Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 1/99

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Wohin führt die Gentechnik?

Gentherapie, Genbanken, Genwaffen, Ethnobombe ...

Ca. 50 Jahre nach dem Ende des Rassismus der Nazis in Deutschland, ermöglicht die Gentechnik den Start in eine neue Ära der Rassenexperimente. Während die Nazis nur durch gezielte Zeugung und Zeugungsverbote arbeiten konnten, können die Gentechniker von heute und morgen auch bereits vorhandenes Erbgut nachbehandeln und verändern.

Die Molekulargenetik bzw. "Gentechnologie" ist die Methode, mit welcher Gene aus pflanzlichem, tierischem und menschlichem Erbgut beliebig verändert, eliminiert und ausgetauscht werden können.

Seit es Forschern gelang, den genetischen Code zu entschlüsseln, entstand eine regelrechte Euphorie in Bezug auf die Möglichkeit, die Natur zu verbessern. Man hoffte, die "drei größten Probleme der Menschheit" lösen zu können - Krebs, zu frühes Altern und die Überbevölkerung. Der Biochemiker und Nobelpreisträger der Medizin, Szent-Györgyi, hatte diese Äußerung vor 35 Jahren auf einer Konferenz getan, die von der Ciba-Foundation in London organisiert wurde.

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Gute Gene, schlechte Gene? Droht ein neuer Rassenwahn?

Hauptarbeitsmittel der Genforschung sind heute die transgenen Tiere, aus denen man Erkenntnisse und Substanzen für die Behandlung menschlicher Krankheiten gewinnen will. Doch trotz immensem Forschungsaufwand ist die Ausbeute gering. Das National Institute of Health stellte z. B. fest, dass es bis heute keine klinischen Erfolge gentherapeutischer Maßnahmen gibt (das Gegenteil ist vielfach der Fall, siehe unten).

Ein gläsernes Volk?

Dennoch greift die Genforschung vermehrt auf den Menschen über. In der Gegenwart wollen die Genetiker z. B. eine vollständige Genbank von Islands Bevölkerung anlegen. Die gerade mal 270.000 Einwohner Island sind abstammungs- und verwandtschaftsmäßig so gut erfasst wie kaum eine andere Population. Die geographische Isolation hat zu einer homogenen Bevölkerung geführt, bei der man hofft, in den langen Abstammungslinien spezifische Gene für Gesundheit wie für Krankheit zu finden. Werden die genetischen Daten dann mit bekannten Krankheitsbildern verglichen, so kann man vielleicht interessante Gene finden. Starke Gesundheitsgene könnte man dann z. B. züchten, Krankheitsgene gezielt bekämpfen.
Was in Island geschieht, versuchen Wissenschaftler auf der ganzen Welt: Im indischen Westbengalen suchen Wissenschaftler z. B. nach einem Resistenzgen gegen Cholera. In Papua-Neuguinea wollen sie wissen, warum ein bestimmter Hochlandstamm gegen ein Leukämie-Virus resistent ist. Auf den Philippinen hoffen sie, die genetische Ursache von Gaumenscharte und Wolfsrachen zu finden. Und in der Mongolei suchen sie die Gene, die die Anpassung an große Kälte ermöglichen.

Am liebsten wäre den Genetikern ein genetischer Weltatlas. Er enthielte das genetische Erbe der Menschheit. Und zu welchen Zweck?

Kommt das genetische Schlachtfeld?

Die Zeit fragt: "Medikament oder Ethnobombe: Die Wege der Erkenntnis sind theoretisch dieselben. Wer die Krankheiten besiegt, kann, bösen Willen vorausgesetzt, Menschen besiegen. So ist der Zwilling der Heilserwartung die Schreckensvision. Für die modernen Biowissenschaften wäre die Genwaffe der Super-GAU."

Die Sunday Times wusste z. B. folgendes zu berichten (zitiert nach "Die Zeit" Nr. 49/1998): "Wissenschaftler des Instituts für biologische Studien in Nes Ziona bei Tel Aviv seien Genmarkern auf der Spur, die nur in bestimmten Gegenden des Nahen Osten zu finden seien. Man arbeite unter strenger Geheimhaltung an Bakterien und Viren, die sich gezielt ins Erbgut von Arabern schleusen ließen. Dort könnten sie eines Tages punktgenau wirken." Kommentar der Zeit: "Ethnische Säuberung mittels Gentechnik ... - eine Horrorvorstellung."

Die Genprofile der verschiedenen Völker könnte an vielen Orten der Erde einem neuen Rassenwahn Nahrung geben. Das Andersartige ist minderwertig. Hier gute Gene, dort schlechte Gene. Es heißt weiter: "Humangenetik und politischer Wahn gingen in diesem Jahrhundert schon einmal eine Allianz ein."

Doch auch wenn solche Absichten von Verantwortlichen zurückgewiesen werden, bleiben weitere "Nebeneffekte" der Erbgut-Erfassung ganzer Völker übrig: Ein genetisch erfasstes Volk wäre zugleich ein gläsernes Volk. Personen, die z. B. abweichende Gene im Erbgut aufweisen, hätten von Anfang Nachteile zu gewärtigen. Denn wer garantiert, dass es bei der Arbeits-Suche, bei der Familienplanung oder beim Abschluss von Versicherungen nicht zum Missbrauch solcher Daten kommt. So ist in Island die Stimmung für das Gen-Erfassungsprojekt bereits in Skepsis umgeschlagen.

Untergang der Gentechnologie

Umgeschlagen ist die Begeisterung auch beim Molekularbiologen Richard Strohmann, emeritierter Professor der University of California in Berkeley, USA. 32 Jahre lang waren Strohmanns Arbeiten von der US-Gesundheitsbehörde gefördert worden. Heute sagt Strohmann: "Die Molekulargenetik trägt den Keim ihres eigenen Untergangs in sich." Er habe "einfach einsehen müssen, dass die Dinge ganz anders liegen, als ich meiner Ausbildung und Arbeit anzunehmen gewohnt war" (zitiert nach "Untergang der Gentechnologie?" in "Natürlich" Nr. 11/1998).

In der Unesco wurde zwar eine Deklaration verabschiedet über das "menschliche Genom und die menschlichen Rechte". Darin heißt es: "Niemand darf wegen seiner genetischen Eigenschaften benachteiligt werden." Und: "Das menschliche Genom darf nicht dem finanziellen Profit dienen."

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Doch: Solange Wissenschaft und Politik die Verbesserung des Menschen durch Genanalyse, genetische Selektion und Züchtung anstreben, sind solche Proklamationen das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Einziger Trost ist vielleicht, dass die "schöne neue Genwelt" nicht lange Bestand haben dürfte. Die Autorin des o. g. Artikels [Untergang der Gentechnologie] schließt ihre Bilanz des bisherigen Nutzens der Gentechnologie mit dem Satz: "Sollten [die Geningenieure] eines Tages wirklich sämtliche Gene isoliert haben, charakterisiert und patentiert haben, so werden sie feststellen müssen, dass sie damit höchstens ein Spiegelbild des Lebens, nicht aber das Leben selbst im Griff haben."

Weitere Entwicklung [6.8.2006]:
Gentherapie außer Kontrolle -
neue Tote befürchtet

Erneut greift ein gentechnisch hergestelltes Medikament Versuchspersonen an, nachdem es bereits in der Vergangenheit zu einzelnen Todesfällen im Rahmen der "Gentherapie" gekommen war. TGN 1412 sollte die neue Wundermedizin sein, die gegen Multiple Sklerose, Leukämie und rheumatische Arthritis helfen soll. Die Gen-Ingenieure schnitten die Eigenschaften des Proteins TGN 1412 genau auf den Menschen zu. Doch bei den Testpersonen in London versagten viele Organe und der Kopf schwoll monströs an. Nach wenigen Wochen ist jetzt bei einer Testperson Lymphknotenkrebs ausgebrochen und auch bei den anderen wird der Ausbruch von Krebs oder einer anderer Autoimmun-Erkrankung befürchtet. Die Firma Te Genero, deren Zauberlehrlinge in Würzburg/Deutschland das "Medikament" entwickelten, hat jetzt Insolvenz angemeldet.

Nachfolgend ein Bericht über die Wirkung des genmanipulierten Medikaments:

Das Mittel TGN 1412 war von dem US-Forschungsunternehmen Parexel International erstmals an Menschen getestet worden. Er habe den reinen Horror gesehen, sagte ein Testteilnehmer, der statt des Medikaments ein wirkungsloses Placebo erhalten hatte, dem Sender Sky News. Die Probanden neben ihm seien innerhalb von Minuten nach Einnahme der Arznei zusammengebrochen. Sie hätten sich vor Schmerzen gekrümmt, sich immer wieder übergeben und unter Kopfschmerzen geschrieen. "Der eine rief, 'Mein Kopf tut weh, mein Rücken tut weh, Ich brauche Hilfe, ich kann nicht atmen.' Er schrie einfach", berichtete Raste Khan. "Es war wie russisches Roulette. Zwei von uns hatten Glück [die beiden, die das Placebo bekamen] und kamen davon." Der Zeitung The Sun zufolge schwollen Kopf und Hals eines 21-jährigen Probanden auf das dreifache der normalen Größe an. Die Freundin eines anderen Probanden hatte der BBC erklärt, alle inneren Organe des Mannes hätten versagt. Mit dem deutlich angeschwollenen Kopf sehe ihr Freund aus wie der Elefantenmann, eine Figur aus einer Monströsitätenschau des viktorianischen Großbritanniens, bei der der Schädel breiter als die Taille war. Ein Professor der Imperial College School of Medicine am Hammersmith Hospital bezeichnete die Situation als sehr ungewöhnlich. Es sei sehr schwierig nachzuvollziehen, was mit den sechs Probanden passiert sei
(http://www.toxcenter.de/artikel/DZUZVU.php)
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Geistige Hintergründe

Wohin führt die Gentechnik? Der letzte Frevel an der Schöpfung Gottes zerstört letztlich die Übereinstimmung, d. h. Kongruenz von Seele und Mensch bzw. von Tier-Seele und Tier bzw. von geistigem und materiellem Leben auf der Erde. Denn die Materie ist eine Spiegelung des in ihr innewohnenden geistigen Lebens. Durch gentechnische Veränderungen wird dieser Zusammenhang jedoch gesprengt. Es kommt zu einem Chaos in der Schöpfungsordnung. Menschen können z. B. keinen Zugang mehr zu ihrem Gewissen oder ihrer Empfindungswelt bekommen, da genetische Veränderungen diesen Zugang blockieren. Die Folgen sind unabsehbar. Gentechnik ist eine schleichende Zerstörung der weisen Zusammenhänge der Schöpfung Gottes, und die Zerstörungen sind oft auch unmittelbar wirksam (siehe z. B. obiges Beispiel zur "Gentherapie").
(Näheres zu diesem Thema in einigen Publikationen des Verlags "Das Wort", z. B. in dem Buch Sein Auge)
 

Für "therapeutische" Zwecke:

Britische Forscher wollen menschliche Embryonen klonen

Britische Wissenschaftler fordern eine begrenzte Aufhebung des Verbots, menschliche Embryonen zu klonen.

Sie wollen dieses Verbot zwar für den Bereich der Fortpflanzung nicht angetastet wissen, wohl aber für "therapeutische Zwecke": Aus geklonten menschlichen Embryonen wollen sie im Frühstadium Zellen entnehmen und aus diesen dann Organe oder Zellkulturen zur Behandlung von Krankheiten züchten.

Aufschlussreich ist die Begründung, die Prof. John Harris für diese Forderung liefert: Es sei ja üblich, dass Geschwister einander Organe spenden. "Falls das ethisch als richtig bewertet wird, was wäre dann falsch, wenn statt dessen ein Embryo verwendet würde?" Man versucht also, durch scheinbar logische Argumente die ethischen Grenzen immer ein Stück weiter hinauszuschieben. Dass jedes Leben empfindet und dass es mehr ist als die sichtbare Materie, bleibt unberücksichtigt.


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Lesen Sie dazu auch die Artikel:

Gen-Kartoffeln lassen Gehirne von Ratten schrumpfen, Ausgabe Nr. 6/1099

Gen-Mais tötet Schmetterlinge und vergiftet Ratten, Ausgabe Nr. 12/1999
Geist oder Gene? - Auf dem Weg zur Menschenzüchtung, Ausgabe Nr. 9/2000
Durch den Eingriff in die Gene: Fremdbestimmung statt Heilung, Ausgabe Nr. 10/2000
Gentechnik: Doppeltes Spiel von Kirche und CDU/CSU, Januar 2007
 

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Fernsehtipp: www.erde-und-mensch.tv

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