Die
römisch-katholische Kirche ließ nicht nur Kriege gegen "Ungläubige"
führen, sondern auch gegen andersgläubige Christen. An dem deutsche Wort
Ketzer (heute: Anhänger einer "Sekte") klebt die
Jahrtausende alte Blutspur kirchlicher Gräuel.
Er leitet sich ab vom grausamen Schicksal der Katharer (griech. die
Reinen) und Waldenser in Südfrankreich und Oberitalien. Diese Erneuerung des
urchristliche Stroms wurde durch Papst Innozenz III. zur Irrlehre erklärt. Daraufhin
ließ er 1209 die Bewegung durch ein Kreuzfahrerheer in einem Blutbad ohnegleichen
ersticken. Im Juli 1209 kostete es 20.000 Einwohnern der Stadt Bezier das Leben. Der
Schlachtruf der kirchlichen Mordanstifter lautete: "Deus lo vult - Gott will
es!" Welcher Gott?

1244: Nach der Erstürmung
der letzten Katha-
rerburg Montségur lodert der Scheiterhaufen
Sechs Jahre später, im Jahre 1215, bestätigte das vierte
Laterankonzil die Inquisition, die in den folgenden Jahrhunderten tausende von
"Hexen" und Andersdenkende foltern und verbrennen sollte. Der Erfinder des
Rosenkranzes, der 1233 heilig gesprochenen Dominikus, gründete einen Orden, dem Gregor IX.
im Jahre 1232 die Inquisition übertrug.