Zu der Zeit, da noch Braunbären
unsere Wälder bevölkerten, sollen sie Bärlauchblätter in großen Mengen verspeist
haben. Der erste Bärlauch wächst im März, gerade wenn die Bären ihren Winterschlaf
beendet haben, und er soll den Tieren geholfen haben, ihren Kreislauf wieder anzukurbeln
und zu kräftigen - daher wird der wilde Knoblauch offenbar auch "Bärlauch"
genannt.

Braunbär auf der Suche nach ...
Und was für die Bären gut war, das nützt auch dem Menschen, denken sich
viele. So hat sich der Bärlauch im Volksmund längst einen Platz unter den
"Heilpflanzen" erworben.
"Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut
wie der Bärlauch", schreibt der bekannte Kräuterkenner Künzle, und er empfiehlt
den "ewig kränkelnden jungen Leuten", den Bärlauch zu verehren wie Gold:
"Die jungen Leute würden aufblühen wie ein Rosenspalier und aufgehen wie ein
Tannenzapfen an der Sonne." Worte, die vielleicht auch die "älteren"
Menschen hellhörig machen.