Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 2/99


Psycho-Manipulationen in Russland

"Operation am offenen Unterbewusstsein"

Der Patient liegt in Narkose auf dem Operationstisch. Doch sein Körper wird nicht geöffnet; statt des Skalpells blitzen nur Linien auf einem Bildschirm. An den Kopf des Patienten sind Elektroden angeschlossen, die Gehirnströme messen. Er atmet immer heftiger, stöhnt und stammelt immer wieder dieselben Worte. Nach wenigen Minuten ist alles vorbei: Der junge Mann wurde von seiner Drogensucht geheilt - angeblich.

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Kann man allein durch Suggestion Drogensucht heilen?

Es war keine gestellte Szene, die da im Dokumentarfilm Geheimes Russland (ZDF, 22.12.1998) gezeigt wurde. Professor Smernow führt in Moskau tatsächlich solche "Operationen am offenen Unterbewusstsein" durch, wie er sie nennt. Seine Theorie: Er bringt in der Narkose Schlüsselerlebnisse aus der Kindheit, etwa ein schlechtes Verhältnis zur Mutter, nach oben und ersetzt die "falschen Programme" durch eine "positive Motivation", die dem Patienten helfe, ohne die Droge auszukommen. Diese neuen "Eingaben" werden "in das Geräusch des Herzschlags hineincodiert".

Der Patient habe hinterher das Gefühl, es habe drei bis vier Stunden gedauert. In Wirklichkeit dauert der "Eingriff in die Seele" nur eine Minute. Smernow gibt zu, dass es eine Art "Gehirnwäsche per Computer" sei. Aber er findet nichts dabei: "Gott, das sind wir! Der heilige Geist, das sind wir Menschen!"

Bei der Ausbildung von Polizisten wird in Russland eine ähnliche, wenn auch weniger dramatische Methode angewandt, um sie auf schwierige Situationen vorzubereiten. Es werden ihnen Filme vorgeführt, die Schießereien und Entführungen zeigen. Gleichzeitig wird ihnen durch Musik und Sprache "ruhiges Selbstvertrauen auch in der schwierigsten Situation" eingeflößt.

Was hier noch bei Wachbewusstsein und mit Zustimmung des Betroffenen erfolgt, ähnlich dem autogenen Training, kann in anderen Fällen zur gefährlichen Manipulation werden. Russische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, mit der sie jede beliebige Botschaft durch jedes beliebige Geräusch transportieren lassen können. Zur Demonstration spricht ein Techniker einen Satz auf Tonband und verändert die Stimme dann mithilfe eines Computers, so dass sie nicht mehr zu verstehen ist. Wird der Satz dann wieder "decodiert", dann wird die Stimme wieder hörbar, wenn auch verzerrt. Das menschliche Unterbewusstsein, so nun die Aussage der Wissenschaftler, ist jedoch auch in der Lage, den Satz im codierten, also unkenntlich gemachten Zustand zu "entschlüsseln". Die Botschaft wird also vom Unterbewusstsein aufgenommen.

Das Böse

Ein Mensch – was noch ganz ungefährlich –
Erklärt die Quanten (schwer erklärlich!).
Ein zweiter, der das All durchspäht,
Erforscht die Relativität.
Ein dritter nimmt, noch harmlos, an,
Geheimnis stecke im Uran.
Ein vierter ist nicht fernzuhalten
Von dem Gedanken, kernzuspalten.
Ein fünfter – reine Wissenschaft –
Entfesselt der Atome Kraft.
Ein sechster, auch noch bonafidlich,
Will die verwerten, doch nur friedlich.

Unschuldig wirken sie zusammen:
Wen dürften, einzeln wir verdammen?
Ists nicht der Böseste der Bösen,
Ders dann gewagt, sie abzulösen?

Den Teufel wird man nie erwischen:
Er steckt von Anfang an dazwischen.

Eugen Roth

Dieses Verfahren kann beliebig eingesetzt werden: Bestimmte Botschaften können auf Radiowellen gesetzt oder in Musikstücke auf Cassetten verpackt werden. Sie können in Fernsehsendungen hineingeschmuggelt werden oder einfach nur in das Hintergrundrauschen des Telefons.

Menschen fühlen sich verfolgt

Der russische Geheimdienst habe solche und weitere Methoden schon vielfach eingesetzt, um Regimegegner auf unsichtbare Weise kaltzustellen oder umzubringen. Das behaupten zahlreiche Geschädigte, die in Moskau öffentlich demonstrieren, um auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen.

Ein Opfer solcher "psychotronischer Bearbeitung", eine Frau, berichtet, sie habe immer wieder Schwindelgefühle und Schmerzen verspürt, ohne dass körperliche Ursachen festgestellt werden konnten. Innerhalb einer Woche seien ihr dann Haare, Nägel und Zähne ausgefallen. Andere Betroffene berichten über Verlust der Logik, der räumlichen Orientierung, schließlich über Lähmungserscheinungen.

Die Geschädigten vermuten, dass als Ursache auch bestimmte schädliche Schallfrequenzen oder radioaktive Bestrahlung in Frage kommen. Viele versuchen sich durch aufwendige Apparaturen in ihren Wohnungen vor unerwünschter Bestrahlung zu schützen - sie glauben, dass sie auch heute noch in Gefahr sind.

Kommentar:
Jede Einflussnahme, die ohne Wissen und Wachbewusstsein des Betroffenen erfolgt, verstößt gegen das Gesetz des freien Willens. Dadurch kann auch niemals eine wirkliche Heilung erfolgen, da die eigentlichen Ursachen im Unterbewusstsein und in der Seele des Menschen nicht erkannt, bereut und bereinigt, sondern allenfalls durch andere "Programme" überlagert und damit verdrängt werden. Wird die eigentliche Ursache, z. B. ein Fehlverhalten oder etwas Unverziehenes, nicht bewusst erkannt und bereinigt, so bleibt es in der Seele und wird früher oder später, möglicherweise auch in späteren Einverleibungen, wieder zum Vorschein kommen.

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Im Film wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass solche Methoden, auch wenn sie scheinbar in den Dienst des Menschen gestellt werden, immer auch mit negativen Inhalten gefüllt werden können. Wenn es möglich ist, Negatives aus dem Menschen scheinbar zu entfernen und durch Positives zu ersetzen, so kann man ihm umgekehrt auch Negatives suggerieren, das ansonsten in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt nicht in ihm aktiv geworden wäre.

Russland und USA: Lautlose Waffen

Dass nicht nur in Russland mit unsichtbaren Waffen gegen Menschen experimentiert wurde und wird, berichtet die Zeitschrift Raum und Zeit in ihrer neuesten Ausgabe (97).

Von Bürgerrechtlern wird die amerikanische Regierung beschuldigt, in Alaska im Rahmen des so genannten "Haarp"-Projektes solche Waffen zu erproben: Laserwaffen, die Menschen für längere Zeit blenden; akustische Waffen, die Schmerzen und Krämpfe hervorrufen; Schockwellen, die Lähmungserscheinungen bewirken sowie Mikrowellenwaffen, die Verbrennungen, Herzrhythmusstörungen oder Bewusstlosigkeit hervorrufen können.

Im Europäischen Parlament werde eine Entschließung vorbereitet mit dem Ziel, solche Waffen international zu ächten.


 


Lesen sie dazu auch
: Drogensucht - Sklaverei ohne Ausweg? in Nr. 19/2000 und
                                Sucht kommt von Suchen in Nr. 20/2000




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