Unsere Freunde, die
TiereWie
verbringen Tiere
ihren Alltag?
Mancher mag sich vielleicht die
Frage stellen, was die Tiere eigentlich den ganzen Tag tun. Eine Freundin, die neulich
half, die Tiere zu versorgen, machte folgende Beobachtung: "Mir fiel auf,
dass
die Tiere alle einen Rhythmus haben."

Je mehr Freiheit die Tiere haben,
umso mehr
können
sie ihr eigenes Wesen entfalten
Bei den Tieren, unseren Übernächsten, die nahe bei uns Menschen leben,
ist es so, dass sie sich uns anpassen müssen.
Der Hund hätte einen
anderen Rhythmus
Wenn z. B. jemand einen Hund
hat, dann muss dieser eben morgens mit seinem Menschen aufstehen und, bevor dieser zur
Arbeit geht, vielleicht noch mal kurz rausgehen. Der Hund selbst hätte jedoch einen ganz
anderen Rhythmus! So sollte man recht einfühlsam im Umgang mit den Haustieren sein, denn
sie haben es mit uns Menschen nicht einfach. Da ist es sehr hilfreich für die
Übernächsten, wenn sie noch Artgenossen haben und wenn man ihnen ermöglichen kann, viel
in der Natur zu sein und sich nicht nur in der Wohnung aufzuhalten.
Wir sollten den Tieren sagen, was wir vorhaben
Auch die Tiere in den Ställen der Landwirte sind durch den Menschen
verändert worden. Durch die Haltungsbedingungen ist ihr Freiraum teilweise sehr
beschränkt und sie können ihr eigentliches Wesen kaum noch entfalten.
In dem Buch Du das Tier - Du der Mensch. Wer
hat höhere Werte? (Verlag Das Wort, siehe unten) können
wir lesen:
"Es nützt wenig, bestimmte Tierarten zu erforschen, denn die
meisten gleichen sich, so weit es möglich ist, den Bedingungen der Umwelt an. Ihre
Verhaltensweisen in der Luft, auf und in der Erde und in den Gewässern entsprechen in den
meisten Fällen nicht mehr ihrer inneren geistigen Uhr, den gesetzmäßigen Abläufen. Sie
passen sich den Umweltbedingungen an und nehmen in vielen Fällen das auf, was Menschen
ihnen ungesetzmäßig oder brutal aufzwingen oder was Menschen durch ihre Denk- und
Lebensweise in die Atmosphärische Chronik eingeben was dann auch wieder auf
Menschen, Tiere und Umwelt einwirkt."
Wir möchten einmal berichten, was wir in unseren Ställen von Heimat
für Tiere beobachten.
Jedes der Tiergeschwister hat seinen Rhythmus. Doch auch hier müssen wir
viele Kompromisse machen, und die meisten Tiere haben nur einen kleinen Teil der Freiheit,
die sie eigentlich bräuchten. Am Morgen sind alle ganz lebendig. Sie warten auf den
Menschen, der ihnen das Essen bringt. Sie lassen sich viel Zeit zum Essen, und im ganzen
Stall hört man die verschiedensten Tiere genüsslich kauen. Es ist immer etwas
Besonderes, am Morgen durch die Ställe zu gehen. Danach gehen sie in der Regel auf die
verschiedenen Weiden oder Ausläufe. Am späten Vormittag kehrt Ruhe ein.
Wir teilen ihnen unsere
Pläne mit
Die Pferde und Esel haben
dann ihre Ruhephase. Sie stellen sich in Grüppchen zusammen und dösen ein wenig. Später
dann sieht man sie spielen, raufen und herumrennen. Sie verbringen sehr viel Zeit mit
Essen: Sie knabbern Äste, suchen sich die ersten Grashalme und bekommen mittags wieder
Futter gereicht. Wir üben uns darin, den Pferden am Morgen schon zu sagen, ob sie an
diesem Tag geritten oder eingespannt werden.

Was können wir wohl von den Eseln lernen?
So können sie sich darauf einstellen. Sie verstehen es ganz gut, wenn man
ihnen bildhaft erklärt. Manchmal dürfen ein oder zwei Esel neben den Pferden beim
Ausritt mitlaufen. Sagen wir ihnen: "Ihr dürft nachher mit zum Reiten", dann
stehen sie schon am Gatter, wenn man mit dem Halfter kommt. Sagen wir ihnen nichts, dann
bleiben sie im Stall stehen und wissen, dass die Pferde alleine gehen.
Am Abend, wenn alle wieder gegessen haben, herrscht immer eine ganz
besondere Stimmung im Stall. Die Esel machen meist noch ihr Fang-Spiel quer durch den
Stall. Später dann legen sich Pferde und Esel meist nebeneinander ins Stroh.
Eigenständige und
gesellige Schweine
Die Schweine sind sehr
eigenständig. Sie haben Zeiten, wo sie in ihren Häusern schlafen - und schnarchen.
Später marschieren sie über den ganzen Hof, schnuppern überall herum, wühlen in der
Erde, suhlen sich in der Pfütze. Mit Vorliebe legen sie sich in das Heu der Pferde,
während diese essen. Rocky macht am Morgen in der Regel noch einen Ausflug zum Wald, oder
er läuft die Straße entlang. Zwischendurch spielt er gerne mit den Pferden oder ärgert
sie auch ein wenig, indem er ihre Füße zwackt. Dreimal am Tag bekommt er sein Essen
zusammen mit Viktor auf einem eigenen Tisch. Gehen die Pferde auf die Weide, entscheidet
Rocky sich meist mitzugehen. Er kommt jedoch dann heim, wann er es für richtig hält.
Die Schweine sind den ganzen Tag sehr beschäftigt, bis sie in all den
Ställen waren und ihre Freunde besucht haben. Mal sieht man sie bei den Kühen liegen,
mal mit dem Hengst raufen. Viktor liegt am liebsten bei den Katzen. Die Katzen haben
nämlich entdeckt, dass Viktor schön warm ist. Vor allem Janni liegt gerne auf Viktor und
knetet ihn mit ihren Pfoten. Auch wenn die Schweine viel alleine unterwegs sind, lieben
sie doch die Nähe der anderen Tiere und sind sehr gesellig.
Wohin die Hühner wohl
ihre Eier legen
Die Hühner sieht man
überall. Doch auch sie haben ihren Rhythmus. Am Morgen essen sie im Stall, danach gehen
sie zu den Ziegen und schauen, was es da gibt. Danach gehts meistens raus aufs Feld
oder in die Blumenbeete. Sie machen ihre Sandbäder, besuchen die Pferde oder legen sich
bei den Kühen an einen sonnigen Platz.
Ein Huhn legt seine Eier prinzipiell im Pferdestall, das andere im
Futterschaft und wieder eines in dem Schweinehäuschen. Wenn es regnet, sitzen die Hühner
bei den Ziegen - oder auch auf ihnen - und schlafen. Am Abend kommen sie alle zurück zum
Stall. Dabei benutzen fast alle ihren Aufgang, doch einige lassen sich jeden Abend zum
Stall bringen oder setzen sich vor die Türe und warten, bis ihnen aufgemacht wird.

Jedes Tier hat seinen Rhythmus
Je mehr Freiheit die Tiere haben, umso mehr entfalten sie ihr eigenes Wesen
oder zumindest Aspekte davon. So ist es wichtig, den Rhythmus der Tiere zu
berücksichtigen und zu achten. Wenn ein Pferd zum Beispiel in der Ruhephase ist, sollten
wir es nicht einfach herausreißen und zum Reiten nehmen.
Das gilt genauso bei Haustieren, beispielsweise bei den Hunden.
In dem Buch Du das Tier - Du der Mensch. Wer
hat höhere Werte? lesen wir: "Was der Mensch nicht will,
dass
man ihm tu, das sollte er auch seinen Mitmenschen und Tieren nicht zufügen. Das gilt auch
für den Schlaf. Wenn ihr im Tiefschlaf liegt, wollt ihr auch nicht aufgetrieben und
angetrieben werden; denn ihr spürt, dass dieser Schock dem Nervensystem nicht zugute
kommt."
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