Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 5/99

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»Und schimpfe auf die Welt, mein Sohn,
nicht gar zu laut.
Eh´ du geboren, hast du schon
mit dran gebaut.«
(Wilhelm Busch)

Spiegel des Kosmos

Was hat eine Supernova mit einem Planktontierchen zu tun? Die Ähnlichkeit der Formen ist tatsächlich verblüffend. Ein in ringförmigen Explosionen verglühender Stern, der einen neuen Stern gebären kann, gleicht einem Einzeller, der gerade im Begriff ist, sich zu teilen.

SupernovaPlankton

Links: die Supernova SN 1987A mit zwei sich
überschneidenden Explosionsringen


Rechts: das einzellige Plankton Pyrocystis
noctiluca

"Kopiert die Schöpfung sich selbst?" fragt der Holländer Albrecht Ploum in seinem Buch Spiegel des Universums, in dem er Bilder aus so weit entfernten Wissenschaftsbereichen wie Biologie und Astronomie nebeneinander stellt*. Er findet dabei eine Fülle verblüffender Übereinstimmungen: Eine Muschel ähnelt in ihrer Form dem Magnetfeld der Erde. Die Blätter der Sonnenblume gleichen in ihrem Aufbau den Strömungen auf der Oberfläche der Sonne, der "Korona", die während einer Sonnenfinsternis sichtbar wird. Das menschliche Auge gleicht bis in Details einem Sonnenflecken. Und der vor 200 Millionen Jahren auf der Erde existierende Riesenkontinent Pangäa ähnelt mit seinen Kontinentalplatten den Knochen des menschlichen Schädels - und in seiner Gesamtform einem menschlichen Embryo (siehe Bilder). Alles Zufall?

"Das ganze Universum spiegelt sich in einem einzigen Sandkorn wider - davon waren Mystiker zu allen Zeiten überzeugt", schreibt das Magazin PM zu dieser Gegenüberstellung. Ploum selbst ist in seinen Schlussfolgerungen eher zurückhaltend. Er führt die Übereinstimmungen in Form und Struktur zwischen ganz unterschiedlichen Lebensformen auf den gemeinsamen Ursprung des Lebens zurück. Dieser Ursprung sei in unserem Planetensystem die Sonne.

Iris des menschlichen AugesSonnenfleck

Täuschende Ähnlichkeit: Rechts die Aufnahme eines Sonnenflecks - Links die Pupille und Iris eines menschlichen Auges

Ploum kommt zu dem Schluss, "dass die Erde und alles Leben auf ihr abhängig und beeinflusst sind von einem ständigen Informationsfluss über die physikalischen und chemischen Prozesse auf der Sonne." Dies ist bei der Sonnenblume und dem menschlichen Auge, die beide in besonderer Weise mit der Sonne in Verbindung stehen, besonders augenfällig. Das gesamte Weltall wiederum sei aus dem Urknall hervorgegangen. Nach Ploum stehen alle Lebensorganismen miteinander in Kommunikation und haben womöglich so etwas wie ein Gedächtnis.

Dies wird auch von der modernen Atomphysik nicht bestritten - im Gegenteil. Schon 1964 wies der Amerikaner John Bell nach, dass Lichtteilchen, die aus einem gemeinsamen Ursprung stammen, einander nicht "vergessen". Sie wissen jederzeit, wie es dem Partnerteilchen geht. Der englische Physiker David Bohm stellte fest, dass die kleinsten Teilchen der Materie alle miteinander auf geheimnisvolle Weise in Verbindung stehen.

Das Universum ist durchwoben von einem Netz von Quantenverbindungen, wodurch alles mit allem kommuniziert. Hinter der materiell fassbaren Welt muss also eine unsichtbare, übergeordnete "Informationswelt" existieren, die unabhängig von Zeit und Raum ist und alle Informationen über die materielle Welt enthält - und sie durchdringt. Diese Informationswelt arbeitet laut Bohm nach dem Prinzip der größtmöglichen Ordnung. Zu dieser Ordnung gehören auch die Naturgesetze wie z. B. die Gravitationskonstante. Wäre die Anziehungskraft der Materie kleiner, würden alle Sonnensysteme auseinander fliegen. Wäre sie größer, würden sie in sich zusammenfallen, implodieren.

Im Kosmos regiert also nicht das Chaos oder der pure Zufall. Der englische Biologe Rupert Sheldrake nimmt an, dass es Strukturen gibt, in denen bestimmte Informationen über die Materie gesammelt und miteinander verknüpft werden. Er nennt sie "morphogenetische Felder".

Ein gigantisches Speichersystem

Die theoretischen Kenntnisse sind also längst vorhanden. Doch Ploum hat nun anschauliche Belege dafür geliefert, dass der "Bauplan" des Universums sich auf verschiedenen Ebenen zu wiederholen scheint. Er vermutet, dass "die Entwicklungsgeschichte des Universums, oder zumindest ein wichtiger Teil davon, in interstellarer Materie ‘gespeichert’ ist." Damit nähert er sich einer Wahrheit, die nicht aus wissenschaftlicher, sondern aus mystischer Quelle stammt und es ermöglicht, die Ergebnisse der Wissenschaft in ein neues Licht zu stellen.

Aus den Offenbarungen des Christus-Gottesgeistes im Universellen Leben wissen wir, dass es drei Arten von Gestirnen gibt: die feinstofflichen der reinen himmlischen Welten, die teilmateriellen Gestirne, der für menschlichen Augen unsichtbaren Reinigungsebenen und die sichtbaren Gestirne des materiellen Kosmos. Die materiellen Gestirne und diejenigen der Reinigungsebenen sind zugleich Speicherplaneten.

In ihnen ist alles aufgezeichnet, was auf der Erde geschieht: Was Menschen denken und fühlen, was sie tun, was in der Natur, in Tieren, Pflanzen und Mineralien vor sich geht. Verschwindet etwas auf der Erde, stirbt zum Beispiel eine Tierart aus, dann löst sich auch in den Gestirnen etwas auf, es "stirbt" etwa ein Stern oder ein Teil davon. Gleichzeitig wird gespeichert, welchen Anteil welche Menschen daran hatten, dass diese Art ausstarb.

Dass es im ganzen Universum keinen Zufall gibt und dass alles registriert ist, darauf weist schon Jesus von Nazareth hin: "Kauft man nicht zwei Sperlinge für einen Groschen? Dennoch fällt keiner von ihnen auf die Erde ohne Euren Vater. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezählt" (Mt. 10, 29 f.).

Auch jedes menschliche Verhalten und Fehlverhalten ist registriert. Das dafür zur Verfügung stehende Speichersystem hat wahrhaft gigantische Ausmaße: 100 Milliarden Galaxien, die sich über einen Raum von einer Milliarde Lichtjahre erstrecken.

Man kann also sagen: Der Mensch beeinflusst durch sein Verhalten das Weltall. Umgekehrt strahlen die Gestirne in zyklischen Abläufen zurück, was die Menschen in sie eingegeben haben. Bereut ein Mensch sein Fehlverhalten, bereinigt es und tut es nicht mehr, so löscht er seine Eingaben im kosmischen "Kausalcomputer" von Ursache und Wirkung. In einem Buch der Prophetin Gottes für unsere Zeit mit dem Titel Sein Auge - die Buchhaltung Gottes; der Mikrokosmos im Makrokosmos sind diese Zusammenhänge im einzelnen dargelegt. **

Steht der Mensch im Mittelpunkt?

Der Mensch steht, so gesehen, im Mittelpunkt eines riesigen Speichers, der allerdings auch seine Schandtaten registriert. Er steht aber auch in einer anderen Hinsicht in der Mitte: Was der Mensch mit bloßen Augen überblicken kann, liegt im Bereich der Meter. Über ihm erstreckt sich ein sichtbares Weltall mit einer Ausdehnung von 10 hoch 25 Metern (eine 26stellige Zahl).

Sonnenblume und Korona

Während einer Sonnenfinsternis (links) sind die Strahlen der Korona der Sonne deutlich zu sehen. Sie erinnern an die Blätter einer Sonnenblume (rechts).

Gleichzeitig dringt der Mensch mit feinsten Mikroskopen in die Materie vor bis zu den kleinsten Partikeln, den so genannten Quarks, die etwa 10 hoch minus 15 Meter klein sind (eine Zahl mit 14 Nullen hinter dem Komma). Steht der Mensch in der Mitte zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos - auch wenn Johannes Kepler und Galileo Galilei klar gemacht haben, dass die Erde astronomisch gesehen nicht der Mittelpunkt des Weltalls ist? Welche Rolle spielt der Mensch im Weltall?

Eine Antwort finden wir in dem Buch Ich Ich Ich, die Spinne im Netz***:
"Die Wissenschaft spricht von dem so genannten ‘Urknall’, der zur Bildung der Materie Anlass gab. In gewisser Weise entspricht die Urknall-Theorie den geistigen Gesetzmäßigkeiten, welche die Trennung der Sünde, gleich Dichte, vom reinen, alldurchstrahlenden Sein auslöste. Dieser unvorstellbare Lösungsprozess brachte aufschäumende Turbulenzen, die wir Menschen als den Urknall bezeichnen" (S. 121). Der Urknall ist demnach die Folge eines Prozesses, in dem sich ein Teil der Geistwesen der Himmel von Gott abwandten. Sie wollten selbst "wie Gott sein". Im Verlauf dieses Fallgeschehens spaltete sich ein Teil des geistigen Universums ab und verdichtete sich allmählich. Gott ließ diesen Fall zu, weil Er den freien Willen Seiner Kinder beachtet.

Gott gab den gefallenen Geistwesen Teile von geistigen Planeten aus der rein geistigen Schöpfung mit. In unendlich langen Zeiträumen verdichteten sich diese Himmelskörper bis hin zur festen Materie. Es bildete sich der menschliche Körper heraus, den die Seele, das verschattete Geistwesen, bewohnte und nach dem irdischen Tod verließ, um nach einiger Zeit erneut einen Körper aufzusuchen. "Die Verdichtung der Fallwesen bis hin zum menschlichen Körper erfolgte vom Haupt her", lesen wir in Sein Auge - die Buchhaltung Gottes **. So wie die Menschenkörper verdichtete sich auch die Erde. Da ist es interessant, dass Ploum die Schädelknochen mit den harten Kontinentalplatten vergleicht, die sich auf der weicheren Erdscholle bewegen.

Urkontinent Pangäa und Embryo

Vor 200 Millionen Jahren waren die heutigen Kontinente noch in einem reinen Urkontinent mit Namen Pangäa vereinigt (links). Dieser Urkontinent erinnert in seiner Form an einen menschlichen Embryo (rechts).

Wissenschaftler wie James Lovelock sehen die Erde als einen großen Organismus an, als "Erd-Menschen". In gewisser Weise könnte man das gesamte materielle Weltall auch als einen großen Organismus ansehen - mit den Milchstraßen als "Blutbahnen". Die Ordnungsprinzipien des Lebens, die Strukturen der Schöpfung, wiederholen sich so auf verschiedenen Ebenen.

Der Mensch trägt in seinem Innersten die Essenz aller Kräfte des Alls. Er könnte eine Sonne sein, die ihre Energie der Erde überträgt und sie so schrittweise verfeinert. Statt dessen ist er dabei, durch immer stärkere Verschattung der inneren Sonne den Planeten Erde und damit seine Lebensgrundlage zu zerstören. Er braucht Fernrohre, um einen Blick auf das Weltall zu erhaschen, auf eine Realität, die letztlich durch seinen Abfall von Gott erst entstanden ist, die er in gewisser Weise mit aufgebaut hat.

Wir Menschen haben nicht einmal den Durchblick durch das, was wir an Fehlverhalten in unserer Seele und in den Gestirnen gespeichert haben, geschweige denn, dass wir unser geistiges Erbe kennen. Die Quanten, die an der Grenze zwischen Geist und Materie stehen, die einmal Welle sind, einmal Teilchen, wissen mehr über die Zusammenhänge des Lebens und über die Zukunft als wir.

Und doch haben wir täglich die Chance, etwas von dem zu erfassen und zu erkennen, was die Gestirne uns persönlich zustrahlen - es sind Aspekte von dem, was wir falsch machen und was mit Gottes Gesetz nicht übereinstimmt. Je mehr wir unsere Schatten erkennen, sie bereinigen und mit Christi Hilfe das Alte nicht mehr tun, desto mehr begeben sich die Quanten auf die immaterielle Seite. Wir werden dann durchlässiger für die Strahlung des reinen Kosmos, weil wir zum ewigen Sein eine Verbindung herstellen.

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Die göttlichen Energien stehen unermüdlich in Kommunikation mit allem. Gott erhält die Erde und schenkte uns in ihr einen Abglanz himmlischer Schönheit. Doch Er lässt uns den freien Willen, auch wenn wir dabei sind, sie zugrunde zu richten. Er bejaht, dass wir Menschen den Weg aus Einengung und Verstrickungen finden, dass wir die Schranken unseres Ichs durchbrechen und wieder bewusst ein Kind des Alls werden; denn das unermessliche, unendliche geistige Universum ist unsere Heimat.
 

Der Mensch -
Mikrokosmos im Makrokosmos

Menschen in der Verwirklichung der Zehn Gebote und der Bergpredigt begnügen sich nicht mit dem Gedanken, nur Mensch zu sein. Sie forschen tiefer und gelangen auf dem Weg der Selbsterkenntnis zu der Überzeugung und Gewissheit, dass sie Wesen in Gott sind und dass jeder Mensch der Mikrokosmos im Makrokosmos ist. Wem dies wahrlich bewusst wurde, der wird nicht mehr ruhen, bis er Dem nahe ist, welcher der Makrokosmos ist - Gott.

Sein Auge - die Buchhaltung Gottes, S. 14 (siehe unten)

 


* Albrecht Ploum: "Spiegel des Universums", Hoppers Verlag 1996, früher DM 96,-, ISBN 90-75592-56-6,   >> zurück zum Text >>

** Gabriele, Würzburg: "Sein Auge - die Buchhaltung Gottes - Der Mikrokosmos im Makrokosmos", Verlag Das Wort, 1992, 14,00 € http://www.das-wort.com/deutsch/mensch-und-kosmos/sein-auge---die-buchhaltung-gottes.php
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*** Gabriele, Würzburg: "Ich, Ich Ich, die Spinne im Netz - das Entsprechungsgesetz und das Gesetz der Projektion", Verlag Das Wort 1995, 12,90 € http://www.das-wort.com/deutsch/mensch-und-kosmos/ich-ich-ich---die-spinne-im-netz.php
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