird", nicht erzwungen werden kann. "Sie setzt die demütige Bereitschaft eines geläuterten Menschen voraus. Und wenn das Innere Wort zum Prophetischen Wort werden soll, muss eine göttliche Berufung hinzukommen."

b_9823christus_flagge.jpg (3977 Byte)
Christus, der Schlüssel zum Tor des Lebens - So wie niemand den Wind mit seinen Händen aufhalten kann, so lässt Sein Geist sich durch keine Kirche unterdrücken

Der Leser erfährt, wie unterschiedlich je nach Lebenssituation und Mentalität die Berufungserlebnisse von Propheten und Mystikern sind; wie Jesaja in einer Vision der überwältigenden Majestät Gottes seine Berufung erfuhr; wie der Prophet Amos von seiner Viehherde weggeholt wurde; wie Jeremias sich mit dem Einwand wehrte, er sei noch zu jung. Für den Propheten selbst ist seine Bestimmung mit qualvollen inneren Kämpfen, mit Einsamkeit und immer auch mit schweren äußeren Konflikten verbunden.

Das Wirken der Taube

Dann wendet sich das Buch der jetzt lebenden Prophetin zu: "All das erfuhr und erfährt auch Gabriele aus Würzburg. Sie lebte ein völlig normales Leben in dieser Welt, als vor über zwei Jahrzehnten der Tod eines geliebten Menschen auslöste, was bereits in der Seele lag, ohne dass sie es als Mensch ahnte. Sie fragte nach Gott und erhielt zuerst im Gebet die Gewissheit, dass Er lebt. Und je inniger sie betete, um so näher fühlte sie sich Ihm. Sie spürte, dass sie in ihrem Inneren durchlässig wurde für eine Wirklichkeit jenseits der Materie. Bis ihr eines Tages widerfuhr, was unglaublich klingt, aber in dem Jahrtausende währenden Dialog zwischen Gott und den Menschen, zwischen der geistigen und der irdischen Welt, nicht zum ersten Mal geschah: Im Bewusstsein der demütig Betenden öffnete sich ein Spalt, durch den ihr - zunächst nur kurzzeitig - die unmittelbare Kommunikation mit der geistigen Welt möglich wurde ..."

Am Ende entstand ein riesiges Offenbarungswerk, das Antwort auf die zentralen Fragen der Menschheit gibt - zum Fallgeschehen, zu den Ursachen von Naturkatastrophen, zur Entstehung von Krankheiten, zur Frage der Wiedergeburt, zum Leben im Jenseits, zur Erlösung der Menschheit durch Jesus von Nazareth und zur bevorstehenden Apokalypse. Das Buch bietet einen Überblick über alle wesentlichen Lehren und Aktivitäten der Gemeinschaft der Urchristen, die durch die Prophetie für die Jetztzeit entstand. "Das Wirken der Taube ..."

"Die Schlange tobt"

Je machtvoller das göttliche Prophetische Wort in die Welt hinausging, um so heftiger wurden die Angriffe von Seiten der kirchlichen Glaubensverwalter. Besonders tut sich die Evangelisch-Lutherische Kirche hervor. "Die Verfolgungswut, die ihr Gründer Martin Luther gegen Andersgläubige entwickelte, hat sich offensichtlich auf seine heutigen Nachfolger übertragen", schreibt Sailer. In einem ausführlichen Kapitel mit der Überschrift "Die Schlange tobt" schildert er eine neue Ketzerverfolgung in Deutschland, von deren Ausmaß die meisten Zeitgenossen keine Ahnung haben: "Wer von kirchlichen Sektenbeauftragten oder ihren politischen Gefolgsleuten das Etikett ‘Sekte’ angehängt bekommt, kann in Deutschland kaum noch einen Saal mieten und so gut wie keine Anzeigen mehr schalten; auch riskieren die Anhänger einer solchen Gemeinschaft täglich ihren Arbeitsplatz, wenn sie sich zu ihrem Glauben bekennen. Sie gelten unbesehen als ‘gefährlich’, weil kirchliche Amtsträger solches verbreiten, auch wenn es erlogen ist."

Wir leben in einer großen Zeitenwende

Der Leser braucht keine Sorge zu haben, in den Niederungen kirchlicher "Feldzüge" stecken zu bleiben. Am Ende führt ihn die Lektüre erneut auf Prophetische Höhen. In dem Kapitel "Endzeit" vermittelt das Buch eine faszinierende Zusammenschau apokalyptischer Bilder früherer Prophetie und des sich heute offenbarenden Gottesgeistes. Nach einem beeindruckenden Blick auf die "Zeichen an der Wand" unserer gegenwärtigen Zivilisation erfolgt ein ausführlicher Rückblick auf die Johannes-Offenbarung. Sie beinhaltet bekanntlich Geschehnisse auf Erden und in der geistigen Welt. "Vieles davon wurde bereits sichtbar oder kündigt sich gerade an; weit mehr steht noch bevor oder vollzieht sich im Unsichtbaren", schreibt unser Autor, und belegt es im Detail. Die apokalyptische Gesamtschau bildet das Schlusskapitel mit der Überschrift "Die Endzeitoffenbarung durch Gabriele". Aus ihr ergibt sich, an welcher Stelle der Johannes-Offenbarung wir heute stehen; und nicht zuletzt auch, wer die weibliche Gestalt ist, "von der Sonne umkleidet" und "unter den Füßen den Mond", von der in der Vision des Johannes die Rede ist.

Inhalt Ausgabe 23/98
Hauptseite
Archiv - alle früheren Ausgaben
Suchen
Abo-Service
Impressum
Post an uns


Spätestens an dieser Stelle versteht der Leser, was der Autor meint, wenn er im Vorwort schreibt: "Wir leben in der großen Zeitenwende, von der Jesaja, Jesus von Nazareth und Johannes von Patmos künden. Die Gottesprophetie der Jetztzeit baut darauf auf und führt in eine neue Dimension der Heilsgeschichte der Menschheit. Die Taube siegt." (mh)

Das Buch, 408 S., 20,50 €, ist erhältlich im Buchhandel oder beim Verlag DAS WORT, Tel. 09391/504-135.
Eine Kurzbeschreibung des Verlags lesen Sie unter
http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s432de&type=desc&rtopic=prophetie

Link:
Matthias Holzbauer, Der Steinadler und sein Schwefelgeruch, Verlag Das Weisse Pferd


Seitenanfang


Copyright ©
Verlag Das Weisse Pferd GmbH, Altfeld, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld, Deutschland
Tel. 09391 / 504 - 207, Fax - 210, http://www.das-weisse-pferd.com - E-Mail: info@das-weisse-pferd.com



Hit Counter