Das Weisse Pferd - Urchristliche Zeitung für Gesellschaft, Religion, Politik und Wirtschaft

Ausgabe 7/99

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Nahtod-Erlebnisse zeigen: Jeder bestimmt selbst, ob das Jenseits für ihn zum Himmel oder zur Hölle wird

Nach dem Tod
in »Abrahams Schoß«?

"Wenn ich sterbe, dann sage ich zu Gott: Vater, ich komme. Dann wird Er mich zu sich nehmen, und ich ruhe in Abrahams Schoß." So etwa lautete die Antwort eines evangelischen Pfarrers auf die Frage, wie er sich - ganz persönlich - Sterben, Tod und Jenseits vorstelle. Der Mann dürfte sich noch wundern. Und doch ist seine Vorstellung nichts anderes als die Kehrseite der "Luther"-Medaille mit dem Aufdruck: Der Glaube allein genügt.Aufstieg ins Paradies?
So sah Hieronymus Bosch den "Aufstieg ins Paradies". Doch nicht alle Nahtod-Erlebnisse verlaufen so positiv.

Wenn von Nahtod-Erfahrungen die Rede ist, wurde lange Zeit nur von positiven Erlebnissen berichtet. Die Personen, deren Seelen bei Unfällen oder schweren Operationen vorübergehend aus ihrem Körper ausgetreten waren, berichteten von Licht, herrlichen Landschaften oder freundlichen Gestalten, die ihnen begegneten. Doch die Szene hat sich gewandelt. Forscher, die Personen mit Nahtod-Erfahrungen interviewten, stießen immer häufiger auf negative Erfahrungen der Befragten - bedrohlich, angstvoll und schmerzhaft. Solche Berichte belegen zugleich das, was in unserer Zeit durch den Gottesgeist über das Leben nach dem Tod gegeben wurde.

In dem Buch Dein Leben im Diesseits ist Dein Leben im Jenseits ist der Weg der Seele nach ihrer Entkörperung in großer Tiefe und Klarheit beschrieben.

Wie der Baum fällt, so bleibt er liegen

Nahtod-Erlebnisse sind noch nicht diejenigen Erfahrungen, die die Seele macht, wenn sie an dem Ort angelangt ist, der ihrem Bewusstsein entspricht. Nach dem Tod kommt die Seele zunächst in die Zwischenreiche, in denen sich viele Seelen, vor allem die erdgebundenen, befinden. Durch die eigene Wunschwelt sind sie noch sehr an die Materie gebunden. Erst wenn diese Bindung etwas gelockert ist, können die Seelen die Impulse aus den Planeten, und das sind letztlich ihre eigenen Eingaben, wahrnehmen und so an ihren ersten Bestimmungsort gelangen.

Im folgenden seien Zitate aus dem oben genannten Buch angeführt, die das Leben der Seele im Jenseits konkret beschreiben. Dies geschieht zum besseren Verständnis in der Gegenüberstellung einer lichten und einer dunklen Seele - wobei es natürlich unterschiedliche "Mischungsverhältnisse" von Licht und Schatten in der menschlichen Seele geben kann.

Lichte oder dunkle Seele

"Hat der Mensch den letzten Atemzug getan, dann wird die lichte Seele von lichten Wesen abgeholt, die dunkle Seele von dunklen Gestalten ... Eine lichte Seele wird in einer lichten, schönen Umgebung leben, in einer Landschaft, die so schön und harmonisch ist, wie die lichten Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen des Menschen waren" (Buch siehe unten).

Für die lichte Seele besteht das Jenseits aus hellen, feinen Höhen mit herrlichen Landschaften, deren Farben ein Zauber von Harmonie und Symphonie sind. Eine Gott zugewandte Seele vernimmt die Lichtsprache der reinen Wesen als aufbauend und stärkend. Sie spürt sich hingeführt in ihre ewige Heimat, wonach sie sich schon lange sehnt.Seelen leiden unter ihren Belastungen
Die Seelen leiden unter den Belastungen, die sie sich selbst auferlegt haben (aus einem Bild von Hieronymus Bosch).

Eine dunkle Seele wird nur Düsteres antreffen. Die Landschaft, die eine solche Seele umgibt, wird genauso trostlos sein, wie als Mensch ihre Werkzeuge, ihre Empfindungen, Gedanken, Worte und Handlungen waren.

Die gehässigen Worte, die sie als Mensch ihren Mitmenschen zugeschleudert hat, diese Bosheiten empfindet und verspürt sie nun als Seele bildhaft in und an ihrem Seelenleib. Sie wirken sich als Schmerz und Leid aus, ähnlich, wie es ihren Mitmenschen erging, als sie diese so behandelte. Die dunkle Seele begegnet also dem, was sie an Negativen getan hat und was noch nicht bereinigt ist:

Den Schmerz ihrer Ursachen erlebt die Seele bildhaft; sie lebt und bewegt sich in diesem Bild und glaubt, das sei ihr Leben. Die Seele sieht und erlebt es an ihrem Seelenleib, warum und mit welchen Methoden sie den Menschen oder die Menschen beeinflusst hat. Unter ihren Wirkungen leidet sie. Die Seele im Jenseits hat Bilder, und der Mensch im Diesseits erlebt ähnliches - z. B. durch Schicksalsschläge oder durch Krankheit - wie die Seele, an die er gebunden ist ...

Die dunkle Seele wird an ihren Klägern vorbeiziehen, die sie wegen ihres Verhaltens als Mensch anklagen und beschuldigen, die sie angreifen und im Inneren hetzen und jagen, die auf sie bedrohend einwirken und ihr das Höllenfeuer bereiten, weil sie ihre Hölle mitgebracht hat.

Erdgebundene Seelen suchen entsprechende Menschen

Seelen, die als Menschen im negativen Denken und Tun gelebt haben, sind meist erdgebundene Seelen. "Sie hängen sich an Menschen, die ihre Sprache sprechen. Lässt sich ein Mensch hierfür gebrauchen - weil er ähnlich veranlagt ist wie die Seele, die ihn benützt -, dann trägt er auch einen Teil der gegensätzlichen Empfindungen und Gedanken dieser Seele an sich. Die schon im beeinflussten Menschen vorhandene Gehässigkeit, sein Drängen und Wollen verstärken sich durch die Einflussnahme; er wird noch aggressiver und feindseliger als bisher.

Auf diese Weise können erdgebundene Seelen lange Zeit ihre Menschlichkeiten leben. Erst wenn mehrere Ursachen auf einmal in der erdgebundenen Seele wirksam werden, dann wird sie gleichsam aus ihrer Vampirbahn geschleudert und in jenen Bewusstseinsbereich hineingesteuert, der für sie die Hölle ist, weil sie die Hölle in sich trägt. Dann leidet die Seele unter ihrer eigenen Sprache und unter ihren eigenen Handlungen - unter all dem, was sie sich als Mensch auferlegt hat" (Buch siehe unten).

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Das Jenseits, in welchem die Seelen leben, ist eine Stätte der Abtragung. Die Erde hingegen, auf der die Menschen leben, ist eine Stätte der Bereinigung, der Bewährung und der Abtragung.

Doch: Auch die schlimmste dieser "Höllen" ist irgendwann zu Ende. Einzig die kirchliche Lehre verkündet die Hölle als ausweglos, als ein Ort ewiger Verdammnis. Doch: All das Leid und die Not, die durch diese furchtbare Irrlehre verursacht wurde, werden diejenigen zu tragen haben, die ihre Gläubigen durch ihre Lehre eines grausamen Gottes geknechtet haben.

Ein Täter erlebt die eigene Tat

Kenneth Ring, so war kürzlich zu lesen, berichtet folgenden Fall: Ein junger Mann namens Tom ist mit seinem Lastwagen unterwegs. Als ein Fußgänger plötzlich die Richtung wechselt, stößt er beinahe mit diesem zusammen. Der junge Mann wird wütend, steigt aus, beschimpft den Fußgänger und schlägt auf ihn ein, bis dieser bewusstlos auf der Straße liegt.

Ring fährt fort: "Jahre später hatte Tom eine Nahtod-Erfahrung, in deren Verlauf er diese Szene wieder erlebte. Das geschah - wie bei vielen anderen, die mir ihren Lebensrückblick beschrieben - aus einer doppelten Perspektive: Ein Teil von ihm, so Tom, schien sich hoch oben in einem Gebäude zu befinden, von wo aus er die Straße überblickte und Zeuge des dort stattfindenden Kampfes wurde. Aber ein anderer Teil von ihm war wieder direkt an jenem Kampf beteiligt.

Nur befand er sich jetzt, im Lebensrückblick, an der Stelle des anderen und ‘erlebte’ selbst jeden einzelnen Schlag, den er ausgeteilt hatte - insgesamt zweiunddreißig, sagte er -, bevor er bewusstlos auf dem Pflaster zusammenbrach." Diese Rollenumkehrung während des Lebensrückblicks finde, so Ring, nach seinen Forschungsergebnissen sehr häufig statt.

 

Was bedeutet
"Ruhen in Abrahams Schoß"?

In Abraham, dem Stammvater des Volkes Israel, war der Cherub des göttlichen Ernstes inkarniert. Er ist der Erzengel der vierten Grundkraft der Schöpfung.

Die symbolische Redeweise: "Er ruht in Abrahams Schoß" bedeutet nun: Wer in sich die vier Grundstufen erschlossen hat - Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst, der hat das Rad der Wiedergeburt verlassen und ist dem Einfluss der Gestirne entwachsen. Er geht den Evolutionsweg jetzt in den Vorbereitungsebenen zur Absolutheit. Wer also die Stufe des göttlichen Ernstes in sich erschlossen hat, der ruht in Abrahams Schoß; er wird von der Kraft Gottes wieder in den "Schoß" des Ewigen geleitet.

 

Dein Leben im Diesseits ist dein Leben im Jenseits

Dein Leben im Diesseits ist Dein Leben im JenseitsAngst vor dem Sterben? Wie wird es sein - danach? Das Unbehagen vor dem Tod verliert sich, sobald wir uns mit den größeren kosmischen Zusammenhängen des Lebens vertraut machen.

Dieses Buch vermittelt uns bisher unbekanntes geistiges Wissen, z. B. über: Lebensspanne und Todesspanne des Menschen - Was geschieht, wenn der Körper stirbt? - Der Weg der Seele in die ihr entsprechenden jenseitigen Bereiche - Wir selbst schaffen uns »Himmel« oder »Hölle« - Mit welchen anderen Seelen werden wir zusammen sein? - Was können wir heute für unser Leben im Jenseits tun? 136 S., 10,00 € / 18,30 SFr; auch in Spanisch und Polnisch erhältlich
http://www.das-wort.com/cgi/
gen_article.cgi?article=s316de&type=desc&rtopic=lebenundtod

Lesen Sie auch:
Was bedeuten Nahtod-Erlebnisse? in Ausgabe Nr. 24/1999


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