Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 24/98

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Die Wiederkehr der Engel

"Du hast aber einen guten Schutzengel gehabt!"

Während der Fahrt, mitten in der Nacht, begann das Auto von Hertha H. zu brennen. Auf einsamer Straße versuchte die Sozialarbeiterin, das Feuer zu löschen. Auf einmal stand ein Mann vor ihr: "Das erledige ich!" Er holte einen Feuerlöscher aus seinem Wagen und löschte die Flammen. Frau H.: "Ich sah nur für eine Sekunde in meine Handtasche. Als ich aufschaute, war er plötzlich weg. Das muss ein Engel gewesen sein" (Welt am Sonntag, 29.11.1998).

Während der Kirchenglaube immer mehr schwindet, scheint der Glaube an die Engel ungebrochen. Eine Forsa-Umfrage ergab, dass 48 % der Deutschen an einen persönlichen Schutzengel glauben. Zehn Prozent geben sogar an, dass sie einen Engel "gesehen" oder "gefühlt" hätten. Und wer in einer brenzligen Situation Glück im Unglück erfuhr, hört oftmals den Satz: "Du hast aber einen guten Schutzengel gehabt."

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Unsichtbare Mächte helfen den Menschen

Die Engel sind wieder da. Doch nicht die Engel selbst, sondern der Glaube an sie ist in unsere doch so aufgeklärte Zeit zurückgekehrt. Die Werbung bedient sich ihrer. Kinofilme handeln von ihnen und ihrem Wirken, z. B. in dem Spielfilm Die Stadt der Engel. Und selbst ein Naturwissenschaftler, der bekannte Biologe Rupert Sheldrake, der Erfinder der morphogenetischen Felder, hat sich mit den Engeln befasst und gleich ein Buch über sie geschrieben: Engel. Die kosmische Intelligenz. Darin zieht der Autor erneut überraschende Verbindungen zwischen spirituellen Überlieferungen und naturwissenschaftlichen Perspektiven. Er sieht in den Engeln außerirdische Intelligenzen, mit denen wir nicht durch Ufos und Radiosignale von anderen Planeten kommunizieren können, sondern: "Ein direkter Mentalkontakt mit diesen himmlischen Intelligenzen könnte durch eine Art von Telepathie möglich sein."

Woher wissen wir um die Engel? Das Wissen um die Engel gehört wohl zum Urwissen der Menschheit. In allen Religionen sind sie bekannt. Das Wort Engel kommt von lat. angelus, was soviel heißt wie Künder, Bote. Die himmlischen Boten bringen den Menschen in aller Regel gute Kunde, vor allem in einer Notlage. Der Engel Gabriel kündigte Maria ihre künftige Schwangerschaft an. Den Hirten auf dem Felde kündeten Engel die frohe Botschaft, dass in Bethlehem der Sohn Gottes als Mensch geboren sei.

"Kein Auge kann sie sehen"

In einem Lied heißt es: "Es geht durch alle Lande ein Engel still umher. Kein Auge kann ihn sehen, doch alles siehet er ..." Engel sind reine geistige Wesen mit einem Lichtkörper, den unsere physischen Auge nicht sehen können. Maria und die Hirten schauten die Engel in ihrem Inneren. Wer das innere Licht weitgehend erschlossen hat, der kann die Himmelsboten mit den geistigen Augen sehen.

So sagt etwa der schwedische Mystiker Swedenborg über seine Erfahrung mit Engeln: "Es ist mit völlig klar, dass viele der Meinung sind, dass niemand, der noch in diesem Körper ist, mit Geistern und Engeln reden kann; viele glauben, es sei alles ausgedacht, andere finden, dass ich dieses berichte, um Glaubwürdigkeit zu erlangen, während andere wieder andere Einwendungen haben. Aber ich lasse mich nicht verunsichern, denn ich habe gesehen, ich habe gehört und ich habe gefühlt."

Die himmlischen Welten sind von Geistwesen bewohnt. Diese reinen Wesen werden auch Engel genannt. Engel bedeutet soviel wie Reinheit, Frieden, Liebe. Die Engel werden auf Bildern oftmals mit Flügeln dargestellt. Die Flügel sind ein Symbol für ihre Ausstrahlung, ihre Kraft und Schnelligkeit. Ist ein Engel als Beschützer bei den Menschen, also als Schutzgeist, dann bedeuten die Flügel auch Schutz für die Seele und den Menschen.

Der Schutzengel

Vom Augenblick ab, da wir die Himmel verlassen haben, wurde uns eine Lichtbote zur Seite gestellt. Er bleibt mit uns auch als Mensch über ein Strahlenband unsichtbar verbunden. Über dies geistige Band kann er uns schauen und hören. Der Schutzgeist ist bemüht, uns zu helfen, dass wir die Liebe zu allem Sein entwickeln. Er tut dies durch feine Impulse, wobei er unseren freien Willen beachtet. Er spricht also in unser Gewissen ein.

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Liobani rät den Kindern: "Du solltest oft mit deinem Schutzgeist sprechen"

Das Engelwesen Liobani, das wiederholt durch das Innere Wort der Prophetin Gabriele zu uns sprach, sagt zu den Kindern: "Lauert Gefahr und darf diese nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung von dir abgewandt werden, dann lenkt dir der Schutzengel entweder Hilfe durch vermehrte Kraft zu, die über das Strahlenband dir zufließt und die bewirkt, dass du dich sodann schnell aus der Gefahrenzone entfernst. Oder der Schutzengel kommt über das Strahlenband zu dir und steht getreu an deiner Seite, dich mit seinen Strahlen schützend und einhüllend. Das Strahlenband zu dir ist gleich die Lichtstraße, auf der sich der Schutzgeist bewegt, um an deiner Seite zu sein."

(Liobani, Ich erzähle - hörst du zu? S. 52; http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s114de&type=toc&rtopic=kinder)

Im zweiten Band von Liobani, Ich berate - nimmst du an? rät Liobani den Kindern: "Du solltest oft mit deinem Schutzgeist sprechen; er ist ein guter, treuer unsichtbarer Freund an deiner Seite. Er ist bei dir; er schützt dich und will dir in jeder Situation helfen. Er hilft dir aus kleineren und größeren Schwierigkeiten heraus. Auch bei Schularbeiten und Prüfungen steht er an deiner Seite. Denke jedoch auch an ihn, wenn du dich freust und Erfolge hast" (S. 279). Wir können also ab und zu unserem Schutzengel danken - doch wir sollten uns nicht auf ihn ausrichten, denn unser Ansprechpartner ist Christus, der mit Seinem Geist in uns lebt.

Die letzte Erzählung in dem Buch Lies mal schließt mit den Worten: "Niemand von uns ist allein. Immer sind wir von lichten Wesen umgeben, Tag und Nacht, wenn wir lichte Gedanken und Worte pflegen. Keiner von uns muss allein dieses Erdenleben durchwandern. Unser Schutzgeist steht uns zur Seite. Wir sind geschützt und geliebt vom ewigen Vater und von Christus, unserem Erlöser, der uns schützt und leitet. Auch wenn die Welt ihrem Ende zugeht, wenn die Zeiten schlechter werden, so denkt daran. Gerade dann sind wir nicht verlassen, und Gott ist uns ganz nahe. Betet und glaubt. Der Herr wird Seine Kinder schützen" (S. 266;
http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s601de&type=desc&rtopic=kinder)
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