Jedes Merkmal hat eine
BedeutungDie Haut -
Spiegel unserer Seele
Jedes Merkmal auf unserer Haut hat eine Bedeutung - jedes
Muttermal, jede Falte und jede Form. Denn unser Körper ist ein Spiegel
unserer Seele und die Haut ist wie eine Landkarte der Seele.
Bereits der
große Naturheilarzt Chr. W. Hufeland (1762-1836) beschrieb die Haut als eines der
wichtigsten Organe. Er bemängelte, dass sie oft nur als schöne Hülle und nicht in ihrer
wahren Bedeutung gesehen wurde. Was hat es genau auf sich mit unserer Haut?

Früh übt sich, wer eine reine
Haut
haben möchte.
Oft galt und gilt das
Interesse vor allem der kosmetischen Verschönerung dieser Hülle unseres Leibes. Dabei
ist unsere Haut eines der flächengrößten Organe unseres Körpers. Über die Haut stehen
wir mit allem, was uns umgibt, direkt in Verbindung. Über die Haut atmen wir, nehmen
Stoffe auf, geben Stoffe ab. Die Haut birgt außerdem ein Netzwerk energetischer
Lebensbahnen und Energiepunkte, sowohl organisch lokalisierbare als auch geistige Bahnen
und Zentren, die fortwährend ausstrahlen, d. h. senden und empfangen. Somit erfüllt
unsere Haut vielfältige Funktionen. Sie dient zur Abgrenzung und zum Schutz, als
Berührungs- und Kontaktorgan, als Ausdruck- und Darstellungsorgan, als Sexualorgan, zur
Atmung, zur Ausscheidung, z. B. in Form von Schweiß und zur Wärmeregulation.
Der Aufbau unserer Haut
Schauen wir uns zunächst den anatomischen Aufbau der menschlichen Haut
an, in dem sich diese vielfältigen Funktionen widerspiegeln. Die besteht aus drei
Schichten, der äußeren Oberhaut (Epidermis), der darunter liegenden Lederhaut (Dermis)
und dem Unterhautfettgewebe. In einem Quadratzentimeter Haut befinden
sich je nach Lage auf der Körperoberfläche ca. 10 unterschiedliche
Haare, 100 Schweiß- und 40 Talgdrüsen, unzählige Nerven, mehr als 200
Schmerzrezeptoren, 100 Druck- und 12 Wärmerezeptoren. Außerdem sind in
der Haut zahlreiche Pigmentzellen, die den "Teint" eines Menschen charakterisieren. Ob wir eher ein blasser oder eine
dunklerer Hauttyp sind, hängt vom unterschiedlichen Gehalt des Farbstoffes Melanin in
diesen Zellen ab, der in unseren Genen festgelegt ist. Einen äußeren chemischen Schutz
bildet der Säuremantel der Haut (pH 5,4), einen mechanischen Schutz bildet der
Fettmantel.
Analogie zwischen Innen und Außen
Das Netzwerk der Nerven und der energetischen Bahnen, das unsere Haut
birgt, macht es möglich, dass sich jede Störung eines inneren Organs auf unsere Haut
projiziert. Aber auch umgekehrt wird jede Reizung eines entsprechenden Hautareals nach
innen zu dem betreffenden Organ weitergeleitet. Nur wenige dieser Zusammenhänge sind
der Schulmedizin bekannt, wie z. B. die so genannten Headschen Zonen. In der klassischen
Naturheilkunde werden diese Zusammenhänge jedoch in den verschiedenen
Reflexzonentherapien diagnostisch und therapeutisch genutzt, wie z. B. in der
Fußreflexzonenmassage, der Schröpfbehandlung des Rückens, der Akupunktur oder auch der
Elektroakupunktur nach Voll oder nach dem Listen-System.
Man kann daher sagen, dass nichts, was sich auf der Haut zeigt - eine
Rötung, eine Schwellung, eine Entzündung, ein Pickel, ein Abszess oder ein Leberfleck -
zufällig an diesem Ort geschieht. Immer ist ein Hinweis auf einen entsprechenden inneren
Vorgang enthalten. Doch zeigt sich darin nicht nur ein innerer organischer Zustand,
sondern es werden auch seelische Bewegungen und Reaktionen sichtbar. Einige solcher
Reaktionen kennt der Volksmund in bestimmten Ausdrücken. Man wird z. B. rot vor Scham oder
blass vor Schreck, man schwitzt vor Angst oder Aufregung, die Haare sträuben sich vor
Entsetzen oder man bekommt eine Gänsehaut.
Und doch gleicht keine Reaktion eines Menschen genau der Reaktion eines
anderen. Und keine Hautpartie eines Menschen gleicht in ihrer Struktur, ihrer Punktierung
und Zeichnung der eines anderen Menschen. So ist z. B. der Fingerabdruck für jeden
Menschen einzigartig und charakteristisch. Warum ist das so?
Die Hautzeichnung jedes Menschen ist einzigartig
In dem Buch Die Kosmische Uhr und das Netzwerk Deiner Haut
(S. 54-56; siehe
unten) wird die Beziehung zwischen
Makrokosmos und Mikrokosmos Mensch und seiner Haut aufgezeigt.
Die seelischen Komponenten des Menschen sind Gefühle, Empfindungen,
Gedanken, Worte und Handlungen. Sie bestehen letztlich aus Bildern. Was der Mensch
gedacht, gefühlt und gesprochen hat, ist gespeichert - im Gehirn und in der Seele. Es ist
der so genannte Lebensfilm. Durch dieses Energiepotential ist und wird der Mensch zugleich
geprägt - sein Körperbau, seine Körperstruktur und das Netzwerk seiner Haut. Jedes Gen,
jedes Blutkörperchen, jedes Organ spiegelt wider, wer wir sind. Wir können also bildlich
gesprochen nicht aus unserer Haut heraus.
Über unser Energie-Bild-Volumen stehen wir zugleich in Kommunikation mit
dem gesamten Energievolumen der Menschheit, das als riesiges Sende- und Empfangspotential
auf die Erde und die so genannten Fallkosmen einwirkt. Die kosmische Landschaft, in der
alle Sonnensysteme des materiellen und des immateriellen Kosmos verzeichnet sind, ist
zugleich als Essenz im Hautnetzwerk jedes Menschen repräsentiert. So könnten wir unsere
Haut als Landkarte, als energetisches Abbild der Kosmen und somit als differenzierten
Schwingungsträger verstehen. Markante, sichtbare oder unsichtbare Bereiche unserer Haut
können komprimierte Positiv- oder Negativprogramme sein, d. h. also überwundene oder noch
vorhandene Belastungen. Was bedeutet das für uns?
Selbsterkenntnis über die Haut
Da wir uns selbst durch die Inhalte unseres Denkens, Empfindens, Fühlens,
Sprechens und Handelns geprägt haben, sprechen auch die Partien unserer Haut ihre
Sprache. Wir können allmählich lernen, diese Sprache zu verstehen, wenn wir uns darin
üben, uns selbst zu hinterfragen. So erleben wir die Sprache der Merkmale unserer Haut am
deutlichsten, wenn sie z. B. als Unbehagen oder Schmerz für uns spürbar werden, wenn sie
sich neu zeigen oder sich verändern.
Was will uns z. B. ein Ausschlag auf unserer Haut sagen? Was drängt
empor, was wir bisher nicht wahrhaben wollten und lässt uns wohl "ausschlagen"?
Auf wen oder was reagieren wir so und warum? Was liegt in uns vor?
Oder uns quält ein Ekzem unter unserem Fuß. Dann könnten wir uns
fragen, was uns sticht - oder wen stechen wir eventuell auf Schritt und Tritt?
Sind wir dickfellig oder dünnhäutig? Was will uns auch dieser Aspekt
über unser Verhalten zu unseren Mitmenschen sagen?
Tritt auf unserer Haut ein Juckreiz auf, könnten wir uns fragen, wer oder
was uns juckt, reizt, beißt oder erregt und warum? Welche massiven Wünsche oder
Leidenschaften drängen an die Oberfläche?
Schuppt sich unsere Haut übermäßig stark wie z. B. bei der
Schuppenflechte und wird rau und gereizt, liegt auch darin eine Information für uns. Ein
Sprichwort lautet: "Unter einer rauen Schale steckt meist ein weicher Kern".
Vor wem und warum wollen wir uns abgrenzen, uns gewissermaßen einen Panzer als Schutz
zulegen? Warum treten wir nicht offen und direkt für unsere Belange ein und finden eine
gemeinsame, ehrliche Lösung? Welche Angst hindert uns, zu uns zu stehen?
Wenn wir uns morgens im Spiegel anschauen: Wer blickt uns da entgegen?
Zeigen die Mundwinkel vielleicht nach unten? Oder zeichnen sich kleine Lachfalten ab? Oder
ist da etwa ein eingefrorenes Lächeln in unserem Gesicht? Bei jedem von uns fällt die
Antwort anders aus, weil bei jedem andere persönliche Inhalte zugrunde liegen.
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