Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 24/98

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Die Geburt von Jesus: Dichtung und Wahrheit

Was geschah wirklich
in Bethlehem?

Da die Christenheit Jahrhunderte lang lieber den Säugling in der Krippe verniedlichte anstatt auf den erwachsenen Jesus zu hören, kennt fast jeder von uns die Geschichten von der Geburt des Jesus von Nazareth.

Doch wie war es wirklich? Wir stellen in Form eines kurzen Interviews Fragen nach dem wesentlichen Geschehen der Weihnachtszeit. Die Antworten entnahmen wir dem offenbarten Wissensgut des Universellen Lebens, z. B.  aus Das ist Mein Wort (siehe unten).

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Die Tiere im Stall schenkten ein wenig Wärme

Frage: Theologen sagen häufig, die Geschichte von dem Weg nach Bethlehem anlässlich der Volkszählung und von der Geburt des Jesus im Stall sei nur eine Legende. Wahrscheinlich sei Jesus in Nazareth ohne irgendwelche Besonderheiten in Nazareth geboren. Stimmt das?

Antwort: Nein. In ihrer Essenz ist die Erzählung in der Bibel richtig wiedergegeben.

Frage: War die Geburt von Jesus eine Jungfrauengeburt, wie es in der kirchlichen Lehre und im Dogma heißt und auch im Neuen Testament steht?

Antwort: Nein. Der Leib des Jesus wurde gezeugt wie alle anderen Menschen auch. Bereits der Prophet Jesaja kündigte an, dass eine "junge Frau" schwanger wird, was im Neuen Testament fälschlicherweise mit "Jungfrau" übersetzt wurde. Die Kirche hat den Irrtum übernommen.

Frage: Verschiedene Theologen behaupten neuerdings, Josef und Maria hätten mehrere Kinder gehabt, nur Jesus wäre von einem anderen Vater, nämlich einem römischen Soldaten.

Antwort: Auch das ist falsch. Josef ist der leibliche Vater von Jesus. Josef war Witwer und war mit Maria in zweiter Ehe verheiratet. Aus erste Ehe hatte er mehrere Söhne mitgebracht.

Frage: Waren wirklich Tiere in dem Stall, in dem Jesus zur Welt kam?

Antwort: Ja. Es war bitterkalt, und die Tiere spendeten ein wenig Wärme. Dies ist auch ein Symbol: Die Tierwelt achtet den Menschen und gibt ihm Unterkunft. Auch waren es nicht reiche Menschen, denen der Stall gehörte, sondern arme. Wie auch im späteren Leben wurde Jesus von den Reichen verachtet, doch von vielen Armen aufgenommen.

Frage: Lag Jesus tatsächlich in einer Futterkrippe, in dem zuvor noch Tierfutter war?

Antwort: Ja, ein Tier hat ihm seine Futterstelle überlassen. Es begnügte sich mit der Futterkrippe der anderen Tiere.

Frage: Was war mit den Hirten auf dem Feld? Es heißt, Engel wären ihnen erschienen.

Antwort: Ja. Sie sahen die Engel jedoch nicht mit menschlichen Augen und hörten sie nicht mit menschlichen Ohren. Sie standen am Feuer und wärmten sich und schauten in das hoch züngelnde Feuer. Einige schauten dabei in ihrem Inneren ein Licht, und wiederum andere hörten in ihrem Herzen den Lobpreis. Sie konnten ihr Erlebnis nicht richtig einordnen und waren sich uneins über die Deutung. Doch sie hatten den Sinn verstanden und machten sich auf und zogen nach Bethlehem.

Frage: Und wie war es mit den Weisen aus dem Morgenland?

Antwort: Es waren Astrologen, welche in der Konstellation der Sterne das bedeutsame Ereignis gelesen hatten. Die wertvollen Geschenke, die sie mitbrachten, sind auch als Symbole zu verstehen. Jesus sagte später sinngemäß: Sammelt keine Schätze auf Erden, sondern denkt bei allem, was euch anvertraut ist, auch an Euren Nächsten.

Frage: Nach der Überlieferung erschien Josef im Traum ein Engel, der sagte, dass König Herodes den neugeborenen Jesus töten wollte. Ist das richtig?

Antwort: Eine solche direkte Aussage macht weder Gott noch einer Seiner Engel. Damit würden sie bejahen, was noch in der Schwebe ist. Die Inspiration ging jedoch dahin, dass die Familie nach Ägypten fliehen sollte. Dass Herodes die Tötung des Kindes plante, erfuhr Josef aus anderen Quellen.

Frage: Jesus wurde als Kind also vielfach beschützt?

Antwort: Ja. Hier kann man auch eine ältere Frau erwähnen, welche die Familie im Stall entdeckte und nach der Geburt kurzzeitig in ihr Haus in Bethlehem aufnahm. Oder einige römische Soldaten, welche die Familie schützten. Gott lässt Seinen Sohn und alle, die Ihm nachfolgen, nicht allein. (dp)

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(Weitere Informationen in: Das ist Mein Wort, Das Evangelium Jesu. Die Christusoffenbarung, welche die Welt nicht kennt, Verlag Das Wort, www.das-wort.com/deutsch, 09391/504135)

Lesen Sie dazu:
Die Bethlehem-Geschichte von der Geburt Jesu
Die lebenden Weihnachtsbäume - eine Erzählung für Kinder und Erwachsene


 






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