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Christus oder Petrus?Noch immer kräht
der Hahn
Fällt eigentlich niemandem auf,
dass die Katholische Kirche ihren wichtigsten Sakralbau nicht Christuskirche, sondern
Peterskirche nennt? Und dass sie nicht auf einem "Christusplatz",
sondern auf dem Petersplatz in Rom steht?
Selbst wenn es zuträfe, dass sich die Kuppel Michelangelos über dem
Grab des Apostels Petrus wölbt - was längst als Legende entlarvt ist -
müssten sich die
Männer auf dem "Stuhl Petri" fragen lassen, wie es um den Stuhl des Jesus, des
Christus, in Rom steht. 2000 Jahre Kirchengeschichte ließen uns offenbar so abstumpfen,
dass uns gar nicht mehr auffällt, dass man Christus durch Petrus ersetzt hat.

Alles dreht sich um Petrus. Doch der Fels ist in
Wahrheit Christus.
Die Rechtfertigung, dass Jesus von Nazareth mit den Worten "Du
bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen"
(Mt. 16, 18) die Katholische
Kirche installiert habe, ist eine Fälschung. Selbst die Bibelwissenschaft hat längst
nachgewiesen, dass Jesus das so nie gesagt hat.
Schon dem Laien fällt auf, dass diese angeblichen Worte Jesu in drei von
vier Evangelien fehlen, vor allem in den Petrusbekenntnissen bei Lukas und Markus, den
ältesten der Evangelien. Die anderen Bilder der Bibel, in denen von Steinen oder Felsen
die Rede ist, beziehen sich auf Jesus. Einzig an dieser Stelle im Matthäus-Evangelium soll nun plötzlich
Petrus der "Fels" sein, und auch noch als einziger der Jünger.
Eine
erschlichene "Schlüsselgewalt"
Und angeblich hätte Petrus anschließend auch als
einziger die so genannte "Schlüsselgewalt" bekommen, nämlich die
"Schlüssel des Himmelreiches", um damit auf der Erde "binden" und
"lösen" zu können. Die Kirche behauptet nun, "Nachfolger" des Petrus zu
sein und diese "Gewalt" von ihm sozusagen geerbt zu haben. Und daraus
leitet sie wieder ihren maßlosen Anspruch ab, im Namen Gottes Sünden
vergeben zu können und durch ihre Rituale den Menschen den Himmel
aufschließen zu können; und umgekehrt auch, jemanden für immer in die
ewige Hölle verbannen zu können.
Liest man jedoch nu im Matthäusevangelium weiter, dann entdeckt man
schon wenig später, dass Jesus allen Nachfolgern bzw. zumindest allen
Jüngern, die seine Worte hörten, diese "Schlüssel" gegeben hat, und es
heißt wörtlich: "Alles, was ihr auf Erden bindet, das wird auch im
Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das
wird auch im Himmel gelöst sein" (Mt. 18, 18). Und das heißt
praktisch wohl nichts anderes als: Wovon sich ein Mensch auf der Erde
abhängig macht, daran wird er auch nach seinem Tod gebunden sein. Und
welche Belastungen er auf der Erde löst, z. B. durch gegenseitige
Vergebung, davon wird er auch nach seinem Tod frei sein.
Was geschah wirklich?
Was zwischen Jesus und Petrus
wirklich geschah, steht in der Christusoffenbarung Das ist Mein Wort, Alpha und Omega
aus dem Jahr 1989: Darin übermittelt Christus durch Prophetenmund:
"Meine göttlichen Worte ... liebst du Mich mehr
als diese waren nicht einzig an Petrus gerichtet, sondern an die anwesenden Jünger,
und letztlich an alle Menschen. Denn der liebt am meisten, der das Gesetz Gottes
weitgehend erfüllt und Mich mehr liebt als die Welt.
Solche Menschen sind Felsen in der Brandung, glaubensstark und
gottbewusst. Ihnen ist es gegeben, das Evangelium der Liebe auszulegen und die Gesetze des
Lebens zu lehren - weil sie selbst aus dem Geiste Gottes schöpfen und im Geiste des Herrn
leben. Solche Menschen können aus dem Geiste des Ewigen Meine Lämmer auf den Weiden des
ewigen Lebens betreuen und sie auf die Auen des geistigen Seins führen, da Ich lebe und
wirke durch sie, die im Geiste der Liebe und im Gesetz Gottes leben und dieses kennen.
Ihnen ist die Kraft gegeben, Meine Schafe zu lehren, ihnen das Gesetz
des Lebens nahe zu bringen, damit auch sie den Weg zu den Weiden des Lebens finden und
Lämmer werden, um sich mit dem Ewigen zu vereinen. Wer im Gesetz des Lebens, in Gott,
lebt, der wird die Schafe zu der einen Herde führen, deren Hirte Ich, Christus, Bin. Er
wird sich bemühen, dass die Schafe weder versprengt werden noch sich absondern. Er selbst
wird jedoch Wegweiser sein - und nicht der Hirte" (S. 936 f;
http://www.das-wort.com/deutsch/).
Die kirchlichen
"Oberhirten" könnten sich das zu Herzen nehmen. Christus hat
also keinen Menschen beauftragt, ein "Hirte" oder "Oberhirte" zu sein,
da Er selbst für jeden der gute Hirte sein möchte.
Nicht Petrus, Christus
ist der Fels
Kürzlich äußerte sich auch
Gabriele, die als Prophetin und Botschafterin Gottes wirkt (mehr dazu
siehe hier), zu diesem Thema.
Durch sie wurde auch Das ist Mein Wort. Alpha und Omega
übermittelt. Sie fragte, wozu wir
Gott überall suchen, nur nicht in uns:
"Wir suchen ihn in der Theologie. Wir
suchen ihn in den Kirchen aus Stein. Doch Gott ist in uns, in dem Tempel aus Fleisch und
Bein. Würden wir an Ihn ernsthaft glauben, dann würden wir Ihn ganz allmählich
aufsuchen, Schritt für Schritt hineinwandern zu dem Positiven in uns, zu dem Göttlichen,
das in uns ist und wartet, bis wir kommen - ja, es wartet, denn wir haben den freien
Willen, uns nach außen zu orientieren oder uns zu verinnerlichen, um unser wahres Erbe
wieder zu erschließen, um wieder göttlich zu werden, um Jesus näher zu kommen.
Dann merken wir, dass wir im Grunde als Mensch in unserer so genannten
Menschlichkeit nichts sind. Wir spüren, was es heißt, göttlich zu werden, denn
dieses
Gespür hilft uns, in uns standhaft zu werden, auf den Fels Christi zu bauen und nicht auf
den Fels Petri."
Der
Schachzug der Rom-Kirche
Es war also ein geschickter Schachzug der Rom-Kirche, nicht auf Jesus von
Nazareth aufzubauen, sondern Petrus dazwischen zu schieben, denn: Jesus von Nazareth ist
gefährlich. Er lehrt die Gleichheit und die Geschwisterlichkeit. Er kennt kein Oben und
Unten, und alle Macht wird abgelegt. Petrus hingegen erwies sich als Mensch, der seinen
Meister in der Stunde höchster Gefahr verleugnete - dreimal, ehe der Hahn krähte. Doch
Petrus kehrte wenigstens um und bereute: Er "ging hinaus und weinte bitterlich."
Die Petrus-Nachfolger von Rom zeigen solche Reue nicht. Sie verspürten
auch keine Reue im Angesicht der Blutspur, die ihre Kreuzzüge und ihre Inquisition
hinterließen. Papst Johannes Paul II. räumt ein, einige Menschen in seiner Kirche hätten
gefehlt. Das Papsttum und die Institution Kirche sparte er jedoch aus.
Und der Kirchenlehrer Thomas von
Aquin, der die Ermordung von Ketzern als ein Gebot der Nächstenliebe lehrte, gilt in der
Römisch-Katholischen Kirche bis heute als Heiliger und Kirchenlehrer.
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