Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 4/99

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Das Horoskop ist nicht
mein Schicksal

Wie ein Aha-Erlebnis ist es für eine junge Frau, als sie sich das erste Mal bewusst macht: Die Inhalte ihres Geburtshoroskops sind keine unveränderlichen schicksalhaften Gegebenheiten, wie sie bisher geglaubt hatte - sie können von ihr täglich verändert werden.

Bei einem Erfahrungsaustausch auf dem Inneren Weg, kam auch der Einfluss der Sterne auf das Leben der Menschen zur Sprache. So sind viele Menschen unter einem ähnlichen Sternbild geboren, doch jeder hat in Vorinkarnationen etwas anderes hineingelegt. Das ist wesentlich. Denn nur das kommt wieder auf ihn zu. Nur der Planet kann uns beeinflussen, der Teile unserer Belastungen gespeichert hat. Beherrscht ein Mensch z. B. einige seiner Mitmenschen, dann kann z.  B. der Wunsch in seinen Vorinkarnationen zugrunde liegen, bestimmte Menschen nach den eigenen Vorstellungen lenken und führen zu können.

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Bin ich noch derselbe "Löwe",
als der ich zur Welt kam?

In seinem Geburtshoroskop liest der Betreffende dann auch von der Anlage, Macht und Einfluss auf andere ausüben zu können. Jetzt kommt es darauf an: Fühlt er sich in seiner Herrschsucht bestätigt - oder bereinigt er dieses Fehlverhalten? Eine Bereinigung wandelt das Gegensätzliche um, und es kommen dann die positiven Aspekte der Anlage auf ihn zu: In ihm wächst allmählich die Fähigkeit, Verantwortung für eine Gemeinschaft oder für einen Betrieb oder eine Familie übernehmen zu können. Anstelle des Herrschenwollens tritt die Fähigkeit, den anderen mehr und mehr verstehen und ihm helfen zu können. Nicht immer lässt sich positiv und negativ sogleich unterscheiden. Macht und Einfluss, Geld und Gut werden in der Astrologie vielfach auch als positiv angesehen.

Doch wenn dies im Sternbild liegt, woher kommt es? Ist es gut für unsere Seele, wenn wir reich sind, wenn wir großen Einfluss auf andere haben, oder dient und schmeichelt es nur dem menschlichen Ich, das z. B. die Macht in Vorinkarnationen eingegeben hat, weswegen sie nun im Sternbild steht? Die Frage kann sich auch jemand stellen, der gern viel Ansehen und Geld hätte: Würde ich diese Aspekte selbstlos für das Wohl anderer einsetzen oder für das Eigenwohl?

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Täglich kommen Eingaben aus den Planetenkonstellationen auf uns zu, in denen wir uns selbst erkennen und das Fehlerhafte bereinigen können. Beobachte ich mich genau und überwinde mein niederes Selbst, dann bin ich von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat ein veränderter Mensch mit anderen Eigenschaften. Und am Ende des Lebens bin ich nicht mehr der Stier, der Schütze oder die Waage, als die ich zur Welt kam. Durch die Arbeit an mir selbst bin ich ein anderer geworden.

Lesen Sie auch den Grundsatzartikel:
Sind die Sterne unser Schicksal in der Ausgabe Nr. 1/1999

Buchtipp: Sein Auge - die Buchhaltung Gottes
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