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Extrablatt "Satan öffnet sein Archiv"

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Über die geistigen Wurzeln des Holocaust

Die Kreuzzüge - die brutale Vernichtung Andersgläubiger

Am 27. November 1095 rief Papst Urban II. in Clermont den ersten Kreuzzug aus.

Er wütete: "Die Ungläubigen haben es gewagt, die heilige Stadt Christi, die geweiht worden ist durch sein Leiden und seine Auferstehung, unerträglicher Knechtschaft zu unterwerfen. Die Ungläubigen müssen für ihr dreistes Verbrechen, für ihr barbarisches Verhalten bestraft werden."

Urban versprach allen, die "ihr Leben verlieren ... in der Schlacht gegen die Heiden", dass ihnen in jener Stunde ihre Sünden vergeben werden. Die Menge vor der Kathedrale ließ sich aufhetzen und rief: "Gott will es!"

Für den zweiten Kreuzzug legte sich vor allem der "heilige" Bernhard von Clairvaux ins Zeug. Dies sei ein "heiliger Krieg" und: "Der Kämpfer Christi kann ruhigen Gewissens töten ... tötet er, so arbeitet er für Christus ... Der Tod der Heiden gereicht zu seinem Ruhm, denn er bedeutet den Ruhm Christi".

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1099: Die Kreuzfahrer richten bei der Eroberung Jerusalems ein Blutbad an

Am Freitag, den 15. Juli 1099 eroberten die Kreuzfahrer unter Gottfried von Boullion Jerusalem. Ein unbekannter Chronist schrieb: "Zur selben Stunde, in der unser Herr Jesus Christ es zuließ, dass er für uns den Kreuzestod erlitt, flohen die Verteidiger von den Mauern durch die Stadt, und die Unsrigen folgten ihnen und trieben sie vor sich her; sie tötend und niedermetzelnd, bis zum Tempel Salomos, wo es ein solches Blutbad gab, dass die Unsrigen bis zu den Knöcheln im Blut wateten ... Nachdem die Unsrigen die Heiden endlich zu Boden geschlagen hatten, durcheilten die Kreuzfahrer die ganze Stadt und rafften Gold und Silber an sich und plünderten die Häuser. Dann vor Freude weinend, gingen die Unsrigen hin, um das Grab unseres Erlösers zu verehren, und entledigten sich ihm gegenüber ihrer Dankesschuld." An den Kreuzfahrerstraßen des Jahres 1096 ereigneten sich nicht nur Judenpogrome. Es war zugleich der eigentliche Beginn des europäischen Antisemitismus (Friedrich Heer). In den KZs erreichte er seinen furchtbaren Höhepunkt. Die NSDAP-Zeitung Der Stürmer hat sich nicht zu Unrecht auf den Franziskaner Johannes Capistrano berufen, der als erster die Ausrottung der Juden in Zentraleuropa propagierte. Es scheint, dass die katholische Kreuzzugsidee die ganze nachfolgende Weltgeschichte vergiftete.

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Dieser Geist war auch in Martin Luther lebendig, als dieser 1529 in einer Predigt zum Krieg und zum Morden der türkischen Kriegsgegner aufrief: Die Soldaten sollen "mit Freuden die Faust regen und getrost dreinschlagen, morden, rauben und Schaden tun, so viel sie immer mögen ..."


 



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