»Und schimpfe auf die
Welt, mein Sohn,
nicht gar zu laut.
Eh´ du geboren, hast du schon
mit dran gebaut.«
(Wilhelm Busch)
Spiegel des Kosmos
Was hat eine Supernova mit
einem Planktontierchen zu tun? Die Ähnlichkeit der Formen ist tatsächlich verblüffend.
Ein in ringförmigen Explosionen verglühender Stern, der einen neuen Stern gebären kann,
gleicht einem Einzeller, der gerade im Begriff ist, sich zu teilen.
 
Links: die Supernova
SN 1987A mit zwei sich
überschneidenden Explosionsringen
Rechts: das einzellige Plankton Pyrocystis
noctiluca
"Kopiert die Schöpfung sich selbst?" fragt der Holländer Albrecht
Ploum in seinem Buch Spiegel des Universums, in dem er Bilder aus
so weit entfernten Wissenschaftsbereichen wie Biologie und Astronomie
nebeneinander stellt*. Er findet dabei eine Fülle verblüffender Übereinstimmungen:
Eine Muschel ähnelt in ihrer Form dem Magnetfeld der Erde. Die Blätter der Sonnenblume
gleichen in ihrem Aufbau den Strömungen auf der Oberfläche der Sonne, der
"Korona", die während einer Sonnenfinsternis sichtbar wird. Das menschliche
Auge gleicht bis in Details einem Sonnenflecken. Und der vor 200 Millionen Jahren auf der
Erde existierende Riesenkontinent Pangäa ähnelt mit seinen Kontinentalplatten den
Knochen des menschlichen Schädels - und in seiner Gesamtform einem menschlichen Embryo
(siehe Bilder). Alles Zufall?
"Das ganze Universum spiegelt sich in einem einzigen Sandkorn wider -
davon waren Mystiker zu allen Zeiten überzeugt", schreibt das Magazin PM zu
dieser Gegenüberstellung. Ploum selbst ist in seinen Schlussfolgerungen eher
zurückhaltend. Er führt die Übereinstimmungen in Form und Struktur zwischen ganz
unterschiedlichen Lebensformen auf den gemeinsamen Ursprung des Lebens zurück. Dieser
Ursprung sei in unserem Planetensystem die Sonne.
 
Täuschende Ähnlichkeit: Rechts die Aufnahme eines
Sonnenflecks - Links die Pupille und Iris eines menschlichen Auges
Ploum kommt zu dem Schluss, "dass die Erde und alles Leben auf ihr
abhängig und beeinflusst sind von einem ständigen Informationsfluss über die
physikalischen und chemischen Prozesse auf der Sonne." Dies ist bei der Sonnenblume
und dem menschlichen Auge, die beide in besonderer Weise mit der Sonne in Verbindung
stehen, besonders augenfällig. Das gesamte Weltall wiederum sei aus dem Urknall
hervorgegangen. Nach Ploum stehen alle Lebensorganismen miteinander in Kommunikation und
haben womöglich so etwas wie ein Gedächtnis.
Dies wird auch von der modernen Atomphysik nicht bestritten - im
Gegenteil. Schon 1964 wies der Amerikaner John Bell nach, dass Lichtteilchen, die aus
einem gemeinsamen Ursprung stammen, einander nicht "vergessen". Sie wissen
jederzeit, wie es dem Partnerteilchen geht. Der englische Physiker David Bohm stellte
fest, dass die kleinsten Teilchen der Materie alle miteinander auf geheimnisvolle Weise in
Verbindung stehen.
Das Universum ist durchwoben von einem Netz von Quantenverbindungen,
wodurch alles mit allem kommuniziert. Hinter der materiell fassbaren Welt
muss also eine
unsichtbare, übergeordnete "Informationswelt" existieren, die unabhängig von
Zeit und Raum ist und alle Informationen über die materielle Welt enthält - und sie
durchdringt. Diese Informationswelt arbeitet laut Bohm nach dem Prinzip der
größtmöglichen Ordnung. Zu dieser Ordnung gehören auch die Naturgesetze wie z. B. die
Gravitationskonstante. Wäre die Anziehungskraft der Materie kleiner, würden alle
Sonnensysteme auseinander fliegen. Wäre sie größer, würden sie in sich zusammenfallen,
implodieren.
Im Kosmos regiert also nicht das Chaos oder der pure Zufall. Der englische
Biologe Rupert Sheldrake nimmt an, dass es Strukturen gibt, in denen bestimmte
Informationen über die Materie gesammelt und miteinander verknüpft werden. Er nennt sie
"morphogenetische Felder".
Ein
gigantisches Speichersystem
Die theoretischen Kenntnisse
sind also längst vorhanden. Doch Ploum hat nun anschauliche Belege dafür geliefert,
dass
der "Bauplan" des Universums sich auf verschiedenen Ebenen zu wiederholen
scheint. Er vermutet, dass "die Entwicklungsgeschichte des Universums, oder zumindest
ein wichtiger Teil davon, in interstellarer Materie gespeichert ist."
Damit nähert er sich einer Wahrheit, die nicht aus wissenschaftlicher, sondern aus
mystischer Quelle stammt und es ermöglicht, die Ergebnisse der Wissenschaft in ein neues
Licht zu stellen.
Aus den Offenbarungen des Christus-Gottesgeistes im Universellen Leben
wissen wir, dass es drei Arten von Gestirnen gibt: die feinstofflichen der reinen
himmlischen Welten, die teilmateriellen Gestirne, der für menschlichen Augen unsichtbaren
Reinigungsebenen und die sichtbaren Gestirne des materiellen Kosmos. Die materiellen
Gestirne und diejenigen der Reinigungsebenen sind zugleich Speicherplaneten.
In ihnen ist alles aufgezeichnet, was auf der Erde geschieht: Was Menschen
denken und fühlen, was sie tun, was in der Natur, in Tieren, Pflanzen und Mineralien vor
sich geht. Verschwindet etwas auf der Erde, stirbt zum Beispiel eine Tierart aus, dann
löst sich auch in den Gestirnen etwas auf, es "stirbt" etwa ein Stern oder ein
Teil davon. Gleichzeitig wird gespeichert, welchen Anteil welche Menschen daran hatten,
dass diese Art ausstarb.
Dass es im ganzen Universum keinen Zufall gibt und
dass alles registriert
ist, darauf weist schon Jesus von Nazareth hin: "Kauft man nicht zwei Sperlinge für
einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne Euren Vater. Nun aber
sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt" (Mt. 10, 29 f.).
Auch jedes menschliche Verhalten und Fehlverhalten ist registriert. Das
dafür zur Verfügung stehende Speichersystem hat wahrhaft gigantische Ausmaße: 100
Milliarden Galaxien, die sich über einen Raum von einer Milliarde Lichtjahre erstrecken.
Man kann also sagen: Der Mensch beeinflusst durch sein Verhalten das
Weltall. Umgekehrt strahlen die Gestirne in zyklischen Abläufen zurück, was die Menschen
in sie eingegeben haben. Bereut ein Mensch sein Fehlverhalten, bereinigt es und tut es
nicht mehr, so löscht er seine Eingaben im kosmischen "Kausalcomputer" von
Ursache und Wirkung. In einem Buch der Prophetin Gottes für unsere Zeit mit dem Titel
Sein Auge - die Buchhaltung Gottes; der Mikrokosmos im Makrokosmos sind diese Zusammenhänge im einzelnen dargelegt.
**
Steht der
Mensch im Mittelpunkt?
Der Mensch steht, so gesehen, im
Mittelpunkt eines riesigen Speichers, der allerdings auch seine Schandtaten registriert.
Er steht aber auch in einer anderen Hinsicht in der Mitte: Was der Mensch mit bloßen
Augen überblicken kann, liegt im Bereich der Meter. Über ihm erstreckt sich ein
sichtbares Weltall mit einer Ausdehnung von 10 hoch 25 Metern (eine 26stellige Zahl).

Während einer Sonnenfinsternis (links) sind die
Strahlen der Korona der Sonne deutlich zu sehen. Sie erinnern an die Blätter einer
Sonnenblume (rechts).
Gleichzeitig dringt der Mensch mit feinsten Mikroskopen in die Materie vor
bis zu den kleinsten Partikeln, den so genannten Quarks, die etwa 10 hoch minus 15 Meter
klein sind (eine Zahl mit 14 Nullen hinter dem Komma). Steht der Mensch in der Mitte
zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos - auch wenn Johannes Kepler und
Galileo Galilei klar gemacht haben, dass die Erde astronomisch gesehen nicht der Mittelpunkt des Weltalls ist? Welche Rolle
spielt der Mensch im Weltall?
Eine Antwort finden wir in dem Buch Ich Ich Ich, die Spinne im Netz***:
"Die Wissenschaft spricht von dem so genannten Urknall, der zur Bildung
der Materie Anlass gab. In gewisser Weise entspricht die Urknall-Theorie den geistigen
Gesetzmäßigkeiten, welche die Trennung der Sünde, gleich Dichte, vom reinen,
alldurchstrahlenden Sein auslöste. Dieser unvorstellbare Lösungsprozess brachte
aufschäumende Turbulenzen, die wir Menschen als den Urknall bezeichnen"
(S. 121). Der
Urknall ist demnach die Folge eines Prozesses, in dem sich ein Teil der Geistwesen der
Himmel von Gott abwandten. Sie wollten selbst "wie Gott sein". Im Verlauf dieses
Fallgeschehens spaltete sich ein Teil des geistigen Universums ab und verdichtete sich
allmählich. Gott ließ diesen Fall zu, weil Er den freien Willen Seiner Kinder beachtet.
Gott gab den gefallenen Geistwesen Teile von geistigen Planeten aus der
rein geistigen Schöpfung mit. In unendlich langen Zeiträumen verdichteten sich diese
Himmelskörper bis hin zur festen Materie. Es bildete sich der menschliche Körper heraus,
den die Seele, das verschattete Geistwesen, bewohnte und nach dem irdischen Tod verließ,
um nach einiger Zeit erneut einen Körper aufzusuchen. "Die Verdichtung der Fallwesen
bis hin zum menschlichen Körper erfolgte vom Haupt her", lesen wir in
Sein
Auge - die Buchhaltung Gottes **. So wie die Menschenkörper verdichtete sich auch
die Erde. Da ist es interessant, dass Ploum die Schädelknochen mit den harten
Kontinentalplatten vergleicht, die sich auf der weicheren Erdscholle bewegen.

Vor 200 Millionen Jahren waren die heutigen
Kontinente noch in einem reinen Urkontinent mit Namen Pangäa vereinigt
(links). Dieser Urkontinent erinnert in seiner Form an einen
menschlichen Embryo (rechts).
Wissenschaftler wie James Lovelock sehen die Erde als einen großen
Organismus an, als "Erd-Menschen". In gewisser Weise könnte man das gesamte
materielle Weltall auch als einen großen Organismus ansehen - mit den Milchstraßen als
"Blutbahnen". Die Ordnungsprinzipien des Lebens, die Strukturen der Schöpfung,
wiederholen sich so auf verschiedenen Ebenen.
Der Mensch trägt in seinem Innersten die Essenz aller Kräfte des Alls.
Er könnte eine Sonne sein, die ihre Energie der Erde überträgt und sie so schrittweise
verfeinert. Statt dessen ist er dabei, durch immer stärkere Verschattung der inneren
Sonne den Planeten Erde und damit seine Lebensgrundlage zu zerstören. Er braucht
Fernrohre, um einen Blick auf das Weltall zu erhaschen, auf eine Realität, die letztlich
durch seinen Abfall von Gott erst entstanden ist, die er in gewisser Weise mit aufgebaut
hat.
Wir Menschen haben nicht einmal den Durchblick durch das, was wir an
Fehlverhalten in unserer Seele und in den Gestirnen gespeichert haben, geschweige denn,
dass wir unser geistiges Erbe kennen. Die Quanten, die an der Grenze zwischen Geist und
Materie stehen, die einmal Welle sind, einmal Teilchen, wissen mehr über die
Zusammenhänge des Lebens und über die Zukunft als wir.
Und doch haben wir täglich die Chance, etwas von dem zu erfassen und zu
erkennen, was die Gestirne uns persönlich zustrahlen - es sind Aspekte von dem, was wir
falsch machen und was mit Gottes Gesetz nicht übereinstimmt. Je mehr wir unsere Schatten
erkennen, sie bereinigen und mit Christi Hilfe das Alte nicht mehr tun, desto mehr begeben
sich die Quanten auf die immaterielle Seite. Wir werden dann durchlässiger für die
Strahlung des reinen Kosmos, weil wir zum ewigen Sein eine Verbindung herstellen.
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