Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 1/99

abstand.gif (36 Byte)
"Ich Ich Ich - Die Spinne im Netz" (3)

Computer oder Mensch - wer ist der bessere "Kollege"?

Der Mensch mit seinem Ober- und Unterbewusstsein ist mit einem Computer vergleichbar. Er speichert "Programme", also Verhaltensweisen, Reaktionen, Erinnerungen, aber auch äußere Fähigkeiten wie Fremdsprachen oder Autofahren und spuckt sie auf Knopfdruck wieder aus.

Soweit alles klar. Aber ... der Computer kann nie einen Menschen ersetzen. Der Mensch ist der Maschine doch letztlich überlegen, oder? Der Mensch kann fühlen, er kann Freundschaft und Liebe empfinden, er hat einen "sechsten Sinn", er freut sich an Musik und Kunst.

Nur: Der Computer ist ehrlicher! Oder wer hat schon einen Computer erlebt, der auf Schmeicheleien hereinfällt? Der anders spricht, als er denkt, weil er damit etwas bezwecken will?

In dem Buch Ich Ich Ich - die Spinne im Netz lesen wir dazu: "Hier stellt sich die Frage: Ist der technische Computer nicht ein besserer Kollege als der Computer ‘Mensch’, der gleichsam sein Mischpult einsetzt und das ausweist, was ihm zum Vorteil gereicht?"

Nehmen wir zum Beispiel einen Menschen, der auf der Leiter des Erfolges höher klettern will. Er lobt einen Kollegen, der ihm bei seinem Aufstieg behilflich sein könnte: "Du bist ein guter Kollege, auf dich kann man sich verlassen." In Wirklichkeit denkt er: Du bist ein Streber, ein Egoist. Aber es ist gut, wenn du mir wohl gesonnen bist, damit ich in der Firma gut ankomme und aufsteigen kann."

Der Computer Mensch ist also wesentlich raffinierter als sein maschinelles Abbild. Doch: Alles Sündhafte, das der Mensch empfindet, fühlt, denkt, spricht und tut, wird gespeichert - in seinem Unterbewusstsein, in seiner Seele, in den Gestirnen. Und von dort beeinflusst es ihn wieder, prägt seinen Körper, seine Bewegungen, seine Gestik und Mimik, sein ganzes Verhalten. Hinter den Worten laufen Gefühle und Gedanken ab, die auf das Nervensystem einwirken, und das Nervensystem wirkt wieder auf den Menschen ein.

Ganz verbergen kann der Politiker also nicht, dass er in Wirklichkeit selbst nicht an seine Wahlversprechen glaubt. In seiner Körpersprache, in seiner Stimme, in seiner Gestik wird es sich irgendwie doch ausdrücken. Doch nur, wer wachsamen Auges ist, der kann erkennen, wenn sein Nächster ihn hereinlegen will, wenn er anderes bezweckt, als er zu erkennen geben will. Solche Methoden der Beeinflussung werden sogar gezielt geschult und eingesetzt, z. B. in bestimmten Verkaufsberufen. Doch auch der Wachsame erkennt es nur dann, wenn er sich selbst beständig hinterfragt: Will ich mit meinem Denken, mit meinem Reden, ja mit meinem gesamten Verhalten andere übervorteilen? Warum will ich mich jetzt darstellen? Warum möchte ich dieses oder jenes aussprechen? Welche Absicht steckt dahinter?

Solange wir uns nicht selbst prüfen, betrügen wir uns selbst- wir gaukeln uns etwas vor, z. B. dass wir besser oder selbstloser sind, als es der Wirklichkeit entspricht. Wer bei sich selbst die Waage ansetzt und sein Fühlen und Denken überprüft, wo sein Anteil liegt, der lernt sich selbst kennen und lernt, die täglichen Situationen aufrichtig und souverän zu meistern und seinem Nächsten ein Vorbild zu sein.

Inhalt Ausgabe 1/99
Hauptseite
Archiv - alle früheren Ausgaben
Suchen
Abo-Service
Impressum
Post an uns

Literatur:
Ich Ich Ich. Die Spinne im Netz. Das Entsprechungsgesetz und das Gesetz der Projektion, 288 S., gebunden, Verlag Das Wort, 09391/504135, 18,00 €, SFr 30,70 + Versand; auch in Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch und Slowenisch erhältlich;
http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s325de&type=desc&rtopic=bewusstesleben


 



Copyright ©
Verlag Das Weisse Pferd GmbH, Altfeld, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld, Deutschland
Tel. 09391 / 504 - 207, Fax - 210, http://www.das-weisse-pferd.com - E-Mail: info@das-weisse-pferd.com


Fernsehtipp
: www.erde-und-mensch.tv

Hit Counter