In der letzten Ausgabe des
Weissen Pferdes stellten wir die Forderung auf, die Kirche solle das
den Indianern, den "Ketzern" und
"Hexen" in den vergangenen Jahrhunderten
geraubte Geld und Gold in einen Fonds einzahlen, aus dem die Ärmsten der
Armen unterstützt werden sollten.
Auch heute gibt es wieder "Ketzer", die bis zu ihrem Austritt
aus den Institutionen Kirche Zwangs-Katholisierte und Zwangs-Lutherisierte waren. Auch
diesen Mitbürgern gebühren Entschädigungsleistungen der Amtskirchen, denn über ihre
Kirchenzugehörigkeit hatten sie nicht freiwillig entschieden. Sie wurden als Säuglinge
zwangschristianisiert und unterlagen bis zu ihrem Kirchenaustritt der
Kirchensteuerpflicht.

16 Milliarden Mark erhalten die Amtskirchen jährlich an Kirchensteuer
Immer mehr dieser Menschen fordern ihre Kirchensteuer zurück. Die
Amtskirchen jedoch verweigern die Rückzahlung aus "Rechtsgründen". Bei der
Rückforderung der Kirchensteuer durch die Zwangsindoktrinierten geht es aber gar nicht um
staatliches Recht, sondern um die Moral. Denn im "Parteibuch" der Amtskirchen,
der Bibel, steht: "Zuerst lehret und dann taufet!" Gegen diese Lehre des Jesus
Christus versündigen sich beide Amtskirchen bis zum heutigen Tag. Dennoch nehmen sie für
sich in Anspruch, die entscheidende Instanz bezüglich Ethik und Moral in dieser Welt zu
sein.
Die aus den Amtskirchen Ausgetretenen fordern deshalb die
Zwangsmissionierer auf, nach der von ihnen vertretenen Ethik zu handeln. Diese
gebietet, dass sich beide Institutionen, katholisch und evangelisch, nicht auf das
staatliche Recht zurückziehen können, denn dieses beinhaltet einzig das ethische
Minimum. Die Amtskirchen jedoch sind gefordert, nach dem ethischen Maximum zu handeln, das
sie verkünden.
Hinzu kommt, dass vielen der durch die Kirchensteuerzahlungen
Geschädigten erst jetzt - seit der Diskussion über deren Schuldbekenntnisse -
bewusst
wurde, dass sie im Namen einer Vereinigung erzogen wurden, von der der bekannte
Kirchenhistoriker Dr. Karlheinz Deschner seit Jahren sagt: "Nach
intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich
in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20.
Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so
fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die
christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche"
(in: Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 43).
Aber auch die lutherische Kirche hat sich durch die Mordaufrufe ihres
Gründers Martin Luther gegen Juden, Ketzer, Hexen und Bauern historisch schwer belastet,
dies bis heute aber vor ihren Mitgliedern zu verbergen gewusst. Die Zwangsindoktrinierten
haben nicht gewusst, was für einer verbrecherischen Organisation sie angehört haben. Sie
mussten die Kirchensteuer bezahlen und fordern sie nun zurück als Geschädigte, denen
aufgrund einer falschen Lehre die Kirchensteuer abverlangt wurde.
Es wäre auch zu erwägen, ob der Staat diesbezüglich nicht einer
Amtshaftungspflicht unterliegt, da er für die Amtskirchen deren Kirchensteuer einzieht,
obwohl diese mit der Einverleibung und Indoktrination ihrer Mitglieder vom Säuglingsalter
an fortfahren - denn dieses Verhalten ist - wie gesagt - nicht im Einklang mit dem
"Parteibuch" der Amtskirchen, der Bibel, wo es heißt: "Zuerst lehret und
dann taufet!"